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    Unglaubliche Vielfalt bei der Kulturnacht in Andernach: Auftritt von Klaus Lage löst Begeisterung aus

    Einen Auftritt von Klaus Lage sowie 33 Stationen mit mehr als 60 verschiedenen Musik-, Artistik- und Kunstangeboten hatten Hunderte von Andernachern und Gästen bei der Kulturnacht in Andernach zu bewältigen.

    Am Vorabend zur Kulturnacht lässt Klaus Lage für 250 Fans die 80er-Jahre wieder aufleben. Als Einstimmung auf das Festwochenende tritt er im Schlossgarten auf. Den Ohrwurm "1000 Mal berührt, 1000 Mal ist nichts passiert" singen die begeisterten Zuhörer aus voller Kehle mit.
    Am Vorabend zur Kulturnacht lässt Klaus Lage für 250 Fans die 80er-Jahre wieder aufleben. Als Einstimmung auf das Festwochenende tritt er im Schlossgarten auf. Den Ohrwurm "1000 Mal berührt, 1000 Mal ist nichts passiert" singen die begeisterten Zuhörer aus voller Kehle mit.
    Foto: Silvin Müller

    Dabei konzentrierte sich das meiste innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer und dort vor allem an der Hochstraße.

    Die Andernacher starteten ihren Rundgang allerdings vor dem Historischen Rheintor an der Konrad-Adenauer-Allee. Dort stand eine Belagerung an. Die Linzer waren aufmarschiert, um mit Sturmleiter und Rammbock die Stadt zu überfallen. Doch sie hatten nicht mit den aufgeweckten Bäckerjungen gerechnet, die mit Bienen die Angreifer abwehrten, bevor die Stadtsoldaten zu Hilfe kamen.

    Erstmals führten die Laienschauspieler, die größtenteils aus den Andernacher Karnevalsvereinen kommen, die Bäckerjungensage zur Kulturnacht auf. Die Akteure waren mit viel Humor und guter Laune bei der Sache, und so kam das Spiel, das etwa eine rasante Rutschfahrt von einer Leiter beinhaltete, sehr gut an.

    Auch am Markt gelang die Eröffnung hervorragend. Die Bobbin Baboons animierten die vielen Besucher mit allerhand Schaueinlagen mit ihren Instrumenten auf dem Markt zu Twist-Tänzen. Seit zehn Jahren tritt die Rock-'n'-Roll-Kapelle The PinUps zusammen auf, und so legte sie auf der Bühne im Schlossgarten besonders motiviert los. Auch auf den anderen größeren Plätzen zogen die Bands mit heißen Rhythmen viele Nachtschwärmer an.

    Dichte Trauben bildeten sich beispielsweise um das Jugendorchester am Läufkreuz, um die Gruppe The Groovemachines am Funken-Narrenbrunnen, um The Elevators am Stadthausplatz oder um die AC/DC-Coverband Rag'n'Bone am Helmwartsturm.

    Natürlich gab es auch wieder die kleineren Räume oder Ecken, in denen Musikgruppen abseits vom Trubel für eine besondere Atmosphäre sorgten. So spielte etwa das Trio Abanico in der Hospitalkapelle oder die Blockflötengruppe der Albert-Pfeiffen-Musik im Runden Turm. Auch bei den Lesungen wie etwa von Ralf Buchinger in der Stadtbücherei oder dem Chorgesang wie beispielsweise vom MGV 1854 konnten die Besucher in sich horchen und meditieren. Sehr schön: Die Kulturnacht führte verschiedene Kulturen zusammen. Während die Gruppe Ilios zu griechischen Klängen auf der Naturbühne hinter der Christuskirche zum Sirtaki-Tanz einlud, spielte der Musiker Ahmet Karaköse osmanische Musik im Tunnel am Bollwerk.

    Zudem öffneten die Andernacher Künstler ihre Ateliers und lockten mit Sonderausstellungen. Auch die Liebhaber von optischen Reizen kamen nicht zu kurz. Die Archäologen setzten etwa mit Fackeln und Lichtspielen das Ausgrabungsgelände in Szene. Ebenso beeindruckte die Lichtschau von "eSteffanie" sehr. In der Läufstraße wirbelte die Artistin beleuchtete Keulen sowie Reifen und Ketten um sich herum und zauberte als Zugabe sogar Zahlen und Zickzack-Linien sowie die Worte "Andernach" und "Kulturnacht" in die Luft. Die Zuschauer waren rundum begeistert: "Die Lichtschau war genial", meinte zum Beispiel Beate Jung aus Ehlscheid. "Die Angebote sind bunt gemischt, und für jeden ist etwas dabei. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter", sagte Dorothee Flöck aus Neuwied. Udo Busch sowie Elisabeth Bündgen aus Andernach gefiel es, viele andere Andernacher zu treffen. Zudem seien diesmal viele neue Künstler und Musiker dabei gewesen. Auch Bianca Busch und Lana Rach aus Andernach waren fasziniert: "Alles ist querbeet gemischt. Es ist toll, dass so viele Bands auftreten. Die Kulturnacht ist eine super Sache."

    Silvin Müller

    1000 Mal ist viel passiert in Andernach

    Andernach - Die Kulturnacht am vergangenen Samstag und der darauf folgende Familiensonntag haben Tausende Besucher begeistert. Begeisterung löste auch der Auftritt von Klaus Lage aus, der als Einstimmung auf das Festwochenende am Freitagabend im Schlossgarten auftrat. Und da durfte ein Lied natürlich nicht fehlen. Ein Ohrwurm, der bewegt und ein Symbol für die erste Liebe ist: "1000 Mal berührt, 1000 Mal ist nichts passiert". Liedermacher Lage hatte ihn erstmals 1984 angestimmt.

    Wenn man in die Gesichter vieler der 250 Zuhörer schaut, die im Andernacher Schlossgarten sitzen und deren Augen funkeln, erkennt man, dass der Song nichts von seiner Kraft eingebüßt hat. An dem leichten Lächeln in den Gesichtern ist zu erkennen, dass die Fans gerade eine Zeitreise in die 80er-Jahre oder noch weiter zurück unternehmen. Es sind Gedanken an den ersten Kuss und das erste Alleinsein zu Zweit. Mit viel Charme, seiner gelassenen Art und seiner etwas rauchigen Stimme schafft es der 1950 in der Lüneburger Heide geborene Sänger wie eh und je, seine Fans zu begeistern. Gut, ein bisschen behäbiger ist er schon geworden. Gemächlich und unauffällig schreiten er und der Pianist Bo Heart zur Bühne und Lage bleibt bei seiner Performance meist an einen Hocker angelehnt. Doch wen kümmert das?

    Der Auftritt passt zur romantischen Atmosphäre der lauen Sommernacht im Schlossgarten und den ruhigeren Liedern. Es sind Songs, die aus dem Leben gegriffen sind. Mit kleinen Anekdoten verbindet Klaus Lage die Lieder und erzählt aus seinem Leben: "Ich bin immer unterwegs", schlägt er die Brücke zwischen den Liedern "Unterwegs" und "Wieder zu Haus". Er schildert, dass er als Kind nach Düsseldorf kam und gerade, als er sich in der Hochzeit der Pubertät befand, aus der Großstadt wieder nach Hause in die Heide zog. Bemitleidende "Oh"-Rufe kommen aus den Zuschauerreihen. "Genau das wollte ich hören", antwortet Klaus Lage scherzhaft.

    Insgesamt bietet er eine Mischung von neueren Stücken wie etwa aus den Alben "Der Moment" (2011) oder "Nah und wichtig" (2008) und verschiedenen Alben aus den 80er-Jahren. Nach der Pause legt der Liedermacher im Tempo zu und es gibt seine großen Hits zu hören wie beispielsweise "Faust auf Faust" sowie "1001 Nacht". Das bewegt die Fans natürlich und die meisten singen und klatschen mit.

    Unter ihnen sind viele, die ihn bereits von vorherigen Konzerten kennen. So ist Roland Vitz eigens aus Mönchengladbach gekommen: "Ich musste einfach hierhin. Er kommt sehr natürlich rüber, und ich kann die Lieder auf mein Leben beziehen." Auch Susanne Schüler, die in Berlin in den 80er-Jahren viele seiner Konzerte gesehen hat, ist begeistert: "Er hat nichts von seinem Charme eingebüßt und hat sich für sein Alter gut gehalten", sagt die Lahnsteinerin. Komplimente kommen zudem von Ute Ebeling aus Mülheim-Kärlich: "Er ist ein echter Vollblutmusiker und seine Lieder machen Spaß." Dies bestätigt ebenso Gabi Mosonyi aus Andernach: "Die Texte sind sehr gut."

    Silvin Müller

    Festwochenende in Andernach mit Klaus Lage, Kulturnacht und FamiliensonntagAndernacher Kulturnacht: Klaus Lage spielt im SchlossgartenAndernach: Drei Tage Kultur in der AltstadtKultur satt: Andernach bietet buntes ProgrammProgramm: Andernacher Kulturnacht und Familiensonntag
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