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    Standorte in der Vordereifel auf dem Prüfstand: Lassen sich Schulschließungen abwenden?

    Seit Anfang des Jahres kämpfen Eltern und Kommunen in der Vordereifel dafür, dass ihre kleinen Grundschulen erhalten bleiben. Vor allem hinsichtlich der Standorte Kirchwald, Langenfeld und Weiler, die auf der Prüfliste der Landesregierung gelandet sind, ist die Sorge groß. Doch zumindest in einem Dorf kann jetzt erst einmal aufgeatmet werden. Das wurde bei der jüngsten Sitzung des Schulträgerausschusses der Verbandsgemeinde deutlich.

    Aufatmen in Kirchwald: Die dortige Grundschule soll ab dem Schuljahr 2018/2019 wieder drei Klassen unterrichten können. Damit ist eine Schließung zumindest vorerst abgewendet, hieß es im Schulträgerausschuss der Verbandsgemeinde. Foto: Andreas Walz
    Aufatmen in Kirchwald: Die dortige Grundschule soll ab dem Schuljahr 2018/2019 wieder drei Klassen unterrichten können. Damit ist eine Schließung zumindest vorerst abgewendet, hieß es im Schulträgerausschuss der Verbandsgemeinde.
    Foto: Andreas Walz

    Die Landesregierung hatte im vergangenen Januar ein Prüfverfahren für die kleinen Grundschulen in Rheinland-Pfalz angekündigt, das auch die drei Bildungseinrichtungen in der Vordereifel betrifft. Die Sorge um eine mögliche Schließung hat daraufhin viele Menschen mobilisiert. „Es gab viele Beratungen und mehrere Bürgerversammlungen“, fasste Bürgermeister Alfred Schomisch die vergangenen Monate zusammen. Gespräche seien mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), der zuständigen Behörde, geführt worden.

    Wie Ewald Becker von der Verwaltung nun im Ausschuss erläuterte, war die Verbandsgemeinde aufgefordert worden, bis Ende September Konzepte für die drei auf der Prüfliste stehenden Grundschulen vorzulegen. Ins Visier genommen wurden vor allem Einrichtungen mit weniger als drei Klassen. Die Grundschule in Kirchwald scheint aus der Prüfung herauszufallen, wie Schomisch mitteilte. Der Grund: Ab dem Schuljahr 2018/2019 wird es aller Voraussicht nach wieder gelingen, eine dritte Klasse einzurichten. Deshalb wurde für die Schule in Kirchwald kein Konzept erstellt.

    Für Langenfeld und Weiler waren dagegen Unterlagen einzureichen, führte Becker aus. Dabei ging es darum, die Schülerzahlen und die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten darzustellen. Außerdem sollte dargelegt werden, ob ein besonderer Härtefall vorliegt: Sind bei einer Zusammenlegung unzumutbare Fahrtzeiten zu erwarten? Sind Fusionen wegen fehlender Aufnahmekapazitäten nicht möglich? Hätte die Schließung eines Standortes große Investitionen zur Folge?

    Diese Fragen wurden im Fall von Langenfeld geprüft. Dabei stellte sich heraus, dass eine Verbandelung mit der Schule in Kirchwald zwar theoretisch denkbar ist. Allerdings sind die Räumlichkeiten in Kirchwald nicht so ausgelegt, dass alle Langenfelder Kinder aufgenommen werden könnten. „Für eine mögliche Zusammenlegung von Langenfeld mit Kirchwald fehlt es an den baulichen Voraussetzungen“, sagte Becker. Als nächste Schule käme die Einrichtung in Herresbach in Betracht. Doch mit dem Bus und dessen Haltestellen sei die Strecke nicht in unter 30 Minuten zurückzulegen. Daher gebe es einen besonderen Grund, der gegen die Schließung der Grundschule Langenfeld spricht, resümierte der Verwaltungsmitarbeiter.

    Bei der Grundschule in Weiler wäre eine Fusion mit der Einrichtung in Monreal vorstellbar. Dafür wären die räumlichen Möglichkeiten vorhanden. „Es liegt kein besonderer Grund vor. Dort argumentieren wir aber mit den Schülerzahlen“, erklärte Ewald Becker. Demnach ist auch in Weiler in absehbarer Zukunft zu erwarten, dass wieder eine dritte Klasse eingerichtet werden kann.

    Becker zeigte sich optimistisch, dass die drohende Schließung aller drei Grundschulen abzuwenden ist. „Ich bin guter Dinge, dass sich die ADD unseren Argumenten anschließt“, meinte er. Ähnlich äußerte sich Bürgermeister Schomisch. „Wir haben die Entscheidung nicht in der Hand. Wir hoffen aber auf ein positives Ergebnis“, sagte er. Derzeit ist noch ungewiss, wann mit einer Antwort gerechnet werden kann.

    Thema im Ausschuss war auch die generelle Entwicklung der Schülerzahlen in der Vordereifel. Derzeit gibt es 507 Grundschüler in der Verbandsgemeinde. Das sind 20 Kinder weniger als 2016. Vor zehn Jahren waren es sogar noch 684. Für die kommenden Jahre wird allerdings durchschnittlich mit konstanten bis steigenden Schülerzahlen gerechnet.

    Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

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