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Andernach

Stadtorchester mit Kulturförderpreis ausgezeichnet: Kreis ehrt engagierte Andernacher Musiker

Lieselotte Sauer-Kaulbach

So viel Grund zum Feiern wie das Stadtorchester Andernach hat ein Verein nicht alle Tage. Denn zum 50. Geburtstag gab's noch ein ganz spezielles Geschenk: den mit 3000 Euro dotierten Kulturförderpreis des Kreises Mayen-Koblenz. Bei einer Feierstunde in der Kreisverwaltung überreichte Landrat Alexander Saftig dem Vorsitzenden des Vereins, Volker Montermann, die Auszeichnung.

Landrat Alexander Saftig (4. von rechts) überreichte dem Vorsitzenden des Andernacher Stadtorchesters Volker Montermann (4. von links) im Beisein des Andernacher OB Achim Hütten (3. von links) und Bürgermeister Claus Peitz (3. von rechts) den Kulturförderpreis des Kreises MYK.
Landrat Alexander Saftig (4. von rechts) überreichte dem Vorsitzenden des Andernacher Stadtorchesters Volker Montermann (4. von links) im Beisein des Andernacher OB Achim Hütten (3. von links) und Bürgermeister Claus Peitz (3. von rechts) den Kulturförderpreis des Kreises MYK.
Foto: Kreis MYK

Der Förderpreis steht unter dem Motto „forum artium plaudit“ – die Öffentlichkeit ehrt die Kunst. In seiner Laudatio erklärte Saftig, der Kreis könne und wolle mit dem von der Kreissparkasse Mayen und der Sparkasse Koblenz finanzierten, zum 21. Mal vergebenen Kulturförderpreis nicht als alleiniger „Retter der Kultur“ auftreten. Man wolle aber Menschen, die sich mit Herzblut und als „Überzeugungstäter“ im kulturellen Bereich engagierten, mit diesem Preis würdigen und motivieren.

„Kultur ist wie die Menschen, die sie machen, mal intellektuell, mal bodenständig. Wichtig ist, sich überhaupt erst einmal auf Kultur einzulassen. Man muss den Menschen erst einmal einen Zugang zur Kultur ermöglichen. Was nützt die schönste Kultur, wenn keiner davon etwas mitbekommt?“, meinte Saftig und skizzierte anschließend die 50-jährige Erfolgsgeschichte des Stadtorchesters Andernach.

Das zählte bei seiner von Clemens Bläcker, Rektor der Volksschule St. Stephan, Verkehrsdirektor Mathias Maus und Oberbürgermeister Walter Steffes initiierten Gründung 1968 gerade einmal 13 Musiker, „ausschließlich ältere Männer“. Zum 25-jährigen Bestehen 1993 wurden erstmals auch inaktive Mitglieder und Förderer in den Verein aufgenommen. Heute hat er 159 Mitglieder, 150 Förderer und 109 aktive Musiker: der Jüngste ist sieben, der Älteste 83 Jahre alt. Der Altersdurchschnitt liegt bei 32 Jahren.

Diese stetige Entwicklung, so Saftig, sei ohne engagierte Menschen, die Verantwortung übernehmen, nicht möglich. Ein besonderer „Volltreffer“ war 1993 die Verpflichtung von Bernhard Kleis als Dirigent, der Jugendliche, aber auch ausgebildete Musiker für das Orchester begeistert habe. 1999 wurde, auf Anregung des damaligen Vorsitzenden Bernd Hölzenbein, ein eigenes Nachwuchsorchester ins Leben gerufen. Heute musizieren 32 Kinder und Jugendliche im Vor- und Jugendorchester. „Nachwuchs ist der wertvollste Rohstoff jedes Vereins“, betonte der Landrat.

Regelmäßige Konzerte bilden den Schwerpunkt der musikalischen Arbeit des Stadtorchesters, allen voran die Konzerte zum Tag der Deutschen Einheit, im Frühjahr und in der Adventszeit, die stets Hunderte von Zuhörern in die Mittelrheinhalle locken. „Das Orchester ist ein wichtiger kultureller Träger der Stadt Andernach. Obwohl sämtliche Musiker lediglich als Hobbymusiker in ihrer Freizeit tätig sind, ist das Leistungsniveau enorm hoch“, lobte Saftig.

Volker Montermann bedankte sich im Namen des Stadtorchesters für den Kulturförderpreis. Dieser sei „die Krönung im Jubiläumsjahr“ und nicht nur als Finanzspritze vor allem für die Kinder- und Jugendarbeit herzlich willkommen, sondern als Bestätigung für das Orchester insgesamt, dessen große Stärke darin liege, „sich ständig neu zu erfinden und zu entwickeln“. Natürlich durfte Musik bei der Verleihung nicht fehlen, dargeboten von einem Bläserquartett, das Festliches wie Unterhaltsames präsentierte.

Von unserer Mitarbeiterin Lieselotte Sauer-Kaulbach

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