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    Kruft/Trimbs

    Sogar im Onlineshop beim Discounter: Krufter Firma verkauft Ruinen als Neuware

    Manch einer ist froh, wenn er keine Ruine besitzt, andere stellen sie sich in den Garten. Das Krufter Unternehmen EHL hat mit Ruinen zum selber Zusammenbauen anscheinend eine Marktlücke entdeckt. Ein Discounter, der die beiden Versionen über seine Onlineseite vertreibt und diese vor Kurzem stark beworben hat, hat das Geschäft angekurbelt.

    Vor rund zwei Jahren haben sich Edmund und Petra Müller aus Trimbs eine Ruine in ihrem Garten aufgebaut. Fotografieren lassen wollte sich das Ehepaar darin allerdings nicht.  Foto: Hannah Liesenfeld
    Vor rund zwei Jahren haben sich Edmund und Petra Müller aus Trimbs eine Ruine in ihrem Garten aufgebaut. Fotografieren lassen wollte sich das Ehepaar darin allerdings nicht.
    Foto: Hannah Liesenfeld

    Von Yvonne Stock und Hannah Liesenfeld

     So hat es die Ruine sogar in die Glosse im Wirtschaftsteil der "Zeit" geschafft. "Die Lieferung erfolgt frei Bordsteinkante. Denken Sie also darüber nach, wie Sie die insgesamt viereinhalb Tonnen Beton hinters Haus in den Garten schleppen wollen", schreibt Marcus Rohwetter darin.

    Derzeit verkaufen die Krufter 15 Ruinen pro Monat, teilt Sprecherin Michelle Scholz auf RZ-Anfrage mit. Die Produktion begann bereits im November 2011, nach rund fünf Monaten Entwicklungszeit. Die Kunden sind in den vergangenen Jahren verstärkt auf der Suche nach Gestaltungsideen, erzählt Scholz. "Erlebnisse aus dem Urlaub in fernen Ländern, gerade aus dem mediterranen Raum, werden sich immer mehr in Gärten geholt – ebenso Kindheitserlebnisse wie Spielen in Burgen und Ruinen." Da das Unternehmen bereits einen Baustein in Antikoptik im Angebot hatte, war der Schritt zur Ruine nicht mehr weit. "Diese sollte dann so konzipiert sein, dass sie jeder Laie aufbauen kann", erzählt die Sprecherin. Ein Mitarbeiter baute in seinem Garten die ersten Prototypen auf, ein Statiker prüfte, dass die Ruinen nicht das passiert, was bei historischen Ruinen über kurz oder lang droht: Ein Einsturz.

    Knapp 430 Steine und zwei Eichenbalken türmten sich im Juli 2014 auch im Garten von Edmund und Petra Müller aus Trimbs. Nachdem das Fundament fertig war, verbrachte Edmund Müller eine Woche lang die Abendstunden damit, die Steine aufeinander zu kleben. Einen Stein musste der 50-Jährige allerdings zurechtschneiden, er passte nicht. "Wir wollten ein bisschen von der Wiesenfläche wegkriegen. Ein Gartenhaus wäre auch eine Lösung gewesen", erzählt Petra Müller. "Aber es sollte mal was anderes sein." Eine Verwandte brachte die Eheleute auf die Idee. "Ich hatte vorher noch nie von solchen Ruinen gehört", sagt die 49-Jährige. Eine niedrige vierstellige Summe haben sie investiert.

    "Die Käuferschicht besteht aus allen Altersstrukturen", erzählt EHL-Sprecherin Scholz. Viele seien Fans des Selbermachens – und sind damit wohl prädestiniert, sich mit 430 Steinen sowie Putzgewebe und Kleber für den Zusammenhalt in ihrem Garten nicht überfordert zu fühlen.

    Mayen-Andernach
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