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Bell

Schlaglochpiste bei Bell wird doch nicht saniert: Ausbau auf unbestimmte Zeit verschoben

Für die Beller war es eine gute Nachricht: Nachdem sie sich jahrelang für den Ausbau der Ortsdurchfahrt (L 82) eingesetzt haben, soll die Straße im Herbst tatsächlich saniert werden. Es gibt aber auch eine schlechte Nachricht, wie die Landtagsabgeordnete Hedi Thelen (CDU) nun auf eine Kleine Anfrage an die Landesregierung erfahren hat.

Zwischen der Ortsausfahrt von Bell und der Autobahnanschlussstelle Wehr sollte die L 82 eigentlich saniert werden. Aber jetzt stellt sich heraus: Das Vorhaben wird auf unbestimmte Zeit verschoben.
Zwischen der Ortsausfahrt von Bell und der Autobahnanschlussstelle Wehr sollte die L 82 eigentlich saniert werden. Aber jetzt stellt sich heraus: Das Vorhaben wird auf unbestimmte Zeit verschoben.
Foto: Andreas Walz

Thelen hatte Fakten über die Instandsetzung der L 82 von Bell bis zur Anschlussstelle Wehr der A 61 eingefordert. Dieser Ausbau, der bereits im Landesstraßenbauprogramm 2017/2018 eingeplant war und im vergangenen Jahr beginnen sollte, kommt in einer Aufstellung der aktuellen Vorhaben des Landesbetriebs Mobilität (LBM) nicht mehr vor. Nach Aussage von Verkehrsminister Volker Wissing wurde der Ausbau auf unbestimmte Zeit verschoben. Das berichtet Hedi Thelen nun in einer Pressemitteilung. Diese Entscheidung sei „sehr bedauerlich“, schreibt Thelen.

Begründet werde die Verschiebung damit, dass der erforderliche Grunderwerb noch nicht getätigt werden konnte, teilt Thelen weiter mit. Zudem lägen Bauerlaubnisse von Eigentümern noch nicht vor. Im Schreiben des Verkehrsministers heiße es: „Eine belastbare Aussage, wann der Grunderwerb abgeschlossen werden kann und wann das Baurecht erreicht wird, ist gegenwärtig nicht möglich.“

Für Thelen stellt sich nun die Frage, ob der Landesbetrieb Mobilität davon überrascht wurde. Eigentlich seien der nötige Grunderwerb und das Baurecht immer zwingende Voraussetzung für eine Baumaßnahme, stellt Thelen fest. „In der Nachbetrachtung wirkt die Planung des Baubeginns in 2017 als völlig unrealistisch und für Außenstehende nicht nachvollziehbar“, heißt es in der Pressemitteilung der Landtagsabgeordneten.

Darüber hinaus kritisiert Thelen die Sanierung der Ortsdurchfahrt Bell als unzureichend, da „nur eine Deckensanierung durchgeführt werden“ soll. Thelen teile die Bedenken der Anwohner, heißt es in der Pressemitteilung.

Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Bernd Merkler und Jörg Lempertz, dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, hat sich Thelen kürzlich ein Bild vom Zustand der L 82 gemacht. „Es ist schwer zu glauben, dass eine Erneuerung der obersten Asphaltschicht ausreichen soll, um die vorhandenen Schäden nachhaltig zu beseitigen. Dass der Unterbau nicht beschädigt sein soll, kann ich bei den von zahlreichen Lkw verursachten tiefen, aufgerissenen und löchrigen Spurrillen nicht glauben“, sagt Thelen. Die Landtagsabgeordnete befürchtet, dass eine Deckensanierung nicht ausreichen, dass aus Kostengründen aber die preiswertere oberflächliche Reparatur einer nötigen nachhaltigen Grundsanierung vorgezogen werde.

hrö

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