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Mendig

"Rock am Ring" in Mendig: Veranstalter soll beim Naturschutz nachbessern

Die Obere Naturschutzbehörde des Landes fordert von den Veranstaltern des Festivals Rock am Ring in Mendig Nachbesserungen in Sachen Artenschutz. „Die vorgesehenen Kompensationsflächen sind weder vom Umfang noch von der Eignung her ausreichend“, schreibt die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD) in einer Mitteilung.

"Rock am Ring" muss beim Thema Naturschutz nachlegen, sagt die Obere Naturschutzbehörde des Landes. Foto: dpa
"Rock am Ring" muss beim Thema Naturschutz nachlegen, sagt die Obere Naturschutzbehörde des Landes.
Foto: dpa

Das Festival, das die Lieberberg Konzertagentur auf dem ehemaligen Militärflughafen veranstaltet, soll vom 5. bis 7. Juni 2015 stattfinden. Die SGD weist darauf hin, dass dies die Brut- und Aufzuchtzeit der dort beheimateten Feldlerche ist. Auch weitere geschützte Insekten- und Eidechsenarten hätten auf dem Areal des Flugplatzes ihren Lebensraum. Die SGD hat dem Veranstalter bis Ende Januar Zeit gegeben, seinen Antrag nachzubessern. Dann soll die abschließende Entscheidung fallen.

Jörg Lempertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, hält die Mitteilung der SGD nicht für problematisch. „Es geht um den notwendigen Umfang der Ausgleichsmaßnahmen“, erläutert Lempertz. In diesem Punkt gebe es unterschiedliche Berechnungsweisen – und somit auch verschiedene Auffassungen, wie groß die erforderliche Fläche sein muss. „Das hat der Veranstalter jetzt zu analysieren, um im Dialog mit der SGD das weitere Verfahren zu beschreiten.“ Fest steht laut Lempertz jedenfalls, dass es in Mendig genügend Möglichkeiten gibt, um auch größere Ausgleichsflächen anzulegen.


Als „normalen Teil des Abstimmungsprozesses“ wertet auch Festivalveranstalter Marek Lieberberg den Einwand der SGD Nord. Mit dem Anfang Dezember gestellten Antrag für eine Ausnahmegenehmigung hat Veranstalter seine Erstplanung vorgelegt, wie er sagt. „Jetzt sind wir gebeten worden, unsere Pläne nachzubessern. Das tun wir natürlich und werden in aller Vernunft konstruktive und kreative Alternativen ausarbeiten.“ Laut Lieberberg ist es das erklärte Ziel, Rock am Ring in Mendig umweltverträglich über die Bühne zu bringen.

ame/ank/hrö

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