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Mendig

Renate Plitzko ist stellvertretende Schiedsfrau in Mendig

Erstmals gibt es in der Geschichte der Verbandsgemeinde Mendig eine Schiedsfrau. Renate Plitzko wurde jetzt von Bernd Schmickler, dem Leiter des Amtsgerichts Mayen, in das Amt der stellvertretenden Schiedsfrau für den Bezirk Mendig eingeführt.

Der Direktor des Amtsgerichts Mayen, Bernd Schmickler, Joachim Plitzko, Schiedsmann Hans Jürgen Gross und Edeltraud Heyl (BDS Bezirksvereinigung Koblenz und stellvertretende Landesvorsitzende Rheinland-Pfalz) sowie Verbandsgemeindebürgermeister Jörg Lempertz stellten sich gern mit Renate Plitzko für ein gemeinsames Foto auf. Vor der Ernennung zur Ehrenbeamtin hatte Bernd Schmickler die stellvertretende Schiedsfrau über ihre Rechte und Pflichten aufgeklärt und vereidigt.
Der Direktor des Amtsgerichts Mayen, Bernd Schmickler, Joachim Plitzko, Schiedsmann Hans Jürgen Gross und Edeltraud Heyl (BDS Bezirksvereinigung Koblenz und stellvertretende Landesvorsitzende Rheinland-Pfalz) sowie Verbandsgemeindebürgermeister Jörg Lempertz stellten sich gern mit Renate Plitzko für ein gemeinsames Foto auf. Vor der Ernennung zur Ehrenbeamtin hatte Bernd Schmickler die stellvertretende Schiedsfrau über ihre Rechte und Pflichten aufgeklärt und vereidigt.
Foto: Elvira Bell

Der Verbandsgemeinderat hatte die 55-jährige verheiratete Mendigerin am 26. Juni für die noch verbleibende Wahlperiode bis 2015 gewählt. Die Entscheidung hat eine Vorgeschichte. Ursprünglich hatte die CDU Franz-Josef Geilen für das Amt vorgeschlagen. Allerdings gerieten die Ratsfraktionen beim ersten Versuch, das Ehrenamt zu besetzen, in Streit. Da die Namen der Nominierten nicht in der Sitzungsvorlage genannt wurden, machte die SPD-Fraktion die Informationspolitik der Verbandsgemeindeverwaltung zum Thema. Nach einer teils hitzigen Diskussion wurde die Entscheidung über den stellvertretenden Schiedsmann tatsächlich einstimmig verschoben. Daraufhin zog Geilen seine Bereitschaft, das Amt zu übernehmen, wieder zurück, und die CDU schlug in der folgenden Ratssitzung Renate Plitzko vor (die RZ berichtete).

Als Stellvertreterin von Schiedsmann Hans-Jürgen Gross ist es nun Plitzkos Aufgabe, zu schlichten, zu vermitteln und zu versöhnen. Sowohl Amtsgerichtsdirektor Schmickler als auch VG-Bürgermeister Jörg Lempertz brachten ihre Freude zum Ausdruck, dass sich Renate Plitzko zur Übernahme dieses Ehrenamtes, das immer mehr an Bedeutung gewinnt und viel Fingerspitzengefühl erfordert, bereit erklärt hat. Dass Plitzko, die im vergangenen Jahr in den Vorruhestand getreten ist, für diese Aufgabe geradezu prädestiniert sei, brachte der VG-Chef zum Ausdruck. "Renate Plitzko ist vielen Menschen ein Begriff, sie ist sehr diplomatisch. Ihre große Menschlichkeit und ihr ehrenamtliches Engagement zeichnen sie aus. Zudem verfügt Renate Plitzko über die notwendige Intelligenz, um auch schwierige Situationen einvernehmlich lösen zu können."

Bei der Ausübung ihres neuen Ehrenamtes kommen Plitzko ihr vermittelndes Wesen und ihre Berufserfahrung als Personalreferentin zugute. Dabei waren von der Diplom-Verwaltungswirtin gute Menschenkenntnis und Verhandlungsgeschick gefordert. "In der Personalarbeit konnte ich viele Erfahrungen sammeln, die mir auch bei der Wahrnehmung der Schiedsaufgabe sicherlich sehr nützlich sind", sagte Plitzko. "Ich habe gelernt, dass man auf Dauer nur tragfähige Lösungen erreicht, wenn beide Seiten gleichermaßen gewürdigt werden." Schiedsmann Hans-Jürgen Gross, der zur Ernennung gratulierte, möchte seine Stellvertreterin in die derzeit drei aktuellen Fälle jetzt schon einbeziehen.

Elvira Bell

Schiedsleute sind ein wichtiger Teil der Gesellschaft

Damit nicht jeder Streit in einem Gerichtssaal ausgetragen werden muss, gibt es für zivilrechtliche Streitigkeiten Schiedsleute. In der Verbandsgemeinde Mendig üben Hans-Jürgen Gross und Renate Plitzko das Amt des Schiedsmanns beziehungsweise der stellvertretenden Schiedsfrau als Ehrenbeamte aus. Schiedsleute sind ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Die Institution der Schiedsleute gibt es im Übrigen bereits seit 1827.

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