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    Regionale Entwicklung: Mayen möchte am Mittelrhein mitmischen

    Gemeinsam sind wir stark – mit diesem Satz lässt sich das Ansinnen der Initiative „Region Koblenz-Mittelrhein“ zusammenfassen. In der Initiative bringen sich Kommunen und Unternehmen aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Koblenz ein. Ihr Ziel ist es, die Region rund um Koblenz zu stärken und als sogenannte Perspektivregion zu etablieren. Daran will sich nun auch die Stadt Mayen beteiligen. Doch die Entscheidung, der Initiative beizutreten, war im Stadtrat umstritten.

    Die Region rund um Koblenz – und damit auch den Standort Mayen – im Wettbewerb mit anderen Regionen stärken, das möchte die Initiative „Region Koblenz-Mittelrhein“. Die Stadt Mayen will sich diesem Bündnis anschließen. Foto: Archiv/Hilko Röttgers
    Die Region rund um Koblenz – und damit auch den Standort Mayen – im Wettbewerb mit anderen Regionen stärken, das möchte die Initiative „Region Koblenz-Mittelrhein“. Die Stadt Mayen will sich diesem Bündnis anschließen.
    Foto: Archiv/Hilko Röttgers

    „Wir lehnen einen Beitritt ab“, erklärte Helmut Sondermann (SPD) während der jüngsten Stadtratssitzung für seine Fraktion. „Wir sehen keinen Sinn darin.“ Sondermann beurteilte die bisherige Arbeit der Initiative kritisch. Zwar stecke sich die Initiative „hehre Ziele“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende. „Ich frage mich aber: Was machen die sonst?“ Sondermann vermisste eine klare Darstellung der Vorteile eines Beitritts für die Stadt Mayen. Zudem argumentierte er mit dem Bewusstsein der Bürger in und um Mayen, die sich seiner Ansicht nach der Region Koblenz-Mittelrhein nicht zugehörig fühlten.

    Auf die regionale Zugehörigkeit ging auch Ekkehard Raab (FDP) ein. Er erinnerte daran, dass sich die Stadt Mayen beim Tourismus bewusst gegen eine Orientierung in Richtung Rhein und für eine Orientierung in Richtung Eifel entschieden habe. Ebenso wie Sondermann sah auch Raab die Arbeit der Initiative kritisch: „Ich habe bis zur heutigen Sitzungsvorlage noch nie von denen gehört“, sagte er.

    Während SPD und FDP gegen den Beitritt stimmten, sprachen sich die anderen Ratsfraktionen für eine Mitarbeit in der Initiative „Region Koblenz-Mittelrhein“ aus. Dafür warb auch Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis. „Von Koblenz aus wird die Hand zur Zusammenarbeit gereicht“, sagte er und verwies in diesem Zusammenhang auf Kooperationen auf kulturellem Sektor. „Es lohnt sich, diese Anstrengungen zu bündeln.“

    Darauf wies auch Hans-Georg Schönberg (FWM) hin: „Wir müssen Netzwerke und Synergien schaffen.“ Mayen dürfe die Verbindung zur Rhein-Region nicht verlieren. „Wir müssen unbedingt den Kontakt suchen, auch um an Informationen zu kommen“, sagte Schönberg, der zudem auf die finanzielle Situation der hoch verschuldeten Stadt Mayen hinwies: „Das zwingt uns dazu, neue Lösungsansätzen zu suchen. Wir müssen viel mehr tun.“

    Dass Mayen es selbst in der Hand habe, welchen Nutzen die Stadt aus einem Beitritt zu der Initiative zieht, das hob Bernhard Mauel (CDU) hervor. „Es liegt an uns selbst, was wir aus einer Beteiligung machen“, betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende. Mayen müsse etwas tun und selbst einen Beitrag leisten, um die Region Koblenz im Vergleich mit den angrenzenden Metropolregionen Rhein-Ruhr und Rhein-Main zu positionieren. „Ich habe Verständnis dafür, dass man das skeptisch sieht“, sagte Mauel. Aber wenn Mayen bei der Initiative nicht mitmache, „wird alles, was da passiert, an uns vorbeilaufen“.

    Letztlich votierte eine klare Mehrheit gegen die Stimmen von SPD und FDP für einen Beitritt. Das hat auch finanzielle Auswirkungen. Der jährliche Mitgliedsbeitrag der Initiative liegt bei 500 Euro.

    Weitere Informationen über die Initiative gibt es im Internet unter www.region-mittelrhein.de

    Von unserem Redakteur Hilko Röttgers

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