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    Rat Ochtendung nimmt Nahversorgungskonzept der VG Maifeld auseinander

    Deutliche Worte im Gemeinderat Ochtendung: Dem von der Verbandsgemeindeverwaltung Maifeld beauftragten "Konzept zur Sicherung und Entwicklung der Nahversorgung" für die Verbandsgemeinde Maifeld verweigerten die Ratsmitglieder ihre Zustimmung.

    Das CDU-Ratsmitglied Frank Hastenteufel sieht in Hauptstraße und Koblenzer Straße, vom Raiffeisenplatz bis zur VR-Bank, einen wichtigen Einzelhandelsstandort und verlangt dessen Darstellung im Nahversorgungskonzept der Verbandsgemeinde Maifeld.
    Das CDU-Ratsmitglied Frank Hastenteufel sieht in Hauptstraße und Koblenzer Straße, vom Raiffeisenplatz bis zur VR-Bank, einen wichtigen Einzelhandelsstandort und verlangt dessen Darstellung im Nahversorgungskonzept der Verbandsgemeinde Maifeld.
    Foto: Heinz Israel

    Von unserem Mitarbeiter Heinz Israel

    Fraktionsübergreifend nahmen die Wortführer das Papier regelrecht auseinander. Neben handwerklichen Fehlern warfen sie dem Verfasser vor, durch die textlichen Formulierungen Ochtendung in seiner Entwicklung zu benachteiligen.

    Dieter Puschke (SPD) erwartete vom Verfasser, die Gegenüberstellung des "Nahversorgungsrelevanten Einzelhandels in der VG Maifeld" um eine weitere Spalte zu ergänzen und die Verkaufsfläche der Gemeinden Polch, Münstermaifeld und Ochtendung im Verhältnis zur Einwohnerzahl auszuweisen. Dann werde nämlich deutlich, wie schlecht Ochtendung in der Vergangenheit behandelt worden sei. Sehr verärgert zeigte sich Puschke über die in dem Papier getroffene Feststellung, in Ochtendung gebe es im mittel- und langfristigen Bedarfsbereich (Optiker, ein Bekleidungsgeschäft und ein Fachgeschäft für Gartenelektrogeräte) nur ein sehr begrenztes Angebot, und dies entspreche im Wesentlichen der Versorgungsbedeutung. Er kommentierte diese Wertung so: "Wir haben halt nicht mehr verdient."

    Isolierte Stellung auf dem Maifeld

    In der Rubrik "Verkehrliche Erreichbarkeit" bescheinigt der Verfasser des Konzepts Ochtendung im Vergleich zu Polch und Münstermaifeld eine eher isoliertere Stellung innerhalb der gesamten Verbandsgemeinde. Dies spiegele sich auch in der Nachfragesituation des Einzelhandels wider.

    Frank Hastenteufel (CDU) kritisierte, dass der deutlich erweiterte Einzugsbereich des Einzelhandelsstandorts Langenbergstraße nicht deklariert werde. Tagtäglich wird dieser von Kunden aus den Nachbargemeinden Saffig, Bassenheim, Lonnig und Kobern genutzt. Darüber hinaus vermisst Reinhard Theisen (CDU) bei der Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereichs Langenbergstraße, dass die westlich gelegene Straßenseite einbezogen wird. Hastenteufel warf ein, dass in dem Entwurf für Ochtendung ausschließlich als zentraler Versorgungsbereich der vorhandene Standort Langenbergstraße ausgewiesen wird, nicht jedoch der Ortskern. Er verlangte, dass der Einzelhandel auch bei einem geringen Besatz im Ort erhalten bleibt. "Was im Innern ist, ist zu sichern", sagte Hastenteufel und wertete die Hauptstraße vom Raiffeisenplatz bis hin zur VR-Bank durchaus als einen wichtigen Standort. Günter Pinetzki (SPD) sah in der Vorlage eine grundsätzliche Hürde: Einem Vollsortimenter, der nach Ochtendung wolle, müsse man sagen, es geht nicht.

    Bei Drogeriewaren unterversorgt

    Theisen warf außerdem ein, dass es hinsichtlich der Drogerieartikel mit 61 Prozent Zentralität eine Unterversorgung gebe. Das sieht auch die Ortsbürgermeisterin Rita Hirsch so, die sich nach ihren Worten ständig darum bemüht, einen Drogeriemarkt nach Ochtendung zu holen. Hans-Peter Juchem (FWG) argumentierte, es werde in der Vorlage so getan, als wenn sich Ochtendung komplett selbst versorgen könne.

    Helmut Führ, Büroleiter der Verbandsgemeindeverwaltung, versuchte zu beruhigen. Nach den Ergänzungen werden die Räte erneut beteiligt, sagte er. Allerdings warf Führ ein, dass Ochtendung in den vergangenen Jahren in seinem Ortskern wenig unternommen habe. "Sie haben sich auf Gewerbe und Wohnbaugebiete konzentriert", sagte er. Die Hälfte von Ochtendung sei erst in den vergangenen 25 Jahren entwickelt worden. Die Stärkung der Ortsmitte solle nicht über die Stärkung des Einzelhandels, sondern über gestalterische Entwicklungen erfolgen. Torsten Welling, Fraktionssprecher der CDU, fasste die geäußerte Kritik zusammen: "Auf dem Maifeld sind in den vergangenen Jahren planerische Fehler gemacht worden. Wir wollen den Status quo aber nicht erhalten, sehen für Ochtendung Potenzial und verlangen auch eine entsprechende Zielsetzung."

    Der Rat verweigerte dem Papier seine Zustimmung. Der Verfasser wurde aufgefordert, die Korrekturen zu Papier zu bringen. Andernfalls drohe dem Entwurf im Verbandsgemeinderat ein Desaster.

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