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    Kreis MYK/Plaidt

    Pellenz will Freisportanlage verschenken

    Die Freisportanlage an der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Plaidt soll in das Eigentum des Landkreises übergehen. Die Verbandsgemeinde Pellenz wird ihm diese sozusagen schenken.

    In die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig ist die Freisportanlage an der IGS Pellenz in Plaidt. Nun soll sie in das Eigentum des Landkreises übergehen, der auch Träger der IGS ist. Nach ihrer Sanierung soll die Anlage für den Schul- und für den Breitensport genutzt werden.
    In die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig ist die Freisportanlage an der IGS Pellenz in Plaidt. Nun soll sie in das Eigentum des Landkreises übergehen, der auch Träger der IGS ist. Nach ihrer Sanierung soll die Anlage für den Schul- und für den Breitensport genutzt werden.
    Foto: Andreas Walz

    Von unserem Redakteur Albrecht Kahl

    Der Landkreis wird dann 96 000 Euro in die Sanierung der Anlage investieren. Die VG Pellenz wird dazu ebenfalls einen Kostenbeitrag leisten. Dies sieht der Entwurf einer Zweckvereinbarung zwischen Kreis und VG vor, der der Kreistag nun mit großer Mehrheit zugestimmt hat. Das Votum des VG-Rates Pellenz steht noch aus. Er wird darüber in seiner Sitzung am 27. März entscheiden.

    Braucht die IGS Pellenz eine eigene Freisportanlage? Wird die Aufsichtsbehörde ADD der Zweckvereinbarung überhaupt zustimmen? Darüber gingen die Meinungen im Kreistag auseinander. Klar für die Freisportanlage plädierten Landrat, CDU und SPD. Vor allem die FWG äußerte Bedenken, wollte das Thema gar von der Tagesordnung nehmen, wofür sie aber keine Mehrheit erhielt.

    Nach Ansicht der ADD reichen die Sporthalle und die Kleinspielfelder an der IGS in Plaidt für den Schulsport aus. Landrat Alexander Saftig ist da anderer Ansicht. "Wir meinen, wir brauchen auch die Freisportanlage, und die Schulleitung sieht das auch so." Die Schüler könnten dort Sportarten ausüben, die auf einem Kleinspielfeld nicht möglich seien. "Wir wissen doch alle, dass sich Kinder zu wenig bewegen."

    Daran knüpfte Fred Pretz (SPD) an. Pretz, der auch Präsident des Sportbundes Rheinland ist, verwies darauf, dass schon heute jedes vierte Kind zu dick sei. Motorische Defizite seien keine Seltenheit: "Bei Laufwettbewerben gewinnt nicht das Kind, das am schnellsten ist, sondern das Kind, das in seiner Bahn bleibt." Man solle jede Chance nutzen, den Sport zu unterstützen. Als praxisfern bezeichnete Georg Moesta (CDU) den Vorschlag der ADD, die Plaidter Schule könne doch das Stadion in Ochtendung nutzen. "Das ist doch nicht vermittelbar." Moesta sprach von einer Win-win-Situation: Tagsüber könne die Freisportanlage für den Schulsport und abends für den Breitensport genutzt werden. Es gehe ja nicht um den Neubau einer Sportanlage, sondern darum, eine bestehende herzurichten. Wenn dies nicht geschehe, verkomme diese Sportstätte zu einer Investitionsruine.

    "Für uns ist nicht erkennbar, wie die Sportnutzung gewährleistet sein soll, wie soll diese aussehen?", entgegnete Bruno Seibeld (FWG). Die ADD sehe keinen Bedarf für die Anlage und es sei völlig offen, ob sie der Vereinbarung zwischen Landkreis und VG Pellenz zustimmen werde. Unter dieser Voraussetzung sehe sich die FWG nicht in der Lage, dieser Vereinbarung zuzustimmen. Auch Ekkehard Raab (FDP) meldete Bedenken an. Angesichts der Finanzlage des Landkreises habe die ADD diesem ins Stammbuch geschrieben, jede Investition müsse auf ihre Unabweisbarkeit überprüft werden. Raab sieht keine zwingende Notwendigkeit für die Zweckvereinbarung.

    Bei neun Enthaltungen billigte der Kreistag mit großer Mehrheit die Vereinbarung zwischen Landkreis und VG.

    Land lehnt Kostenbeitrag zur Sanierung ab

    Schon vor fast fünf Jahren bemühte sich die Verbandsgemeinde Pellenz, die zu diesem Zeitpunkt noch Schulträger der Realschule plus Pellenz in Plaidt war, um einen Landeszuschuss für den Umbau der Freisportanlage an der dortigen Schule. Im August 2010 zog die neu gegründete Integrierte Gesamtschule (IGS) in die Gebäude der bisherigen Realschule plus. Träger der IGS Pellenz ist der Landkreis Mayen-Koblenz. Das Land beziehungsweise die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) lehnte ein Jahr später den beantragten Zuschuss für die Herrichtung der Freisportanlage ab. Begründung: Es bestehe kein schulischer Bedarf an einer solchen Anlage mit Großspielfeld sowie den Leichtathletikanlagen.

    Landkreis und VG sehen dies anders: Die Freisportanlage liege direkt neben dem Schulgebäude und stelle eine hervorragende Ergänzung für den Schulsport dar. Daher sei es sinnvoll, die schulische Nutzung auf der Freisportanlage zuzulassen, so ihre Argumentation.

    Beide haben sich nun darauf verständigt, dass die Freisportanlage für circa 96 000 Euro saniert wird. 60 Prozent der Kosten übernimmt der Landkreis, 40 Prozent die VG. Die Unterhaltung und Pflege der Anlage obliegen der VG. Die Kosten dafür wollen sich Landkreis und VG im Verhältnis 60:40 teilen. atk

    Sportanlage der IGS Pellenz ist fertig saniert Sanierung der Sportanlage an der IGS Pellenz in Plaidt wird teurer
    Mayen-Andernach
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