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Mayen

Nachwuchs sorgt für Perspektive: Mayener Jugendwehr wird 25

Wer vor gut 30 Jahren als 15-Jähriger in Feuerwehrmontur auf eine Drehleiter steigen oder einen Brand bekämpfen wollte, war im Pech: Die Idee, sich selbst den Nachwuchs für die Feuerwehr heranzuziehen, hatte sich damals vielerorts noch nicht durchgesetzt. Erst 1986 schlug die Geburtsstunde der Jugendfeuerwehr Mayen – sie feiert jetzt ihr 25-jähriges Bestehen mit einem großen „Spiel-ohne-Grenzen“-Wettstreit.

Mayen – Wer vor gut 30 Jahren als 15-Jähriger in Feuerwehrmontur auf eine Drehleiter steigen oder einen Brand bekämpfen wollte, war im Pech: Die Idee, sich selbst den Nachwuchs für die Feuerwehr heranzuziehen, hatte sich damals vielerorts noch nicht durchgesetzt. Erst 1986 schlug die Geburtsstunde der Jugendfeuerwehr Mayen – sie feiert jetzt ihr 25-jähriges Bestehen mit einem großen „Spiel-ohne-Grenzen“-Wettstreit.


„Die Jugendlichen, überwiegend Söhne von aktiven Kameraden, kamen damals auf mich zu“, rekapituliert Ferd Faber, wieso die Jugendwehr aus der Taufe gehoben wurde. „Eine sehr sinnvolle Sache, denn dadurch bekommen wir 98 Prozent der Aktiven“, sagt der langjährige Wehrführer, seit 1984 im Amt. Als Günther Scheuls als erster Jugendfeuerwehrwart antrat, waren Mädels noch nicht in Sicht. Sie stießen, zunächst zu zweit, im Herbst 1993 hinzu. Übrigens: Es wird kein Unterschied zwischen den Geschlechtern gemacht, „alle müssen dasselbe tun“, sagt Jugendfeuerwehrwart Stefan Stein. Er wird im Betreuerteam von Daniela Stern, Wolfgang Saur und Dirk Wilhelmi unterstützt.
Zehn junge Leute im Alter von 10 bis 18 Jahren zählt die Jugendabteilung der Kernstadtwehr heute. Sie absolviert ein anspruchsvolles Monatsprogramm. Alle zwei Wochen üben die Nachwuchsfeuerwehrleute jeweils zwei Stunden lang in der Gruppe. „So sind sie gewappnet für die aktive Wehr“, sagt Ferd Faber. Wenn's Wetter mitspielt, dürfen die Jungs und Mädels an den Feuerlöschteichen im Eiterbachtal oder an der Nette Einsatz zeigen. Zu Jubiläen oder als Parkplatzeinweiser dürfen die Teenager ebenfalls ran. Ein Glanzlicht: das DFB-Pokalspiel zwischen TuS Mayen und dem VfB Stuttgart vor sechs Jahren. Mit allen Gerätschaften außer dem Atemschutz werden die Jugendlichen vertraut gemacht. Der Einsatz im Ernstfall ist möglich, Verkehrsunfälle jedoch sind tabu.
Gemeinschaft ist Trumpf: Getreu diesem Motto verbringen die Jugendlichen auch einen Teil der übrigen Freizeit miteinander. Jährlich geht es in ein Zeltlager, Grillabende stehen ebenso auf dem Programm wie gesellige Treffen mit den Eltern. Die Motivation für so viel Arbeit liegt auf der Hand. „Das ist unser Nachwuchs, und die Arbeit mit ihm ist uns sehr wichtig“, betont Stefan Stein.
Das Festprogramm: Am Samstag, 23. Juli, treffen sich 15 Jugendwehren von 8.30 Uhr an auf dem Schützenplatz. Sie messen ihre Kräfte in 16 Disziplinen, eine darunter: das Saugringkuppeln auf Zeit. Die gut 200 Jungfloriansjünger verteilen sich auf zwei Waldstrecken zwischen Eiterbachtal, Hammesmühle und dem Freizeitzentrum. Deswegen werden an diesem Tag Waldbesucher von der Wehr gebeten, Rücksicht zu nehmen. Und die Initiatoren in Mayen hoffen, dass sich Bürger jenseits der Uniformträger für ihre Arbeit interessieren – deswegen sind diese ausdrücklich gerne gesehen. Vielleicht findet sich der eine oder andere Freiwillige, der Spaß am Feuerwehrwesen verspürt. Noch weitere fünf junge Leute könnte die Mayener Wehr verkraften. Liebend gern, denn aus dem Nachwuchs entsprießt die Wehr der nächsten 25 Jahre.

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