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    Münstermaifelder Kirche in grünes Licht getaucht: Illumination soll ein Zeichen setzen

    „Pfarrei der Zukunft – Wir wünschen uns grünes Licht für unsere Kirche“: Mit diesem Slogan hatte die Initiative „Pro-Münstermaifeld“ (Pro-MM) dazu eingeladen, sich die ehemalige Stiftskirche St. Martinus/St. Severus in einem besonderen Farbglanz anzuschauen. Der Lichtkünstler Peter Baur aus Polch hatte den Maifelddom in Szene gesetzt. Eine recht große Zahl von Interessierten, viele von ihnen mit Fotoapparaten und Handys ausgestattet, ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Sie standen auf dem Münster- und Petersplatz und diskutierten dabei das Ziel der Illumination.

    Mit grünem Licht illuminierte Peter Baur auf Initiative von Pro-MM die Münstermaifelder Kirche. Die Aktion soll jedoch nicht nur die Schönheit des Gotteshauses unterstreichen, sondern auch Kritik an der Bistumsreform ausdrücken. Foto: Heinz Israel
    Mit grünem Licht illuminierte Peter Baur auf Initiative von Pro-MM die Münstermaifelder Kirche. Die Aktion soll jedoch nicht nur die Schönheit des Gotteshauses unterstreichen, sondern auch Kritik an der Bistumsreform ausdrücken.
    Foto: Heinz Israel

    Pro-MM wollte mit dem Aktionstag nicht nur die Schönheit des Gotteshauses unterstreichen, sondern den Pfarrgemeinderat von Münstermaifeld unterstützen, der sich dafür ausgesprochen hat, dass dem Standort auch weiterhin eine zentrale Rolle in der Seelsorge zukommen soll. Nach den Plänen des Bistums wird das bisherige Dekanat Maifeld-Untermosel, mit Ausnahme der Hunsrück-Pfarrei Macken, künftig von Ochtendung als Sitz der Groß-Pfarrei gelenkt.

    Konrad Einig, Sprecher von Pro-MM, äußert sich besorgt über die eingeleitete Bistumsreform und die Folgen für Münstermaifeld: „Die Bürger haben noch nicht richtig wahrgenommen, dass ihnen ein weiterer Verlust bevorsteht“, meint er. Die Stadt erlebe eine Erosion. Bereits 1970 verlor Münstermaifeld die Amtsverwaltung, 1974 das Amtsgericht. Auch das Gewerbe entwickelte sich rückläufig. Im August dieses Jahres habe man das Notariat – trotz Initiative von Bürgermeister Maximilian Mumm und Stadtbürgermeisterin Claudia Schneider – verloren. Es wäre schade, wenn Münstermaifeld in der neuen Pfarrei der Zukunft keine wahrnehmbare Rolle mehr spielen würde, so Pro MM.

    Die Bedeutung Münstermaifelds in der Geschichte unterstrich Stadtführer Walter Meurer. Er erwähnt die Rolle als kurtrierische Oberamtsstadt und die Fertigstellung der Kirche um 1325 mit ihrer besonderen Rolle als Kirchensitz für 60 Orte in der Umgebung. Dem für den Standort Ochtendung angeführten Vorteil verfügbarer Räume im Gemeindezentrum hält Meurer entgegen, dass im Obergeschoss des Rathauses ein Steuerberaterbüro auszieht und auch im bisherigen Notariat am Münsterplatz große Räume frei geworden sind.

    Konrad Einig kritisiert die vom Bistum eingeleitete Zentralisierung. „Kirche muss dezentral sein“, so Einig. Es gebe viele Menschen mit seelischen Belastungen. Seelsorge könne nur vor Ort geleistet werden.

    Diese Befürchtungen hegt auch Helmut Rick aus Gierschnach, Schriftführer im Pfarrgemeinderat Münstermaifeld: „Wir sehen Risiken in der neuen Struktur, nämlich dass die Menschen noch weniger erreicht werden, wenn die Pfarrer noch weiter weg sitzen.“ In der nächsten Phase werde es noch schwieriger, das Leben vor Ort aufrechtzuerhalten. Was den Sitz der künftigen Pfarrei betreffe, so liege Ochtendung alles andere als zentral. Bezüge zum Maifeld und zur Mosel seien so nicht gegeben. Münstermaifeld habe dagegen schon historische Verbindungen zur Mosel und in die Eifel. „Da gibt es eine über 1000-jährige Tradition“, erklärt Helmut Rick.

    Die Fotografen sind aufgerufen, ihre Fotos von der illuminierten Kirche beim Adventsmarkt in der Ausstellung der Pro-MM zu zeigen.

    Von unserem Mitarbeiter Heinz Israel

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