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Ettringen

Mülhausen erhält Verdienstmedaille: Für Hochsimmerturm und Lay in Ettringen gekämpft

Große Ehre für einen Ettringer: Udo Mülhausen erhält heute im Gemeindehaus die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Auszeichnung im Namen von Bundespräsident Joachim Gauck soll David Langner, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie am Abend vornehmen.

Auf den Hochsimmerturm, das Wahrzeichen von Ettringen, ist Udo Mülhausen stolz. Beharrlich hat er sich für dessen Erhalt eingesetzt. Der Kommunalpolitiker soll am heutigen Freitag im Beisein seiner Familie und Weggefährten mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens ausgezeichnet werden. Dabei handelt es sich um die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Engagement im Bereich des Gemeinwohls ausspricht.  Foto: Elvira Bell
Auf den Hochsimmerturm, das Wahrzeichen von Ettringen, ist Udo Mülhausen stolz. Beharrlich hat er sich für dessen Erhalt eingesetzt. Der Kommunalpolitiker soll am heutigen Freitag im Beisein seiner Familie und Weggefährten mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens ausgezeichnet werden. Dabei handelt es sich um die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Engagement im Bereich des Gemeinwohls ausspricht.
Foto: Elvira Bell

Von unserer Mitarbeiterin Elvira Bell

Nicht nur um die Gesellschaft hat sich Sozialdemokrat verdient gemacht. Auch die Verdienste Mühlhausens für die Ortsgemeinde werden damit gewürdigt.

Besonders liegt ihm ein Wahrzeichen seines Heimatortes am Herzen. "Der Hochsimmerturm ist mein persönlicher Leuchtturm", sage der 77-Jährige. Nach dem schweren Erdbeben im April 1992 war der aus Basaltbruchsteinen errichtete Aussichtsturm so stark beschädigt, dass dieser einzustürzen drohte und für die Öffentlichkeit gesperrt werden musste. Weder dem Eigentümer, dem Mayener Eifelverein, noch der Ortsgemeinde St. Johann, auf dessen Grund und Boden der Turm im Jahre 1909 errichtet worden war, war es möglich, die Kosten für die mehr als 300 000 D-Mark teure Sanierung zu übernehmen. Als damaliger Ettringer Ortsbürgermeister sprach sich Mülhausen konsequent für dessen Erhalt des 18 Meter hohen Bauwerks aus. "Gegen erhebliche Widerstände, auch in meiner eigenen Fraktion, konnte ich erreichen, dass der Turm mit Hilfe des Landes, einem Zuschuss der Ortsgemeinde St. Johann und der EVM, die mehrere Antennen an dem Bauwerk installieren ließ, saniert und ein Jahr später wieder freigegeben werden konnte. Dank unserer Bemühungen wurde Ettringen schließlich sogar Eigentümer des Aussichtsturms."

Mülhausen, der seit 1964 als lizenzierter Amateurfunker auf den Ätherwellen weltweit in Verbindung mit Gleichgesinnten steht, war auch maßgeblich an einer Rettungsaktion eines schwer erkrankten Kindes in Afrika beteiligt. Mit Unterstützung eines Mendiger Apothekers, den er ebenso wie die Mendiger Heeresflieger um Hilfe gebeten hatte, konnte ein dringend benötigtes Medikament beschafft und nach Afrika transportiert werden. Das Kind überlebte.

Der Initiative des studierten Verwaltungswirts und seinem beharrlichen und hartnäckigen Wirken ist es außerdem zu verdanken, dass Ettringen sich als erste Kommune daran machte, eine Historische Lay auf dem Grubenfeld an der Landesstraße 82 zwischen Ettringen und Mayen zu schaffen. Auch das trotz erheblicher Bedenken im Gemeinderat und nach äußerst schwierigen Verhandlungen mit den ehemaligen Grubenbesitzern, erinnert sich Mühlhausen. Heute ist die Historische Lay ein Glanzpunkt im Vulkanpark-Projekt.

Augenmerk legte Mülhausen in seiner Zeit als Ortschef auch auf die Unterstützung und Förderung der örtlichen Vereine. Unübersehbare Spuren hat der mit 20 "Dienstjahren" am längsten in Ettringen amtierende Ortsbürgermeister nicht nur im eigenen Dorf, sondern auch als Kreistagsmitglied, als Schöffe sowie als aktiver Tischtennisspieler und Verbandsschiedsrichter hinterlassen.

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