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    Mendiger Laachgraben: Ein Plan soll her

    Alles wird gut am Mendiger Laachgraben. Das ist das Ergebnis eines Ortstermins. Dort kamen alle Beteiligten überein, dass für die weitere Renaturierung des Baches ein Plan erarbeitet werden soll. Dieser Plan durchläuft anschließend ein formales Genehmigungsverfahren.

    Ortstermin: Alexandra Steinebach (5. von rechts) von der SGD Nord, Regionalstelle Wasserwirtschaft, verschaffte sich einen Eindruck von der Situation nach der Renaturierung eines Teils des Mendiger Laachgrabens.
    Ortstermin: Alexandra Steinebach (5. von rechts) von der SGD Nord, Regionalstelle Wasserwirtschaft, verschaffte sich einen Eindruck von der Situation nach der Renaturierung eines Teils des Mendiger Laachgrabens.
    Foto: Hilko Röttgers

    Von unserem Redakteur Hilko Röttgers

    Noch im Juni soll es Gespräche geben, um die nächsten Schritte abzustimmen. Schon im Herbst könnte die Renaturierung weitergehen. "Ich bin froh", fasste Mendigs Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel zusammen, "dass jetzt jeder weiß, was Sache ist, und dass sich niemand allzu große Sorgen machen muss."

    Auslöser für den Ortstermin war eine Aktion des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen. Ende April hatten die Grünen am Parkplatz des Freibads einen Abschnitt des Laachgrabens renaturiert. Auf einem Teilstück von 30 Metern entfernten sie Betonhalbschalen, sodass der Bach dort wieder über natürlichen Grund fließt. Das hatte beim Angelsportclub (ASC) Mendig dazu geführt, dass verstärkt Schlamm in ein Vorflutbecken des Vereins gespült wurde. Zudem hatten andere Grüne, die nicht dem Ortsverband angehören, sich von der Aktion distanziert (die RZ berichtete). Mit dem Ortstermin sollte nun zum einen geklärt werden, wie die Aktion der Grünen zu bewerten ist. Und zum anderen ging es darum, was in Zukunft mit dem Bach geschehen soll. Hans Peter Ammel begrüßte dazu Vertreter der Verbandsgemeinde, der Kreisverwaltung und der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Regionalstelle Wasserwirtschaft, sowie Mitglieder des ASC und der Grünen. Gemeinsam nahm die 17-köpfige Gruppe den Laachgraben in Augenschein.

    Anschließend gab es von Alexandra Steinebach von der SGD Nord ein Lob für die Aktion der Grünen: "So, wie die Bachsole jetzt aussieht, ist es tausendmal besser als vorher, als der Bach durch die Betonteile floss." Die Renaturierung sei im Sinne der SGD. "Das ist, was wir erreichen wollen", sagte Steinebach. "Dass Gewässer in natürlichem Zustand fließen."

    Gegen dieses Ziel haben die Vertreter des ASC Mendig grundsätzlich nichts einzuwenden. "Aber es muss vernünftig gemacht werden", forderte der Vereinsvorsitzende Rolf Engebrecht. Er befürchtet, dass das Wasser im Boden versickern könnte, wenn die übrigen Betonteile entfernt werden.

    Diese und weitere Fragen muss ein Renaturierungsplan beantworten, den ein Ingenieurbüro ausarbeiten soll. Dieser Plan wird Grundlage für die nächsten Schritte. Am Genehmigungsverfahren wird auch die Stadt Mendig als Eigentümerin der betroffenen Grundstücke beteiligt. Die städtischen Gremien müssen über die Renaturierung entscheiden. Stadtbürgermeister Ammel betonte: "Damit ist sichergestellt, dass die Interessen aller Anlieger berücksichtigt werden."

    Ivette Mittler von den Grünen räumte ein, dass die Renaturierung "in der Durchführung nicht optimal gelaufen" sei. Damit bezog sie sich auf den kurzfristig angesetzten Termin. Zugleich betonte sie aber, dass der Stadt durch die Aktion keine Kosten entstanden seien. "Und auch in Zukunft soll die Renaturierung kostenneutral bleiben." Stefan Retterath ergänzte: "Wir wollen das möglichst mit eigenen Mitteln schaffen."

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