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    Mayener möchten zum Eurovision Song Contest

    Der Nachfolger von Conchita Wurst könnte aus Mayen kommen. Zugegeben, bis zum Sieg beim Eurovision Song Contest ist es für Jenni Goehring und Marco Weiler noch ein weiter Weg. Aber den ersten Schritt haben die beiden Mayener getan.

    Die Mayener Marco Weiler und Jenni Goehring haben sich für einen Platz beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest beworben.
    Die Mayener Marco Weiler und Jenni Goehring haben sich für einen Platz beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest beworben.
    Foto: Hilko Röttgers

    Von unserem Redakteur Hilko Röttgers

    Mit ihrem Lied "Atemlos" haben sich Goehring und Weiler, die seit gut einem Jahr als Akustik-Duo Summerdust auftreten, für einen Platz im Vorentscheid "Unser Song für Österreich" beworben. In den nächsten Tagen wird sich herausstellen, ob sie eine Chance bekommen. Sich zu bewerben, war eine spontane Idee, erzählt Jenni Goehring. Sie hatte im Radio gehört, dass für den deutschen Vorentscheid am 5. März zwar schon sieben Bands feststehen, der achte Platz aber noch offen ist. Für diese sogenannte Wildcard konnten sich Bands und Musiker bewerben, indem sie ein Video im Internet hochluden. Eine Jury wählt unter diesen Bewerbern nun die besten aus, die am 19. Februar bei einem Klubkonzert in Hamburg auftreten werden. Wer dort das Rennen macht, bekommt den freien Platz beim Vorentscheid, wo schließlich "Unser Song für Österreich" gekürt wird.

    Mit dem Gedanken, tatsächlich so weit zu kommen, haben sich Goehring und Weiler aber noch nicht wirklich beschäftigt. "Wir haben uns zwar kurz mal gefragt, wo wir die Kinder unterbringen, falls wir zum Klubkonzert eingeladen werden sollten", erzählt Jenni Goehring. "Aber mehr haben wir uns noch nicht ausgemalt." Schließlich ist die Konkurrenz um die Wildcard groß: Rund 3000 Bands und Musiker haben Videos hochgeladen, manche gleich mehrere. Die Mayener gehen damit aber selbstbewusst um. "Mit unserem Lied", betont Goehring, "können wir qualitativ mithalten."

    "Atemlos" heißt der Song, der mit dem gleichnamigen Helene-Fischer-Gassenhauer allerdings außer dem Titel nichts gemein hat. Vielmehr handelt es sich um eine zurückhaltende Ballade, die auf Weilers gezupfte Gitarre und Goehrings ausdrucksstarken Gesang setzt. Der Song ist eine Gemeinschaftsproduktion der beiden: Der 39-jährige Marco Weiler hat die Musik geschrieben. Der Text stammt von Jenni Goehring. "Marco hatte die Musik fertig, und irgendwie kamen mir die passenden Worte dazu zugeflogen", erzählt die 32-Jährige. Das Video zum Song, das am Laacher See gedreht wurde, steht seit gut sechs Wochen im Internet und wurde schon fast 12 000-mal angeklickt.

    Ihre Musik beschreiben Goehring und Weiler als Akustik-Pop-Rock mit gelegentlichen Blues-Elementen. Diese Einflüsse lassen sich auch am Repertoire von Summerdust ablesen. Das Duo hat neben einem Dutzend eigenen Songs auch rund 50 Coverversionen im Programm. Dazu zählen Klassiker von Etta James, Neil Young und Leonard Cohen ebenso wie Popsongs der 90er-Jahre. "Was heute so im Radio läuft", sagt Jenni Goehring, "das finden wir meistens eher nicht so toll."

    Dass die beiden überhaupt gemeinsam Musik machen, haben sie wohl einer Freundin zu verdanken. Zwar ist Weiler in der regionalen Musikszene kein Unbekannter: Der ausgebildete Sozialpädagoge spielt seit seinem 15. Lebensjahr Gitarre und war schon in verschiedenen Formationen aktiv. Doch Goehring, von Beruf Gesundheits- und Krankenpflegerin, war ihr Sangestalent lange Zeit nicht bewusst. "Ich hab vor allem in der Dusche oder im Auto geträllert, wo man mich nicht hört", erzählt sie. Besagte Freundin jedenfalls wollte auf ihrer Hochzeit für ihren Mann ein Lied singen, doch weil sie sich allein nicht traute, bat sie Goehring um Unterstützung. So kam es zum ersten gemeinsamen Auftritt von Jenni Goehring und Marco Weiler. "Und bei der Gelegenheit", sagt Goehring, "hat Marco festgestellt, dass ich singen kann." Das war im Jahr 2011. Anfang 2012 schlossen sich die beiden der George-Harrison-Coverband Backyard Cats an, bevor sie Ende 2013 mit Summerdust ihr eigenes Projekt gründeten. Das hat sich so gut entwickelt, dass Summerdust inzwischen regelmäßig auf den Bühnen in der Region zu sehen ist. Und auch eine erste CD mit eigenen Songs haben Goehring und Weiler im eigenen Heimstudio bereits aufgenommen. Eine Reise zum Eurovision Song Contest - oder wenigstens zum Klubkonzert nach Hamburg - wäre der vorläufige Höhepunkt ihres Hobbymusiker-lebens.

    Summerdust ist beim Singer-Songwriter-Festival im La Mirage in Mayen zu sehen. Das Festival beginnt am heutigen Freitag, 30. Januar, 20 Uhr. Summerdust tritt am morgigen Samstag ab 20 Uhr auf.

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