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    „Leistungsstarke Pellenz“: Einzelhändler setzen in Kruft ein Zeichen

    Die Sorgen über die Konkurrenz aus dem Internet und den demografischen Wandel ist den Einzelhändlern in Kruft deutlich anzumerken. Kampflos ergeben wollen sie sich trotzdem nicht: Seit inzwischen rund zehn Jahren präsentieren sich die Händler beim Krufter Aktionstag „Leistungsstarke Pellenz“ – auch am gestrigen Sonntag.

    Foto: Raphael Markert

    „Ich bin eigentlich in erster Linie hier, um die Geschäfte zu unterstützen – damit die hier bleiben und nicht durchs Internet kaputt gehen“, sagt Heike Stolzenberger aus Kruft. Beim Flanieren über den Dorfplatz bleibt die 55-Jährige am Geschäft von Blumenhändlerin Silke Kröber stehen. Auch sie hat schon gemerkt, dass es die Händler in Kruft schwieriger haben als früher. „Umso wichtiger ist ein Tag wie heute. Wir sind ja auf Werbung angewiesen, damit das Dorf belebt bleibt“, glaubt sie. „Es wird heute zwar nicht viel gekauft, aber viele schauen dafür später eher mal wieder rein.“

    Das Stichwort ist Kundenbindung – und die ist wichtiger denn je, erzählen die Aussteller. Kröber bietet zum Aktionstag Erdbeerbowle und Waffeln vor ihrem Laden an, andere veranstalten eine Tombola. Und am Stand eines Krufter Altenpflegeunternehmens können die Besucher bei Bettina Schirmer ihre Vitalwerte messen lassen.

    Auch bei ihrer Kundschaft ist die Frage nach der Attraktivität von Kruft ein Thema, sagt die Geschäftsführerin. „Für manche Einkäufe muss man eigentlich nach Mendig oder Plaidt fahren, aber viele unserer Kunden sind ja einfach nicht mehr so mobil.“ Mit ihr unterhält sich Silvana Dostal, ihr Kind auf dem Arm. Sie wohnt gern in Kruft, hält das Angebot für ausreichend. „Aber dass man bei diesem Wetter direkt in Kruft wie heute etwas unternehmen kann, ist mir schon wichtig.“

    Nicht nur auf dem Dorfplatz hatten die Händler ihre Stände aufgebaut. Der „Schnupperexpress“ fuhr die Besucher kostenlos quer durch den Ort und machte dort vor verkaufsoffenen Geschäften Halt. „Von diesem Angebot profitieren wir natürlich“, sagt Hermann-Josef Schütz, Leiter eines Krufter Möbelhauses. Sich mit Katalogen auf den Dorfplatz zu stellen, das wäre für ihn nicht infrage gekommen. „Wir unterscheiden uns ja durch die Verkaufsfläche am Ort von Internetanbietern“, sagt er. Den Aktionstag in Kruft hält auch er für unverzichtbar. „An normalen Tagen haben die Leute eher mal Hemmungen, in den Laden zu kommen – aus Angst, dann etwas kaufen zu müssen. Wenn so viel los ist wie heute, fällt das weg.“

    Als die Idee zum Aktionstag vor rund zehn Jahren geboren wurde, hatten noch die Einzelhändler selbst die Veranstaltung auf die Beine gestellt. Inzwischen wurde die Organisation in professionelle Hände gegeben. „Das wurde den Händlern im Alltag dann zu viel“, sagt Organisator Thomas Petzenhauser. Trotzdem: 24 Aussteller waren in diesem Jahr wieder mit von der Partie. Dass Präsenz so wichtig wie noch nie ist, bestätigt auch der Veranstalter. „Die Händler haben mit dem Internet zu kämpfen – auch in Kruft.“

    Von unserem Mitarbeiter Raphael Markert

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