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    Andernach

    Lager für die Brücke über die B 9 gegossen

    Das zweite Widerlager, auf der die neue Brücke über die B 9 bei Andernach künftig liegen wird, ist am Mittwoch gegossen worden. Ab 6 Uhr in der Früh waren rund zehn Mitarbeiter des beauftragten Unternehmens im Einsatz, erzählt Stephan Waldecker, Projektleiter beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) der RZ. Ab kurz vor 7 Uhr floss der flüssige Beton durch die große Pumpe, die auf einem Lkw montiert war.

    Das zweite Widerlager, auf dem die Brücke über die B 9 bei Andernach liegen wird, wurde am Mittwoch gegossen. Das erste (links) ist bereits fertig.
    Das zweite Widerlager, auf dem die Brücke über die B 9 bei Andernach liegen wird, wurde am Mittwoch gegossen. Das erste (links) ist bereits fertig.
    Foto: ys

    Von unserer Redakteurin Yvonne Stock

    Per Fernbedienung steuert ein Mitarbeiter das Gerät, erklärt Waldecker. Zwei Männer führen den Schlauch und sorgen dafür, dass der Beton dorthin läuft, wo er hinlaufen soll. Dabei sei wichtig, dass gleichmäßig über die gesamte Fläche gearbeitet werde und nicht erst die eine und dann die andere Seite der Verschalung aus Holz gefüllt werde, erläutert er. Der Beton umschließt die Stahlbewehrung, die später für Stabilität sorgt.

    Mehrere Mitarbeiter verteilen mit so genannten Rüttelflaschen den gerade eingefüllten Beton, sagt Waldecker. Diese vibrierenden Geräte hätten den Effekt, dass die Luftblasen in dem flüssigen Beton nach oben stiegen und der Baustoff dadurch verdichtet werde. Ein Mitarbeiter klopft mit einem Hammer regelmäßig die Befestigung der Holzverschalung ab. "Der kann am Klopfen hören, ob der Anker richtig sitzt", sagt Waldecker. Wenn ein Holzteil der Verschalung verrutsche, bedeute das nicht nur, dass dort der Beton herausfließe, sondern auch, dass der Druck auf die anderen Teile zu groß werde und alles auseinanderbreche. "Aber das habe ich noch nie erlebt", versichert der Projektleiter.

    270 Kubikmeter Beton würden für das Widerlager benötigt, ein Lastwagen könne 8 aus dem Betonwerk heranfahren. Während ein LKW auf dem für Autofahrer gesperrten Seitenstreifen seine flüssige Ladung in die Pumpe laufen lässt, steht bereits der nächste dahinter. "Es muss nass in nass gearbeitet werden", erklärt Waldecker. Wenn eine Schicht Beton angetrocknet sei, bevor die nächste darauf fließe, dann entstehe kein Verbund und das Lager werde nicht stabil. Deswegen sei auch ein zweites Betonwerk für den Fall einsatzbereit, wenn im ersten eine Maschine kaputt gehe und es nicht mehr liefern könne. Nach gut elf Stunden wollte das Unternehmen fertig sein.

    "Nach 28 Tagen hat der Beton seine Endfestigkeit erreicht, für die er ausgelegt ist", erzählt der Projektleiter. Da er die im Moment noch nicht braucht, weil keine Brücke drauf liegt, könne nach Ostern bereits die äußere Holzverschalung abgebaut werden. Am 1. und 2. April sollen die Fahrspuren verschwenkt werden, damit eine Stütze für das Traggerüst auf Höhe der Mittelleitplanke aufgebaut werden kann. Im Anschluss wird die B 9 noch einmal von Freitagnacht bis Montagfrüh gesperrt, damit das Gerüst über der Fahrbahn aufgebaut werden kann. Der Termin sei noch in der Abstimmung, sagt Waldecker.

    Auf das Gerüst wird dann die Holzform für das Betonieren der eigentlichen, 32 Meter langen Brücke gebaut. Dafür wird eine andere Mischung verwendet, weil dieser Beton wegen der Spannweite fester sein muss, erklärt der Projektleiter. "Über den Zementgehalt steuert man die Festigkeit." Im Moment liege man übrigens im Zeitplan, im August soll das Bauwerk fertig sein.

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