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    Krufter Rat diskutiert über Einbahnstraße: Mehrheit gegen Neuregelung an der Kirche

    Rund 1,7 Millionen Euro wird der Umbau der früheren Bundesstraße – heute „Alte Chaussee“ – in Kruft wohl kosten. Diese Prognose teilte Bauamtsleiter Berthold Junglas dem Krufter Ortsgemeinderat nun mit.

    Die Verkehrsführung im Umfeld von Grundschule und Kirche in Kruft soll sich nach Willen der Ratsmehrheit nicht ändern.
    Die Verkehrsführung im Umfeld von Grundschule und Kirche in Kruft soll sich nach Willen der Ratsmehrheit nicht ändern.
    Foto: Raphael Markert

    Anfangs lag man laut Junglas bei einem Ausschreibungsergebnis von rund 1,5 Millionen Euro, zwischenzeitlich waren die zu erwartenden Ausgaben schon nach oben korrigiert worden. Trotzdem: „Wir liegen derzeit ganz gut in den Kosten“, betonte Junglas, der dem Rat eine „ständige Kostenkontrolle“ zusicherte.

    Ortsbürgermeister Rudolf Schneichel erklärte, dass es bisher keine besonderen Überraschungen beim Bau gegeben habe. Geschlossen zugestimmt wurde dem Bauamtsentwurf dennoch nicht. Denn Gegenwind für Schneichel kam ausgerechnet aus der eigenen CDU-Fraktion. Der Erste Beigeordnete der VG Pellenz, Ottmar Luxem, lehnte die Vorlage als einziger ab. Allerdings nicht etwa wegen des Kostenplanes, sondern wegen einer seit 15 Jahren bestehenden Einbahnstraße.

    Denn die Verkehrsregelung in der Kirchstraße, in die man aus der Alten Chaussee abbiegen kann, stört Luxem schon seit Jahren. „Wenn eine Hochzeit oder Beerdigung war, fährt ein Tross von 30, 40 Autos durch das Wohngebiet. Schon mehrmals haben sich Anwohner bei mir beschwert.“ Er plädiert dafür, dass Autos nach dem Gottesdienst künftig direkt auf die Alte Chaussee auffahren können. „Eigentlich wäre jetzt die Gelegenheit, das unkompliziert wieder zu ändern – wo wir ja eh gerade mit der Alten Chaussee beschäftigt sind“, trägt er dem Rat vor – doch dort will man nun, nach 15 Jahren Beständigkeit der Verkehrsregelung, kein neues Fass aufmachen. Schneichel hält die aktuelle Regelung für „hervorragend“, Stephanie Schmitz und Jürgen Zinken (beide CDU) verweisen auf die Sicherheitslage für Schulkinder und halten eine Auffahrt aus der Kirchstraße auf die Alte Chaussee zu Schulbeginn für problematischer als eine Umleitung der Kirchgänger durchs Dorf.

    „Das ist von meinen Fraktionskollegen doch an den Haaren herbeigezogen“, ärgert sich Luxem am Freitag bei einem Ortstermin mit der RZ. Er argumentiert: Seit der Ortsumgehung um Kruft haben sich die Zahlen der Autos auf der Alten Chaussee drastisch reduziert. Etwas ändern wird sich an der bisherigen Regelung wohl aber nicht: Zu gering ist der Rückhalt des Rates für den Vorschlag.

    Von unserem Mitarbeiter Raphael Markert

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