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    Kreis MYK: Erwartete Winterpause am Arbeitsmarkt

    Nachdem der Winter sich auf dem Arbeitsmarkt bislang nur geringfügig bemerkbar machte, steigt die Zahl der Arbeitslosen im ersten Monat des neuen Jahres erwartungsgemäß stärker an. So zählen die Statistiker der Agentur für Arbeit Ende Januar im Landkreis Mayen-Koblenz 6187 arbeitslose Menschen, das sind 1217 mehr als vor vier Wochen. Die Arbeitslosenquote klettert um 1,0 auf 5,4 Prozent. Vor einem Jahr waren allerdings noch 69 Menschen mehr ohne Beschäftigung, die Quote lag bei 5,5 Prozent.

    Foto: dpa

    Auch in der Stadt Koblenz stiegen die Arbeitslosenzahlen im Januar an: um 560 auf 4284. Wie im Landkreis ist das eine Steigerung der Arbeitslosenquote um 1,0 Prozent. Sie liegt damit nun bei 7,4 Prozent.

    Grundsätzlich sei der deutliche Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar nichts Ungewöhnliches, erklärt Frank Schmidt, der stellvertretende Leiter der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen. "Zum Jahresende laufen traditionell besonders viele Arbeitsverhältnisse aus. Hinzu kommt der winterbedingte Anstieg zum Beispiel in der Gastronomie oder im Straßenbau. Da die meisten Leute, die nun aufgrund der Witterung entlassen werden, im Frühjahr wieder in ihre Jobs zurückkehren können, muss uns das keine Sorgen bereiten." Anders sehe es mit dem langfristigen Anstieg der Arbeitslosigkeit aus.

    Um dies zu erklären, wirft Schmidt einen Blick auf die beiden Rechtskreise des Sozialgesetzbuches (SGB), die sich mit Arbeitslosigkeit befassen: Während auf Grundlage des SGB III vor allem jene Menschen betreut werden, die noch nicht länger als ein Jahr arbeitslos sind, regelt das SGB II die Grundsicherung der Hartz IV-Empfänger, die meist schon länger arbeitslos sind. Da saisonbedingte Arbeitslosigkeit ihrem Wesen nach kurzfristiger Natur ist, lasse sie vor allem die Zahlen im SGB III ansteigen: Im Landkreis kletterte der Wert um 815 auf 2886 Arbeitslose. Im SGB II lag der kurzfristige Anstieg dagegen deutlich niedriger. Hier stieg die Zahl in MYK um 402 auf 3301.

    Genau umgekehrt stellt sich die Situation dar, wenn man den Vergleich zum Vorjahr zieht. Damals gab es im Rechtskreis SGB III im Landkreis 187 Arbeitslose mehr. "Das würde für einen langfristigen Rückgang der Arbeitslosigkeit sprechen, wenn die Arbeitslosenzahlen im SGB II nicht gleichzeitig angestiegen wären", erklärt Schmidt. Und zwar um 118 im Landkreis.

    Schmidt hält fest: "Nach unserer Beobachtung sind die Chancen, wieder einen Job zu finden, für gut ausgebildete Arbeitskräfte deutlich besser geworden. Für schlecht qualifizierte Kräfte wird es hingegen immer schwieriger - selbst wenn die Stellensituation eigentlich gut ist. Ein wichtiger Aspekt bei der Integration langzeitarbeitsloser Menschen in den Arbeitsmarkt ist deshalb deren fachliche Qualifizierung. Dabei liegt es allerdings auf der Hand, dass kaum schnelle Erfolge zu erwarten sind."

    Offene Stellen sind im Winter eher rar. 242 Angebote aus Koblenz und 287 aus dem Landkreis registrierte der Arbeitgeberservice der Agentur im Januar - rund 450 weniger als im Monat zuvor.

    Mayen-Andernach
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