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Mayen

Konzept: Wie das Mayener Bierhaus aussehen soll

Hilko Röttgers

Für Michael Müller und Marco Raskob wäre es die Nummer vier: Nachdem sie bereits sogenannte Bitburger Bierhäuser in Prüm, Bad Münstereifel und am Stammsitz in Bitburg betreiben, haben die beiden nun ein Auge auf das Alte Rathaus in Mayen geworfen. Wie sie das historische Gebäude auf dem Marktplatz in einen modernen gastronomischen Betrieb verwandeln wollen, haben sie am Mittwoch während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses erläutert.

Michael Müller (links) und Marco Raskob haben ihr Konzept für ein Bitburger Bierhaus vorgestellt. Foto: Andreas Walz
Michael Müller (links) und Marco Raskob haben ihr Konzept für ein Bitburger Bierhaus vorgestellt.
Foto: Andreas Walz

Wie der Name Bierhaus schon sagt, stehen der Gerstensaft und alles, was damit zu tun hat, im Mittelpunkt des Konzepts. Ausgeschenkt wird das komplette Sortiment der Bitburger Braugruppe. Aber auch andere Getränke soll es geben. Die Speisekarte bietet, was Raskob und Müller Eifeler Bistro-Landhausküche nennen. Das Angebot reicht von Salaten über Kanapees und Vesperteller bis hin zu Wurst- und Käsespezialitäten. Verarbeitet werden vorwiegend Produkte aus der Region. „Wir wollen uns damit auch vom Gastronomie-Mainstream abheben“, sagt Müller, und Raskob ergänzt: „Es ergibt nicht immer Sinn, der Zwölfte zu sein, der Schnitzel und Pommes anbietet.“

Heiß gekocht wird im Mayener Bierhaus ohnehin nicht. „Die Küche konzentriert sich auf kalte bieraffine Speisen“, sagt der gelernte Koch und studierte Hotel-Betriebswirt Michael Müller. Das liegt an den baulichen Gegebenheiten im Alten Rathaus. „Wir haben bei der Planung festgestellt, dass sich eine warme Küche mit allem, was dazu gehört, nicht realisieren lässt.“

Im Gastraum sollen viel Holz, warme, erdige Farben und hochwertige Materialien das Erscheinungsbild prägen. Das Erdgeschoss des Alten Rathauses, in dem derzeit die Tourist-Info untergebracht ist, soll sich nach den Plänen von Raskob und Müller in einen Schank- und Speiseraum mit gut 40 Sitzplätzen verwandeln. „Dabei ist es uns wichtig, die Atmosphäre der Räumlichkeiten beizubehalten“, betont Müller. Der Steinfußboden, die Wandvertäfelung und die vorhandenen Kronleuchter im Alten Rathaus sollen erhalten bleiben.

Blickfang im Gastraum ist eine große Theke, zudem Bistro- und normale Esstische. Ein Alleinstellungsmerkmal ist der sogenannte Biermichel: ein Tisch für zehn Personen, der mit einer eigenen Zapfanlage ausgestattet ist, sodass die Gäste ihre Gläser selbst befüllen können.

Auch eine Außengastronomie ist geplant. „Das werden aber keine 100 Plätze werden“, sagte Marco Raskob. „Man muss sich daran anpassen, was von Küche und Service her möglich ist.“

Als potenzielle Kunden haben Müller und Raskob Menschen zwischen 20 und 70 oder mehr Jahren ausgemacht. Im Konzept wird die Klientel als „bürgerlicher Mainstream mit Gruppen- und Genussorientierung“ beschrieben. Das Bierhaus versteht sich als „gemütliche Szenegastronomie“, sagte Müller, und Raskob betonte: „Wir sind kein Brauhaus, kein Partyhaus. Das ist mit einer Partygastronomie nicht zu vergleichen.“

Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis nannte das Bierhaus eine „willkommene Bereicherung für den Marktplatz“. Sollten die Gremien dem Konzept zustimmen und ein Pachtvertrag mit den Betreibern zustande kommen, wäre eine Eröffnung im September oder Oktober 2018 möglich.

Von unserem Redakteur Hilko Röttgers

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