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Andernach

Kliniken der Region werben gemeinsam um Ärzte

Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen haben gerade im ländlichen Raum immer größere Schwierigkeiten, gute Ärzte zu gewinnen und zu halten. Diese Situation wird sich in den kommenden Jahren noch zuspitzen, wissen Experten wie Dr. Gerald Gaß, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses. Oftmals entscheiden sich gerade junge Mediziner für größere Einrichtungen in Ballungsräumen und Großstädten. Ein neues Projekt, das in der Andernacher Rhein-Mosel-Fachklinik vorgestellt wurde, soll den Raum Mittelrhein-Mosel-Hunsrück für Ärzte attraktiv machen.

Andernach – Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen haben gerade im ländlichen Raum immer größere Schwierigkeiten, gute Ärzte zu gewinnen und zu halten. Diese Situation wird sich in den kommenden Jahren noch zuspitzen, wissen Experten wie Dr. Gerald Gaß, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses. Oftmals entscheiden sich gerade junge Mediziner für größere Einrichtungen in Ballungsräumen und Großstädten. Ein neues Projekt, das in der Andernacher Rhein-Mosel-Fachklinik vorgestellt wurde, soll den Raum Mittelrhein-Mosel-Hunsrück für Ärzte attraktiv machen.

Die BDH-Klinik in Vallendar, die Hunsrück Klinik kreuznacher diakonie in Simmern, das Marienkrankenhaus in Cochem, die Rhein-Mosel-Fachklinik und das Stiftshospital in Andernach sowie das Stiftungsklinikum Mittelrhein mit seinen Standorten in Boppard, Koblenz und Nassau haben sich jetzt zusammengeschlossen, um die „Arbeitgebermarke Gesundheitseinrichtungen Mittelrhein-Mosel-Hunsrück“ zu entwickeln und zu etablieren. In diesem bundesweit einzigartigen Projekt wollen die verschiedenen Kliniken jeweils ihre Stärken einbringen und unter einer noch zu etablierenden Marke herausstellen, welche Angebote und Möglichkeiten Medizinern in der Region Mittelrhein-Mosel-Hunsrück geboten werden. Auch die Attraktivität der ländlich geprägten Region gerade für Familien soll in die Waagschale geworfen werden. Denn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht in diesem Projekt an vorderer Stelle.
Gesundheitsministerin Malu Dreyer, die die Bewilligung einer Landesförderung von 200 000 Euro im Gepäck hatte, betonte, dass eine Vernetzung von Kliniken sehr wichtig ist. Viel zu oft und zu lange sei nur nebeneinanderher gearbeitet worden. „Es ist sehr gut, dass gemeinsam Überlegungen angestellt werden, wie Ärzte für den ländlichen Raum gewonnen werden können. Denn der Reiz beispielsweise von Unikliniken ist sehr hoch – da müssen wir auch etwas bieten“, sagte sie und bezeichnete das neue Projekt als Vorbildlich.
Der Vorsitzende des neu gegründeten Vereins, Dr. Thorsten Junkermann, Geschäftsführer der Hunsrück Klinik, betonte: „Wir bieten ein umfassendes Angebot auch im Bereich der Weiterbildung aus einer Hand. So können Menschen aus der Region auch in der Region bleiben und trotzdem zahlreiche Angebote in Anspruch nehmen.“ Das würde nicht nur den Krankenhäusern Ärzte bringen, sondern auch die Zahl der niedergelassenen Ärzte wachsen lassen. Künftig wollen die Partner das Projekt auch auf andere Berufsgruppen im Bereich des Gesundheitswesens ausweiten.

Christoph Maurer

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