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    Andernach

    Kirchenchor St. Stephan feiert sein 50-jähriges Bestehen

    Noch bevor die Pfarrei überhaupt eine Kirche hatte, gab es ihn schon, den Kirchenchor St. Stephan. Vor 50 Jahren taten sich in Andernach musikbegeisterte Katholiken zusammen und gründeten die Singgemeinschaft. Im Laufe der Jahrzehnte wuchs der anfangs generationenübergreifende Chor und etablierte sich. Noch heute sind einige Gründungsmitglieder aktiv, doch die Gruppe plagen Nachwuchssorgen.

    Ein Foto aus alten Zeiten, in denen der Kirchenchor St. Stephan noch keine Nachwuchssorgen plagten und auch viele junge Andernacher Mitglied waren.
    Ein Foto aus alten Zeiten, in denen der Kirchenchor St. Stephan noch keine Nachwuchssorgen plagten und auch viele junge Andernacher Mitglied waren.

    Von unserer Mitarbeiterin Katharina Demleitner

    Hilde Helf (Mitte) und Gabriele Weis gehören seit seiner Gründung vor 50 Jahren zum Kirchenchor St. Stephan. Jüngstes Mitglied des Chores ist derzeit Thomas König (2. von links). Mit im Bild ist Chorleiter Joachim Kestler (links) und Schriftführer Alois Schmitz (rechts).  Foto: Katharina Demleitner
    Hilde Helf (Mitte) und Gabriele Weis gehören seit seiner Gründung vor 50 Jahren zum Kirchenchor St. Stephan. Jüngstes Mitglied des Chores ist derzeit Thomas König (2. von links). Mit im Bild ist Chorleiter Joachim Kestler (links) und Schriftführer Alois Schmitz (rechts).
    Foto: Katharina Demleitner

    Rund 20 Sänger hat Joachim Kestler zur Zeit vor sich, wenn er die Proben leitet. Im Vordergrund steht nach wie vor die Gestaltung des Gottesdienstes: "Die eigentliche Aufgabe eines Kirchenchores ist die Arbeit vor Ort", sagt der Leiter. Insbesondere an den hohen Fest- und Feiertagen, wie dem bevorstehenden Osterfest, Weihnachten oder Kirchweih kommen die Gläubigen in den Genuss der einstudierten Lieder. Wie viel sich in den fünf Jahrzehnten seit der Gründung des Chores getan hat, zeigt sich auch am diesjährigen Osterfest: Erstmals findet kein Gottesdienst am Ostersonntag statt, erst am Montag kommt der Chor in St. Stephan zum Einsatz.

    Die ersten Proben absolvierten die Gründersänger 1966 im Musikraum der Grundschule St. Stephan, den Gottesdienst in der Eingangshalle begleitete ein Harmonium. "Wir waren nicht viele, aber sehr motiviert", erinnert sich Gabriele Weis. Als 13-Jährige wurde die Andernacherin mit Mutter und Bruder Chormitglied: "Da war Schwung drin". Die Damen blieben der Gruppe bis heute treu, "wegen der Lust am Singen und der Gemeinschaft".

    Seit die Kirche St. Stephan 1968 eingeweiht wurde, ist der Chor dort zu Hause und wuchs in den Folgejahren unter der Leitung von Ruth Heidemeyer stetig auf zeitweise mehr als 60 Mitgliedern. Das erste große Werk war 1969 das Weihnachtsoratorium. "Das war ganz toll, wir konnten alles auswendig", ist Weis noch heute begeistert. Mit dabei war damals der Chor von St. Albert, aber auch alleine kamen über viele Jahre so bekannte Werke, wie der Messias von Händel oder Mozartmessen mit Instrumentalbegleitung zur Aufführung. "Ein Höhepunkt war Monteverdis Marienvesper, das war so schön", berichtet Hilde Helf von zwei großen Konzerten 1982. Die 87-Jährige ist ebenfalls Gründungsmitglied und erinnert sich an Einsätze auch außerhalb der Gemeinde, wie die Gestaltung von Radiogottesdiensten in den 1970er Jahren und "unzählige Konzerte" gemeinsam mit dem Chor des Koblenzer Musik-Instituts. "Der Gesang ist mein Gebet", erklärt die Andernacherin ihre Motivation.

    Heute fehlt der Gruppe der Nachwuchs. Mit 51 Jahren ist Thomas König ist das jüngste Mitglied. "Sich wöchentlich zu binden, wollen viele nicht mehr", meint der Sänger. Auch das hohe Durchschnittsalter könnte Jüngere abschrecken. Kestler, seit dem Jahr 2002 im Amt, will dennoch erreichen, dass der Chor singfähig bleibt - genau wie der Chor der Herrnhuther Brüdergemeine in Neuwied, dem er ebenfalls vorsteht. "Es gibt viele Kontakte über den Rhein, wir helfen uns aus und es kommen schon mal spontan Sänger aus Neuwied zur Kirchweih nach Andernach und singen einfach mit", berichtet der Leiter. Doch aufgrund der unterschiedlichen Konfessionen mit eigenem Liedgut gäbe es auch Grenzen. "Neue Sänger können wir in allen Stimmlagen gut vertragen", meint Kestler und fügt hinzu: "Jedes Jahr kommt der Nikolaus in die Chorprobe, vielleicht ist das ein Argument".

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