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Ochtendung

Kappensitzung: Ochtendunger Narren lassen es so richtig krachen

„Ett jett kaa Dorf onn och kaan Stadt, die suwatt offzewejse hat“, diesen Refrain aus einem alten Ochtendunger Karnevalslied griffen gleich drei heimische Büttenredner in der Kappensitzung der Großen Ochtendunger Karnevalsgesellschaft (GOK) auf. Die drei erhielten von den mehr als 600 Gästen in der Kulturhalle im Stehen dargebrachten Applaus.

Günther Gries, der Vertreter der Liste 11, der Blauen Partei, konnte aus dem Vollen schöpfen, als er Kommunalpolitik und Kirchenreform mit pfiffigen Illustrationen auf der Leinwand „kitzelte“. Gries sah Ochtendung als Mittelpunkt Europas: „Europas Zentrum Oochtendung kreet och en Bischof fesch onn jung“, lautete seine Prognose zu einem Bild des hiesigen Dechanten mit der Mitra. Und Frank Hastenteufel in seiner Paraderolle als Nachtwächter mit Laterne und Hellebarde schlug die Ortsbürgermeisterin als „Vergrämerin“ der Viecher am Bahndamm vor: „Rita treibt euch all von danne, am besten bis henneschde Wanne“, war seine Lösung für die Eidechsen-Umsiedlung an der Bahntrasse.

Mit Rita Bolzhauser hat die GOK ein drittes Ass im Ärmel. Sie unternahm eine Zeitreise in die Vergangenheit der Oschninger Fasenacht und erinnerte an die Asse der vergangenen 50 Jahre.

Künftig wird die Kappensitzung von einem dreiköpfigen Sitzungspräsidium geleitet. Dazu gehören Stefan und Florian Bertram und Dagmar Schäfer, die diesmal wegen Erkrankung passen musste.

„Mit Hausaufgaben und Handyverbot ist jetzt Schluss“, verkündete Schülerprinz Viet Anh Pham. Der Zehnjährige ließ von seinem Kanzler Thierry Jülich sein großes Gefolge vorstellen.

Zum Start ins fünfstündige närrische Programm schickte GOK-Präsident Marcus Bolzhauser die KG Ewig Jung auf die Bühne. Die Möhnen bildeten die Kulisse für den Auftritt ihres Tanzmariechens Ann-Kathrin Schäfer, das von Michaela Brandt trainiert wird.

Mit 55 Tänzerinnen stellte die DJK-Tanzgarde Blau-Weiß die größte Formation. Die Mädchen werden von Daniela Pohl, Nicole Schmorleiz und Selina Jakobs geleitet. Es folgte die Erste Tanzgarde der Roten Funken der Prinzengarde, die Susanne und Vanessa Monreal betreuen. Die älteren Gardemädchen der DJK in den Farben Blau-Weiß traten zu vorgerückter Stunde auf. Einen Blick in die Zukunft erlaubten die 20 Tänzerinnen der DJK-Tanzgruppe „OCT’s“. Sie hatten sich in Roboter verwandelt, die in metallisch glänzender Montur auftraten. Linda Otten war für ihre Show verantwortlich.

Mit einer gehörigen Portion Komik reicherten die „Jecke Mädche“ ihre Bühnenshow an. Dabei kam eine von ihnen Bürgermeister Max Mumm im Publikum recht nahe und strich ihm kess unterm Kinn. Nach mehreren Kostümwechseln trat Mariechen Laura Mombauer ins Bild und ergänzte das lustige Spektakel.

Mit dem Aufmarsch des Fanfarenzugs Blau-Weiß verabschiedete sich das Tanzpaar Marina Müller und Christian Menges nach langjährigen Auftritten von der Bühne. Präsident Marcus Bolzhauser, in der Rolle des Chefs seiner Rentnerband, startete mit einem Stimmungs-Potpourri in die zweite Halbzeit. „Party hinter Gittern“ nannte sich der Showtanz der DJK-Tanzgruppe „Crazy Dancers“. Als Strafgefangene zogen die 20 Mädels ein, um dann nach Kostümwechsel in Glitzerkleidern Party zu feiern.

Dreimal elf Jahre sind die Strolche als Musikgruppe Bestandteil des Ochtendunger Karnevals. Sie spielten in unterschiedlicher Aufmachung und zeigten damit die Entwicklung ihres Auftretens in den vergangenen 33 Jahren.

In einer ungewöhnlichen Arztpraxis ging es um mysteriöse Heilungen, die den Patienten in die Flucht trieben. Die Idee dazu hatte die Carnevalsgesellschaft Ochtendunger Bürgerwehr (COB), die ihren Sketch mit einem Auftritt von Tanzmariechen Marie Selina Jakobs kombinierte.

Eine Anerkennung für Wolfgang Petry und seine Hits lieferten die Sängerknaben der KG Schafskopf unter der Leitung von Martin Schmitz. Dazu zeigte das Mariechen Mendi Simon einen Solotanz.

Vor dem Finale verwandelten die KG Prinzengarde und ihr Tanzmariechen Melissa Aheij die Narren-Bühne in ein winterliches Après-Ski-Vergnügen. Danach präsentierten die Schafskopfdancers in Petticoat und Lederjacke eine fetzige Rockabilly-Show. Zum Abschluss sangen die Mitwirkenden mit den Zuschauern die bekannten Ochtendunger Fastnachtslieder.

Von unserem Mitarbeiter Heinz Israel

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