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    Kantor bringt Orgelklang ins Wohnzimmer

    Den Klang der Glocken und Orgeln der Kirchen in Andernach und Umgebung kann man im Freien genießen und in den Gotteshäusern. Jetzt ist dies aber auch zu Hause im Wohnzimmer möglich: Dekanatskantor Burkhard Esten hat seine aufnahmetechnisch aufwendige Debüt-CD mit dem Titel "Glocken und Orgeln" eingespielt.

    Burkhard Esten hat Schul-, Kirchenmusik und katholische Theologie an der Universität Mainz studiert. Auf dem Foto ist er an der Orgel des Andernacher Mariendoms zu sehen.  Foto: Elvira Bell
    Burkhard Esten hat Schul-, Kirchenmusik und katholische Theologie an der Universität Mainz studiert. Auf dem Foto ist er an der Orgel des Andernacher Mariendoms zu sehen.
    Foto: Elvira Bell

    Von unserer Mitarbeiterin Elvira Bell

    Der Tonträger, der einen klanglichen Eindruck der musikalischen Vielfalt der Kirchen im Dekanat Andernach-Bassenheim wiedergeben soll, erscheint heute.

    Passend zur CD, gibt es ein kleines Beiheft. Es gibt einen kurzen informativen Abriss über die Glocken und die Orgeln. Ein Tonträger mit Glocken- und Orgelklängen mehrerer Kirchen ist nach Aussage von Burkhard Esten in unserer Region einzigartig. "Mein Ziel ist es, die Kirchen in ihrer ganzen Musikalität vorzustellen. Orgeln und Glocken sind so unterschiedlich, dass man nirgendwo dasselbe Geläut oder dieselbe Königin der Instrumente noch einmal finden kann", meinte er. Wegen der Fülle an Material aus dem gesamten Dekanat Andernach-Bassenheim werden zwei weitere CDs folgen.

    "Da eine enorme Vorarbeit vonnöten war, gestaltete sich die klangliche Dokumentation des Projektes als recht schwierig", berichtet der versierte Dekanatskantor. Der Aufwand war immens. Für die Aufnahmen mussten die Glocken immer wieder neu gestartet werden, weil Nebengeräusche wie etwa Autos, Flugzeuge und Hunde zu störend waren. "Das größte Problem war der Wind, der trotz aufwendigen Windschutzes die Aufnahme derart störte, dass Alfons Spang und ich uns entschieden haben, einige Geläute direkt im Turm aufzunehmen."

    Tontechniker Spang habe stets unermüdlich die Anlage auf- und abgebaut und habe oftmals alles über enge Leitern bis in den Turm schleppen müssen. Zu den vorgefundenen Glocken gab es lediglich wenige Unterlagen. Daher wurden alle im Turm neu vermessen und ihre Töne mittels spezieller Stimmgabeln analysiert. Auch die Orgeln wurden noch einmal neu erfasst und fehlende Daten wurden ergänzt. Auch hier erwiesen sich die entsprechenden Aufnahmen als schwierig. "Auf jeder Orgel wurde im Vorfeld die passende Registrierung für die Stücke ausgesucht", informiert der 51-jährige Organist und Chorleiter von Andernach und Namedy.

    Dann folgte das Stimmen der Orgel. "Dabei stellten wir plötzlich fest, dass die Register wegen Wetterumbruch schon wieder verstimmt waren und die Registrierung spontan umgeändert werden musste. In jeder der sieben auf der ersten CD vorgestellten Kirchen musste das komplette Equipment für jeweils nur ein Orgelstück auf- und wieder abgebaut werden." In Kruft fiel während der Aufnahme ausgerechnet das tiefe D aus, das am Anfang des Stücks den erforderlichen Klang gebracht hätte. Hier musste ein höheres Register genommen werden.

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