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    Jungen Müttern eine Chance geben

    Sie sind jung, das Kind ist da, der Partner über alle Berge und die Karrierechancen gleich mit. Es gibt wohl keine Gruppe, die es so schwer hat in ein geregeltes Arbeitsleben zu kommen wie junge, alleinerziehende Eltern, denen häufig nur Hartz IV bleibt. Besonders junge Frauen sind davon betroffen. Und ohne Ausbildung haben sie das große Risiko, dauerhaft ein Sozialfall zu werden.

    Mayen - Sie sind jung, das Kind ist da, der Partner über alle Berge und die Karrierechancen gleich mit. Es gibt wohl keine Gruppe, die es so schwer hat in ein geregeltes Arbeitsleben zu kommen wie junge, alleinerziehende Eltern, denen häufig nur Hartz IV bleibt. Besonders junge Frauen sind davon betroffen. Und ohne Ausbildung haben sie das große Risiko, dauerhaft ein Sozialfall zu werden.


    Damit sich das zumindest in Mayen ändert, hat im Alten Rathaus jetzt die Netzwerkkonferenz „Gemeinsam für Alleinerziehende“ stattgefunden. Teilgenommen haben unter anderem Staatssekretär Christoph Habermann vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Arbeit, Soziales, Familien und Frauen, der erste Kreisbeigeordnete Bernhard Mauel, Mayens Oberbürgermeisterin Veronika Fischer und der Geschäftsführer des Jobcenters Mayen-Koblenz, Rolf Koch. Sie sprachen mit Vertretern aus der Wirtschaft, dem Bündnis für Familien Mayen und des Verbandes alleinerziehender Mütter, wie man die berufliche Situation der Alleinerziehenden verbessern kann.
    Gerade Alleinerziehende ohne Ausbildung stehen vor großen Problemen, vor allem wenn sie wenig Unterstützung aus ihren Familien haben. Die Arbeitgeber scheuen sich häufig Sie einzustellen, weil immer wieder etwas mit dem Kind sein könnte und die Alleinerziehenden als Arbeitskraft ausfallen könnte. Für die jungen Mütter und Väter stellt sich die Frage: Wer kümmert sich um das Kind, wenn ich arbeiten gehe? „Nicht jeder hat eine Oma, bei der man das Kind abgeben kann“, erklärt Bernhard Mauel.
    Zukunft gemeinsam gestalten (ZuGG) ist deshalb das Motto und auch der Name des Projekts des Jobcenters Mayen und seiner Partner, die in den Netzwerkstellen MYKnetz und MYKfamnetz zusammenlaufen. Ziel ist es, dass die Alleinerziehenden Betreuung aus einer Hand erfahren und ein Ansprechpartner für die Wirtschaft zu sein. Ein Angebot ist derzeit das „Bündnis für Ausbildung und Qualifizierung“, deren Ansprechpartnerin die Moderatorin der Netzwerkkonferenz Melanie Aldenhoven ist. Es wendet sich vor allem an junge Mütter ohne Ausbildung. Sie sollen hier eine gesicherte Kinderbetreuung, eine berufliche Zukunft, Ansprechpartner in allen Lebenslagen und Fortbildung bekommen. Gefördert wird das Projekt durch die EU und dem Land Rheinland-Pfalz.
    Die Wirtschaft ziert sich noch etwas, soll aber durch das Netzwerk ermuntert werden, auch Alleinerziehende auszubilden. „Arbeitgeber wollen Sicherheit, wir zeigen ihnen: die Kinderbetreuung kann geregelt werden“, sagt Melanie Aldenhoven. Eine Lösung ist, dabei die Ausbildung in Teilzeit durchzuführen. Dass dies klappt, zeigt das Beispiel von Vivian Huberty. Die 18-Jährige macht derzeit eine Teilzeitausbildung bei einem Rewe-Supermarkt in Mayen. Sie arbeitet 18 Stunden die Woche für ihre Ausbildung zur Verkäuferin im Einzelhandel, hat damit eine berufliche Zukunft und auch noch Zeit sich um ihre zweijährige Tochter zu kümmern.
    Dass die Ausbildung und die Einsatzplanung einer alleinerziehenden Jugendlichen nicht immer einfach sind, darauf hat sich das gesamte Marktteam eingestellt. „Für uns bedeutet es etwas mehr Organisationsaufwand, aber für eine 18-Jährige ist es ungleich schwieriger, Kind und Ausbildung unter einen Hut zu bringen“, sagt Marktleite

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