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Andernach

Jugendkriminalität nimmt weiter zu

Die Jugendkriminalität bleibt das große Sorgenkind der Andernacher Polizei. Mehr als ein Viertel aller ermittelten Tatverdächtigen war im vergangenen Jahr 21 Jahre und jünger. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre unvermindert fort. Das zeigt die Kriminalstatistik der Polizeiinspektion (PI) Andernach (zuständig für Andernach und die Verbandsgemeinden Pellenz sowie Weißenthurm) für das Jahr 2010, die Oberkommissar Michael Ochs vorstellte.

Andernach – Die Jugendkriminalität bleibt das große Sorgenkind der Andernacher Polizei. Mehr als ein Viertel aller ermittelten Tatverdächtigen war im vergangenen Jahr 21 Jahre und jünger. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre unvermindert fort. Das zeigt die Kriminalstatistik der Polizeiinspektion (PI) Andernach (zuständig für Andernach und die Verbandsgemeinden Pellenz sowie Weißenthurm) für das Jahr 2010, die Oberkommissar Michael Ochs vorstellte.


Von den 2434 ermittelten Tatverdächtigen (2009: 2212) waren 624 21 Jahre und jünger. Das entspricht einem Anteil von 25,6 Prozent und einer Steigerung gegenüber 2009. Damals wurden 514 jugendliche Tatverdächtige ermittelt, was im Jahr 2009 einer Quote von 23,2 Prozent entsprach.
Im vergangenen Jahr waren 81 Tatverdächtige zwischen 6 und 13, 276 zwischen 14 und 17 sowie 267 zwischen 18 und 21 Jahre alt – eine Steigerung in allen Altersklassen. Ochs führt diese erneute Steigerung vor allem auch darauf zurück, dass verstärkt Alkohol und Drogen konsumiert werden. Beides führe zur Herabsetzung von Hemmschwellen. Das zeigen auch die Zahlen der Fälle, in denen Straftaten unter Alkohol- und Drogeneinfluss begangen wurden. In 339 Fällen (11,5 Prozent) war Alkohol im Spiel, in 407 Fällen (13,8 Prozent) harte Drogen. Damit rangieren harte Drogen vor Alkohol. „Diese Entwicklung wächst stetig“, sagte Ochs. Dazu komme der Wegfall der Sozialkontrolle in gewissen Gebieten und wachsende Anonymität. „Dieser Problembereich ist nur gesamtgesellschaftlich zu lösen“, stellte Ochs fest.
Große Probleme gibt es immer mehr mit ausländischen Bürgern. Von den 2434 ermittelten Tatverdächtigen haben 345 eine ausländische Nationalität. Damit ist der Ausländeranteil von 10,5 Prozent 2008 und 12,1 Prozent im Jahr 2009 auf 14,2 Prozent gewachsen. Die Zahl der ermittelten ausländischen Tatverdächtigen ist im Vergleich zu 2009 um 28,7 Prozent gewachsen.
Die zunehmende Gewalt spiegelt sich auch in der Statistik wieder. Die Rohheits- und Gewaltdelikte sind von 745 Fällen im Jahr 2009 auf 753 Fälle gestiegen. Insbesondere die gefährliche und schwere Körperverletzung im öffentlichen Raum hat zugenommen: 123 Fälle 2009, 141 Fälle 2010 (+14,6 Prozent). Parallel dazu registriert die Polizei in diesem Bereich auch mehr Sachbeschädigungen (2009: 218; 2010: 281). Insgesamt nahm die Polizei 603 Sachbeschädigungen auf, 40 mehr als 2009. Davon entfielen 240 Fälle auf Sachbeschädigung an Autos. Insgesamt ist die Anzahl aller Körperverletzungen allerdings von 528 Fällen 2009 auf 517 Fälle 2010 leicht gesunken. Die Aufklärungsquote liegt um 90 Prozent. Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen in diesem Bereich ist aber von 484 (2009) auf 486 (2010) gestiegen. Insbesondere bei Volksfesten, Veranstaltungen und an Karneval, wenn viel Alkohol getrunken wird, sei die Hemmschwelle über die Jahre hinweg kontinuierlich gesunken.
Insgesamt registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 4878 Fälle (2009: 4623. Davon ereigneten sich 2095 in Andernach (2009: 2187), 892 in der Verbandsgemeinde (VG) Pellenz (2009: 737) und 1891 in der VG Weißenthurm (2009: 1699).

Christoph Maurer

Mayen-Andernach
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