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    Im Kreis Mayen-Koblenz sind Arbeitnehmer häufiger krank

    1,8 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt liegen die Fehlzeiten der Arbeitnehmer im Kreis Mayen-Koblenz laut dem jüngsten Gesundheitsreport der Barmer-Krankenkasse für Rheinland-Pfalz.

    Foto: Thomas Jansa - Fotolia

    Bundesweit sind die Fehlzeiten im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent angestiegen, in Rheinland-Pfalz sogar um 3,4 Prozent. Das entspricht einem Plus von 0,28 Krankentagen je Erwerbsperson bundesweit und 0,56 Tagen in Rheinland-Pfalz.

    "Im Landkreis Mayen-Koblenz waren im vergangenen Jahr im Vergleich zum Bundesdurchschnitt 1,6 Prozent mehr Arbeitsunfähigkeits-Fälle zu verzeichnen und 1,8 Prozent mehr Fehltage", sagt Barmer-Bezirksgeschäftsführer Roland Geisbüsch. Je 100 Versicherte waren das im Landkreis 120 Krankheitsfälle und 1733 Arbeitsunfähigkeitstage, bundesweit 117 Fälle und 1702 Tage. Maßgeblich mitverantwortlich für den bundesweiten Anstieg der Fehlzeiten von 2011 auf 2012 waren die ansteigenden Fehlzeiten mit Diagnosen psychischer Störungen. Insgesamt verursachen die psychischen Erkrankungen aktuell 18,9 Prozent der Fehlzeiten und liegen damit nur noch knapp hinter den Muskel-Skelett-Erkrankungen (23,3 Prozent), dann folgen Atemwegserkrankungen (12,3 Prozent) und Verletzungen (11,7 Prozent).

    Die Arbeitsunfähigkeitstage wegen psychischer Erkrankungen lagen im Kreis Mayen-Koblenz um 3,6 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Bezogen auf 100 Versicherte gingen damit bundesweit 320 Tage auf das Konto psychischer Erkrankungen, im Landkreis waren es nur 309 Tage. Deutlich über dem Bundesschnitt lagen im Kreis die Fehlzeiten wegen Muskel-Skeletterkrankungen, in der Regel Rückenschmerzen (plus 5,9 Prozent). Auf 100 Versicherte kamen bundesweit 394 Fehltage, im Kreis Mayen-Koblenz waren es sogar 417 Tage.

    Die Interpretation von Statistiken zu Arbeitsunfähigkeiten ist nicht einfach. Führen doch gesundheitliche Einschränkungen erst ab einer bestimmten individuellen Schwelle dazu, dass der Arbeitnehmer krankgeschrieben wird und nicht am Arbeitsplatz erscheinen kann. "Ein Arbeitnehmer kann beispielsweise durchaus schon lange unter leichteren Kopfschmerzen gelitten haben, ehe er wegen zunehmender Beschwerden vom Arzt krankgeschrieben wird", betont Geisbüsch. Eine leichtere Fußverletzung kann bei ausschließlicher Bürotätigkeit am Schreibtisch durchaus ohne Fehlzeiten heilen. Dagegen kann eine identische Verletzung bei körperlich belastenden Tätigkeiten, beispielsweise bei Briefträgern oder Bauarbeitern, zu mehrwöchigen Arbeitsausfällen führen. Hinzu kommen unterschiedliche Berufs- und Altersstrukturen, die zu uneinheitlichen Zahlen führen.

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