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Kruft

Haushalt: Kruft plant Projekte für 2,1 Millionen Euro

Mira Müller

Das Eigenkapital der Ortsgemeinde Kruft sinkt stetig: Von 19,7 Millionen Euro im Jahr 2009 auf voraussichtliche 11,8 Millionen Euro Ende dieses Jahres. Damit ist Kruft kein Einzelfall. Bürgermeister Rudolf Schneichel stellte in der jüngsten Ratssitzung fest, dass „die Aufgaben, die in der Gemeinde zu erfüllen sind, mit dem normalen Geldaufkommen, sprich Steuern und Abgaben, ohne Fremdmittel nicht zu begleichen sind“. Doch glücklicherweise müssten dieses Jahr keine Kredite aufgenommen werden.

Die Arbeiten zum Rückbau der ehemaligen Bundesstraße durch Kruft neigen sich dem Ende entgegen. Dieses Projekt schlägt sich im Haushalt 2018 noch mal mit einer Investition von 1,23 Millionen Euro nieder.
Die Arbeiten zum Rückbau der ehemaligen Bundesstraße durch Kruft neigen sich dem Ende entgegen. Dieses Projekt schlägt sich im Haushalt 2018 noch mal mit einer Investition von 1,23 Millionen Euro nieder.
Foto: Andreas Walz

Das liegt auch daran, dass sich die Investitionen in neue Bau- und Gewerbegebiete auszahlen. So sind für das Baugebiet Kruft Süd II Einnahmen in Höhe von 1,05 Millionen Euro bereits vertraglich gesichert, mit dem Verkauf von Grundstücken im Gewerbegebiet Streitgierenweg wurden bereits 350.000 Euro verdient. Aber es wird auch investiert: Hier die fünf größten Projekte.

  1. Größter Posten ist der Rückbau der Bundesstraße zur Alten Chaussee, für den 1,23 Millionen Euro vorgesehen sind. Ein großer Teil ist davon schon verbaut, nur noch nicht in Rechnung gestellt, erläutert Schneichel im Gespräch mit unserer Zeitung. Nun befindet sich das Projekt, die ehemalige Bundesstraße zurückzubauen, auf der Zielgeraden. Letzte Maßnahmen im Bereich zwischen Jahnstraße und Netto-Markt müssen noch fertiggestellt werden. Schneichel rechnet damit, dass die Arbeiten im Mai oder Juni abgeschlossen werden können, doch aufgrund der Witterung sei es schwierig, ein festes Datum zu nennen.

  2. Weitere 231.000 Euro stehen bereit, um in den Bauhof investiert zu werden. Das Gebäude ist rund 60 Jahre alt, berichtet Schneichel, das Dach undicht, und gerade im Winter, wenn die Gerätschaften in der Halle lagern, wird es dort sehr eng. Daher soll das Dach erneuert werden. Die Gelegenheit wird genutzt, um auch einen Anbau zu machen, wo künftig die Geräte untergestellt werden können. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob die Installation einer Fotovoltaikanlage Erträge bringt. Dann könnte dort auch eine solche Anlage installiert werden. Der Beschluss zur Erweiterung des Bauhofs sowie der Dacherneuerung ist bereits gefasst, Aufträge sollen zeitnah ausgeschrieben werden, informierte Schneichel.

  3. Drittgrößter Posten umfasst die energetische Sanierung der Außenhülle der Vulkanhalle, die sich mit 161.000 Euro im Haushalt niederschlägt. Dabei hofft die Gemeinde auf eine 90-prozentige Förderung durch Investitionsprogramm 3.0, von der das Projekt abhängig gemacht wird. Der Antrag auf die Zuwendung muss bis Ende März gestellt werden. Wenn die Bewilligung kommt, sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden, so Schneichel.

  4. 60.000 Euro sind für den Bau eines Minispielfelds vorgesehen, das auf gemeindlichem Gelände zwischen Skaterbahn und Bauhof gebaut werden soll. Das Spielfeld könnte dann auch von der Schule genutzt werden.

  5. Um das Rathaus der Gemeinde barrierefrei zu erreichen, sind weitere 50.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Bevor ein Auftrag dazu vergeben wird, muss die Frage geklärt werden, ob ein Aufzug oder ein Treppenlifter, der günstiger wäre, eingebaut werden soll. Durch einen Treppenlifter könnte der Fluchtweg jedoch zu eng werden, gibt Schneichel zu bedenken.

Hinzu kommen kleinere Projekte, für die Mittel im Haushalt vorgesehen sind. Doch: „Ob dies wie im Haushalt vorbereitet in 2018 alles umsetzbar ist, müssen wir mal sehen“, so Schneichel, „der Wille dazu ist da, aber ein Sechstel des Jahres ist schon vorbei.“

Von unserer Redakteurin Mira Müller

Haushalt 2018 in Kürze

Der Haushalt der Gemeinde Kruft in kurz und bündig.

  • Ergebnishaushalt Erträge: 5.419.191 Euro Aufwendungen: 6.370.440 Euro Fehlbetrag: 951.249 Euro
  • Finanzhaushalt Ordentliche Einzahlungen: 5.235.276 Euro Ordentliche Auszahlungen: 5.432.659 Euro Saldo: 197.383 Euro
  • Einnahmen durch Zuwendungen (Bund, Land): 586.433 Euro durch Steuern und ähnliche Abgaben: 4.204.428 Euro
  • Abgaben durch die Kreisumlage: 1.569.799 Euro durch die VG-Umlage: 1.190.568 Euro
  • Kredite Liquiditätskredit: 3.205.620 Euro
  • Voraussichtlicher Schuldenstand (Ende 2018): 11,845 Millionen Euro
  • Voraussichtliches Eigenkapital (Ende 2018): 11,765 Millionen Euro
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