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    Grüner wird's nicht: Neustraße in Mayen bleibt baumfreie Zone

    Dass die Neustraße und die Straße „Im Hombrich“ im Sanierungsgebiet der Aktiven Stadt in Mayen ausgebaut werden, ist beschlossene Sache. Über das „Wie“ gab es im Stadtrat jedoch eine Diskussion. Im Mittelpunkt stand die Frage: Sollen in der Neustraße Bäume gepflanzt werden – oder besser nicht?

    Grüner wird’s nicht: Wenn im kommenden Jahr die Neustraße in Mayen ausgebaut wird, sollen dort keine Bäume angepflanzt werden. Das hat die Mehrheit im Stadtrat beschlossen.  Foto: Andreas Walz
    Grüner wird’s nicht: Wenn im kommenden Jahr die Neustraße in Mayen ausgebaut wird, sollen dort keine Bäume angepflanzt werden. Das hat die Mehrheit im Stadtrat beschlossen.
    Foto: Andreas Walz

    Konkret ging es um sechs Bäume, die nach den Plänen der Stadtverwaltung im Zuge des Straßenausbaus angepflanzt werden sollten. Sie sollten die geplanten neun Parkplätze am Straßenrand auflockern und darüber hinaus das Stadtbild und das Stadtklima verbessern, heißt es in der Sitzungsvorlage. Doch daraus wird nichts.

    Auf Antrag der CDU und mit der Stimmenmehrheit von CDU und SPD beschloss der Stadtrat, auf Bäume und Grünflächen bei der Sanierung der Neustraße zu verzichten. „Ich weiß, dass Bürger mehr Grün in der Stadt wollen“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernhard Mauel bei seiner Antragsbegründung. Die Neustraße sei dafür aufgrund der Standortbedingungen aber nicht geeignet. „Ich sage voraus, dass wir unterentwickelte Bäume bekommen würden.“ Auch Pflanzbeete waren für Mauel keine Alternative. „Wir können die Anlagen im innerstädtischen Bereich nicht befriedigend pflegen“, argumentierte der CDU-Fraktionsvorsitzende.

    Dem pflichtete sein Fraktionskollege Christoph Rosenbaum bei, der zudem auf einen weiteren Aspekt hinwies. Ein Verzicht auf Grünflächen in der Neustraße bringt einen Zugewinn an Parkplätzen. „Die sind an dieser Stelle sehr viel wert“, sagte Rosenbaum, „denn der Parkraum ist ohnehin schon eng.“

    Die Grünen konnten den Antrag der CDU nicht nachvollziehen. Matthias Kaißling verwies in seiner Erwiderung auf die Pflanzbeete am Mayener Innenstadtring: „Die werden doch auch gut gepflegt.“

    Oberbürgermeister Wolfgang Treis bedauerte es, „dass wir bei der Betrachtung von Grünflächen den Fokus auf Flächen richten, die nicht funktionieren“. Demgegenüber gebe es auch Anlagen, die sich sehr schön ins Stadtbild einpassten, sagte der OB, der zudem betonte: „Dass die Neustraße kein Grün hat, tut ihr auch nicht gut.“ Die Argumente für eine Begrünung der Neustraße fanden im Stadtrat jedoch keine Mehrheit.

    Grundsätzliche Kritik an der Beschlussvorlage äußerten die Freien Wähler Mayen (FWM). Deren Fraktionsvorsitzender Hans-Georg Schönberg ging auf eine Anwohnerversammlung ein, in der nach seiner Aussage Fragen offen geblieben waren, etwa zu den Kosten und zur künftigen Schadstoffbelastung im Sanierungsgebiet. Zudem kritisierte er, dass in der Vorlage nicht benannt werde, wie die Ausbaubeiträge zwischen den Anliegern und der Stadt Mayen aufgeteilt werden sollen.

    Dazu erklärte OB Treis, dass die Ausbaukosten in der Anwohnerversammlung sehr wohl erörtert worden seien. „Und die Beitragsbemessung wird derzeit einer gesonderten Überprüfung unterzogen“, sagte Treis. Darüber werde der Stadtrat dann in einer weiteren Sitzung beschließen.

    Am Ende sprach sich eine Mehrheit im Stadtrat für den Ausbau der Neustraße und der Straße „Im Hombrich“ ohne Begrünung aus. Sieben Ratsleute stimmten gegen diesen Beschlussvorschlag, drei weitere enthielten sich.

    Beim Ausbau erhalten beide Straßen eine neue Fahrbahndecke aus Asphalt. Die Arbeiten sollen in der ersten Hälfte des kommenden Jahres beginnen und werden voraussichtlich bis zum Frühjahr 2019 dauern. Infolge des Ausbaus fallen in der Neustraße Parkplätze weg. Nach der ursprünglichen Planung sollte die Zahl der Parkplätze von 15 auf 9 sinken. Durch den Verzicht auf eine Begrünung können zwei, möglicherweise auch drei Parkplätze mehr erhalten werden. Der Ausbau ist mit Kosten von knapp 692.000 Euro veranschlagt. Dazu gibt es Zuschüsse aus dem Sanierungsprogramm der Aktiven Stadt.

    Von unserem Redakteur Hilko Röttgers

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