40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Mayen/Andernach
  • » Grenzsteine: Zeugnisse längst vergangener Zeiten
  • Aus unserem Archiv

    Grenzsteine: Zeugnisse längst vergangener Zeiten

    Plaidt - Demjenigen, der sich aufmacht, um vom Vulkanpark-Infozentrum in Plaidt/Saffig Richtung Kretz zu wandern, fällt gleich hinter der Nettebrücke am Rande des Rauscherparks ein kleine Wiesenfläche ins Auge, auf der eine größere Anzahl Basaltsteine steht. Es handelt sich dabei um historische Grenzsteine.

    Der Geschichtsverein hat die uralten Grenzsteine auf einer Wiesenfläche angeordnet und erhält sie so für die Nachwelt.
    Der Geschichtsverein hat die uralten Grenzsteine auf einer Wiesenfläche angeordnet und erhält sie so für die Nachwelt.
    Foto: Franz Josef Dosio

     

    Plaidt - Demjenigen, der sich aufmacht, um vom Vulkanpark-Infozentrum in Plaidt/Saffig Richtung Kretz zu wandern, fällt gleich hinter der Nettebrücke am Rande des Rauscherparks ein kleine Wiesenfläche ins Auge, auf der eine größere Anzahl Basaltsteine steht. Es handelt sich dabei um historische Grenzsteine. Dort platziert hat sie der Geschichtsverein Plaidt. Die Gemeinde dankte jetzt dem rührigen Verein für den Erhalt der kulturhistorisch wertvollen kleinen Denkmale.

    Bereits im Jahr 2002, kurz nachdem der Geschichtsverein Plaidt gegründet wurde, fiel einigen Mitgliedern ein uralter Grenzstein in die Hände. "Es war uns natürlich sehr daran gelegen, dieses Kulturgut zu sichern", berichtet Geschäftsführer Wolfgang Horch. Doch bei dem einen Markstein aus Basalt blieb es nicht. Nach und nach konnte der Verein 29 Exemplare dieser alten Flurmarken zusammentragen. "Wir hoffen, dass noch einige dazu kommen", so Horch.

    Ursprünglich sollten die Steine innerhalb des Dorfes an der Hummerichhalle aufgestellt werden, doch vonseiten der Gemeinde wurde dem Verein der Vorschlag gemacht, die Grenzmarken dort aufzustellen, wo sie einem breiteren Publikum präsentiert werden können. Das Gelände war schnell ausgemacht - eine kleine, direkt am Vulkanpark-Wanderweg gelegene Wiese. Ortsbürgermeister Wilhelm Anheier hält die Initiative des Vereins für eine Superidee. Mit einem kleinen Präsent dankte er dem Verein jetzt für den Einsatz und die Arbeit, die Mitglieder in das Aufrichten und die Sicherung der Steine gesteckt haben. Jeder der Steine wurde in ein Betonbett gesteckt und mit einem Eisenbolzen verankert. "Wir stellten dem Verein gern das kleine Wiesengrundstück zur Verfügung, damit viele Menschen etwas von den geschichtlich interessanten Feldmarken haben. Ohne Zweifel sind sie ein weiterer Glanzpunkt hier im Rauscherpark", so der Ortschef.

    Gestiftet wurden die Grenzmarken in erster Linie von Privatpersonen, darunter auch einigen Landwirten, die die Steine zum Teil seit vielen Jahren auf ihren Höfen aufbewahrten. Ein Stein mit eingemeißeltem Abtsstab, was auf einstigen Besitz des Klosters Maria Laach hindeutet, wurde von Roland Hartig, einem Mitglied des Vereins, auf einer Abfallhalde gefunden und dem Verein übergeben. "Zwei der Steine stammen vom Jakobsberg bei Boppard, aus der Anlage des Hans Riegel (Haribo), berichtet Horch. Wo all die Steine einst standen, kann heute leider nicht mehr nachvollzogen werden, aber außer den beiden zuvor genannten stammen alle aus der Feldflur von Plaidt und der näheren Umgebung", bemerkt Wolfgang Horch. Die ältesten Grenzmarken, die auf der Wiese zu sehen sind, sind vermutlich mittelalterlichen Datums. Auf dem ein oder anderen Stein verraten Jahreszahlen deren Alter. Aber was fast allen Steinen eigen ist - sie weisen eine Hausmarke auf, was auf ihr hohes Alter hindeutet. Bei all den Grenzsteinen gibt es auf der kleinen Anlage eine Ausnahme.

    Ein auffälliger Granitstein mit einem kleinen Kreuz auf der Oberseite stammt vom Gipfel des Plaidter Hummerichs. Dort diente er nicht als Grenzstein, sondern als Trigonometrischer Messpunkt. "Er stand ursprünglich an der höchtsgelegenen Stelle des Vulkankegels, gleich neben dem Gipfelkreuz", berichtet Heinz Schönhofen. Später wurde er in Richtung Westen versetzt. Heinz Breitbach, der ehemalige Betriebsbleiter des Unternehmens Meurin, stellte dem Geschichtsverein den Stein zur Verfügung. Franz-Josef Dosio

    Mayen-Andernach
    Meistgelesene Artikel
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    Anzeige
    Mayen: 725 Jahre Stadt
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Montag

    10°C - 13°C
    Dienstag

    13°C - 15°C
    Mittwoch

    12°C - 19°C
    Donnerstag

    12°C - 18°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige