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Mayen

Genovevaburg: Statische Untersuchung wird teurer – Sanierung des Gebäudes ist Mammutaufgabe

Die Sanierung der Genovevaburg ist eine Mammutaufgabe, der sich die Stadt Mayen in den kommenden Jahren stellen muss. Derzeit läuft die statische Untersuchung des Gebäudes – und schon dabei zeigt sich, dass es für Mayen teuer werden wird. Das beschäftigt nun auch den Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am morgigen Mittwoch, 6. Dezember.

Die Sanierung der Genovevaburg wird Mayen noch über Jahre beschäftigen. Aktuell soll der Stadtrat eine überplanmäßige Ausgabe von 95.000 Euro für eine Untersuchung beschließen.
Die Sanierung der Genovevaburg wird Mayen noch über Jahre beschäftigen. Aktuell soll der Stadtrat eine überplanmäßige Ausgabe von 95.000 Euro für eine Untersuchung beschließen.
Foto: Andreas Walz

Das Gremium soll kurzfristig eine überplanmäßige Ausgabe im Etat für das laufende Jahr beschließen. Grund ist, dass die statische Untersuchung fast doppelt so viel kosten wird wie ursprünglich veranschlagt. Im Etat des vergangenen Jahres waren dafür 100.000 Euro vorgesehen. Nun sind weitere 95.000 Euro erforderlich, die noch im Haushalt 2017 berücksichtigt werden sollen, sofern der Stadtrat dem zustimmt. Das geht aus der Vorlage zur Ratssitzung hervor.

Bei der statischen Untersuchung ermitteln Fachleute, wie es um die Standsicherheit der Genovevaburg bestellt ist. Dafür nehmen sie das gesamte Gebäude von oben bis unten unter die Lupe. Im Zuge der Überprüfung werden beispielsweise Böden, Decken und Wände geöffnet, um die Tragfähigkeit der Konstruktion zu ermitteln. Die Arbeiten sollen bis Ende März 2018 abgeschlossen werden, da die Genovevaburg von April 2018 an wieder von den Burgfestspielen genutzt werden soll. Aus den Erkenntnissen der Untersuchung soll dann das weitere Vorgehen abgeleitet werden.

Und auch damit befasst sich der Stadtrat bereits in seiner morgigen Sitzung. Konkret geht es um die Instandsetzung der Decken über dem Erdgeschoss der Genovevaburg. Diese Arbeiten sind mit Kosten von insgesamt 467.000 Euro veranschlagt, die in den Jahren 2018 und 2019 anfallen sollen. Diese finanziellen Auswirkungen sollen per Stadtratsbeschluss bereits im Haushalt 2018 dargestellt werden.

Neben der statischen Untersuchung und der geplanten Deckensanierung, die zwischen September 2018 und März 2019 erfolgen soll, gehört die Sanierung zweier Stützmauern zum ersten Bauabschnitt. Dafür wurden in diesem Jahr bereits 48.000 Euro überplanmäßig bereitgestellt. Insgesamt belaufen sich die Kosten im ersten Bauabschnitt auf 710.000 Euro.

Das Land Rheinland-Pfalz habe eine Förderwilligkeit signalisiert, heißt es in der Sitzungsvorlage. Demnach werde das Land aus Mitteln des Investitionsstocks 60 Prozent der Kosten tragen. Ein finaler Förderantrag liege den Behörden mittlerweile vor.

Mit dem ersten Bauabschnitt allein ist es aber nicht getan. In einem zweiten Bauabschnitt soll vom Jahr 2019 an eine substanzielle Sanierung des Amtshauses der Genovevaburg folgen, die vorläufig bis 2021 mit jährlichen Kosten von jeweils 500.000 Euro veranschlagt ist. Auch dafür hat die Stadt einen Förderantrag gestellt und rechnet mit Zuwendungen von 300.000 Euro pro Jahr. Die Umsetzung der Sanierung erfolgt nur, wenn die Zuschüsse fließen. Hilko Röttgers

Die Sitzung des Mayener Stadtrats am Mittwoch, 6. Dezember, beginnt um 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Tagesordnung und Sitzungsvorlagen gibt es im Internet unter http://ku-rz.de/44aw

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Euro mehr – und damit insgesamt fast doppelt so viel wie ursprünglich veranschlagt – kostet die statische Untersuchung der Genovevaburg.

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