40.000
Aus unserem Archiv
Ettringen

Gemeinde schreitet ein: Grundschule Ettringen wird Opfer von Zerstörungswut

Anne Fuhrmann

Zugeklebte Türschlösser, zerbrochene Scheiben: Die Serie von Sachbeschädigungen an der Grundschule in Ettringen reißt nicht ab. Damit soll bald allerdings Schluss sein. Deshalb haben sich die Verantwortlichen eine Lösung überlegt.

Zugeklebte Türschlösser und zerbrochene Scheiben: Seit etwa einem halben Jahr gibt es immer wieder Fälle von Sachbeschädigungen an der Grundschule in Ettringen. Das will der Gemeinderat nicht länger hinnehmen und hat mehrheitlich einen entsprechenden Beschluss gefasst. Foto: Andreas Walz
Zugeklebte Türschlösser und zerbrochene Scheiben: Seit etwa einem halben Jahr gibt es immer wieder Fälle von Sachbeschädigungen an der Grundschule in Ettringen. Das will der Gemeinderat nicht länger hinnehmen und hat mehrheitlich einen entsprechenden Beschluss gefasst.
Foto: Andreas Walz

Die mutwilligen Zerstörungen, die vorwiegend in den Abend- und Nachtstunden passieren, haben kürzlich den Ettringer Gemeinderat beschäftigt, denn Ortsbürgermeister Werner Spitzley sieht dringenden Handlungsbedarf. Vor rund einem halben Jahr fing der Ärger demnach an. Zunächst haben der oder die unbekannten Täter Schlösser zugeklebt. Als daraufhin elektronische Türschlösser installiert wurden, war dies nicht mehr möglich. Doch die nächtlichen Aktionen ließen trotzdem nicht nach. Jetzt wird sich an den Fenstern des Gebäudes zu schaffen gemacht. „Allein in den vergangenen vier Wochen wurden dreimal Scheiben eingeschmissen“, klagt Spitzley im Gespräch mit der Rhein-Zeitung. Der Ortschef hat die Sorge, dass die Versicherung künftig nicht mehr für die Schäden aufkommt, wenn die Zerstörungen nicht bald aufhören.

Ein Problem ist, dass sich ein Täter bislang nicht ermitteln ließ. „Es gibt bisher auch keine konkrete Vermutung, wer dahinterstecken könnte“, sagt der Ortsbürgermeister. Deshalb hat der Gemeinderat Ettringen nun darüber diskutiert, ob eine Videoüberwachung auf dem Schulhofgelände installiert werden soll, und mit großer Mehrheit für diese Option gestimmt. Rektor Michael Spies hatte diese Möglichkeit vorgeschlagen. Allerdings muss sich das Lehrerkollegium und der Krisenstab mit der Überwachung ebenfalls einverstanden erklären. Auch der Elternbeirat und die Klassensprecher müssen informiert und angehört werden. Außerdem wird ein Hinweis angebracht, der vor dem Betreten des überwachten Bereichs auf die Videoaufzeichnungen aufmerksam macht.

Vorgesehen ist es, gleich mehrere Kameras an der Grundschule aufzustellen. Sie sollen im Bereich der zwei Gebäudeeingänge platziert werden, wo sich die Vorfälle bisher ereignet haben. Die Anschaffungskosten dafür schätzt Ortschef Spitzley auf 2500 bis 3000 Euro. Die Kameras würden die Anforderung erfüllen, dass die Daten aufgezeichnet und gespeichert und schließlich nach zwei bis drei Tagen wieder gelöscht werden. Spitzley rechnet damit, dass die Installation der Geräte erst im neuen Jahr durchgeführt werden kann, denn für die Kameras müssen zunächst noch Angebote eingeholt werden.

Der Ortsbürgermeister hofft, dass die Überwachung bei der Aufklärung der Sache hilft und die entsprechende Person identifiziert werden kann. Zudem verspricht man sich von den Kameras eine abschreckende Wirkung, heißt es in der Vorlage zur Ratssitzung. „Man muss sehen, was es bringt. So jedenfalls kann es nicht weitergehen“, meint Spitzley. Spätestens nach Ablauf eines Jahres soll überprüft werden, ob der Grund für die Überwachung nach wie vor besteht.

Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann
Mayen-Andernach
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
Mayen: 725 Jahre Stadt
epaper-startseite
Regionalwetter
Samstag

0°C - 8°C
Sonntag

2°C - 6°C
Montag

0°C - 5°C
Dienstag

0°C - 4°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach