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    Erfolgreiches Heimspiel beim Bezirksbundesfest in Nitztal: Gerd Müller ist König

    Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Nitztal hatte am Wochenende doppelten Grund zum Feiern. Zum einen richtete sie zum vierten Mal in ihrer 121-jährigen Vereinsgeschichte mit Unterstützung zahlreicher Helfer des Ortsbeirates und der Vereine das Bundesfest des Bezirksverbands Maria Laach aus. Und zum anderen stellen die Gastgeber mit Gerd Müller den neuen Bezirkskönig. Er vertritt den Bezirksverband Maria Laach nun beim 75. Bundesfest des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften am 9. und 10. September in Heinsberg.

    Der Moment der Verkündung: Jetzt weiß Gerd Müller (Mitte), dass er der neue Bezirkskönig des Bezirksverbands Maria Laach ist. Foto: Andreas Walz
    Der Moment der Verkündung: Jetzt weiß Gerd Müller (Mitte), dass er der neue Bezirkskönig des Bezirksverbands Maria Laach ist.
    Foto: Andreas Walz

    In fairen Schießwettbewerben wurde der neue Würdenträger am Samstagnachmittag ermittelt. Insgesamt waren 29 amtierende Schützen- und Scheibenkönige aus den 20 Bruderschaften des Bezirksverbands Maria Laach in dem 160 Seelen zählenden Stadtteil von Mayen angetreten, um Bezirkskönig zu werden. Schon die Teilnahme war für jeden einzelnen ein Erfolg.

    Dem erfahrenen Schützen Gerd Müller aus Kirchwald, einem langjährigen Mitglied der Nitztaler Bruderschaft, gelang es bei seinem nunmehr siebten Anlauf, sich mit 28 Ringen die Würde des Bezirkskönigs zu sichern. „Jetzt gilt‘s“, hatte sich der 61-Jährige gesagt. „Ich hatte bei meinem Heimspiel direkt ein gutes Gefühl und war mit meiner Leistung zufrieden.“

    Damit vor der Bekanntgabe der Ergebnisse nichts nach außen dringt, wurde verdeckt geschossen. Die Teilnehmer verließen nach drei Wertungsschüssen sofort den Schießstand. Er sei ganz ruhig gewesen und habe nichts verwackelt, berichtete Müller, der insgeheim mit 28 Ringen gerechnet hatte. Doch ob das für den Titel des Bezirkskönigs reichen würde?

    Bis gegen 22 Uhr mussten sich Schützen und Gäste gedulden, ehe Müller von Norbert Steffens, dem Bundesmeister des Bezirksverbands Maria Laach, und vom Schirmherrn des Festes, Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis, im Beisein von Bezirksverbandsschießmeister Thomas Krämer zum neuen Bezirkskönig ernannt wurde. Flankiert wird Müller von seiner Frau. „Ich war zunächst völlig sprachlos“, berichtet Lydia Müller. Voller Stolz nahm die neue Schützenmajestät die Königskette des Bezirks entgegen, die zuvor Stephan Tullius getragen hatte. „Wir freuen uns schon auf die vielen Veranstaltungen zu denen wir eingeladen werden,“ erklärte Müller freudestrahlend.

    Da der Bezirksverband Maria Laach als mitgliederstärkster Verband der Diözese Trier beim Bundeskönigsschießen eigentlich mit zwei Teilnehmern an den Start gehen darf, lag am Samstagabend ein bisschen Wermut in der Luft. Denn die Zweitplatzierte Petra Zimmer (27 Ringe) von der Mayener St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft darf an den Wettbewerben in Heinsberg nicht teilnehmen. Sie war schon 2013 als Bezirkskönigin am Diözesankönigsschießen dabei. Laut den Statuen der Deutschen Historischen Schützen wird man danach für fünf Jahre gesperrt. „Vielleicht hätte Petra Zimmer besser nicht mitgeschossen, sondern anderen die Chance zur Teilnahme gegeben“, sagte der neue Würdenträger Gerd Müller.

    Das gleiche Schicksal hätte auch den Edmund Jax aus Zermüllen ereilen können. Der St.-Hubertus-Schütze aus dem Ortsteil von Kelberg hatte vor einigen Jahren die höchstmögliche Auszeichnung des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, den Titel des Bundesschützenkönigs, errungen. Auch Jax hätte zwar Bezirksschützenkönig werden können, aber dennoch in Heinsberg nicht antreten dürfen.

    Einen weiteren Glanzpunkt des Bezirksbundesfestes bildete der Festumzug am frühen Sonntagnachmittag. Durch die Teilnahme zahlreicher Schützenvereine und vieler Gäste war die Einwohnerschaft von Nitztal fast um das Zehnfache angestiegen. Die arbeitsintensiven Vorbereitungen der Nitztaler Schützen haben Früchte getragen: Die immense organisatorische und logistische Meisterleistung haben die Gastgeber mit Bravour über die Bühne gebracht.

    Von unserer Mitarbeiterin Elvira Bell

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