40.000
Aus unserem Archiv
Andernach

Damit Jecken an Rosenmontag in Andernach sicher feiern können: Null Toleranz für Unruhestifter

„Dräimol Annenach Alaaf“ wird es am Rosenmontag ab 14.11 Uhr wieder aus tausenden Kehlen schallen. Bis zu 30.000 Besucher erwartet der Festausschuss des Andernacher Karnevals zum größten Umzug in der Region. Damit die Jecken unbeschwert feiern können, haben Veranstalter, Stadtverwaltung und Einsatzkräfte im Vorfeld ein Sicherheitskonzept erarbeitet.

Die Polizei wird am Rande des Rosenmontagzugs durch die Andernacher Innenstadt Präsenz zeigen und auch mobile Zugriffstrupps im Einsatz haben, die in kurzer Zeit zur Stelle sind.
Die Polizei wird am Rande des Rosenmontagzugs durch die Andernacher Innenstadt Präsenz zeigen und auch mobile Zugriffstrupps im Einsatz haben, die in kurzer Zeit zur Stelle sind.
Foto: Thomas Frey (Archivbild)

Wir haben mit Jürgen Marx, kommissarischer stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Andernach, und dem Präsidenten des Festausschusses, Lutz Schnitzendoebel, darüber gesprochen, mit welchen Maßnahmen sie rund um den Zug für Sicherheit sorgen wollen:

1. Mobile Straßensperren: Die Zufahrten zur Zugstrecke werden mit Lkw blockiert, sobald sich der Rosenmontagszug in Bewegung setzt. Das wird inzwischen bei vielen Großveranstaltungen ähnlich gehandhabt, um die Gefahr von Anschlägen, wie sie in Nizza oder auf dem Berliner Weihnachtsmarkt verübt wurden, zu vermindern.

2. Schwerpunktkontrollen: Die Polizei wird verstärkt an den Orten im Stadtgebiet Präsenz zeigen, an denen es in den Vorjahren während des Rosenmontagsumzugs zu Vorfällen kam: „Die Rheinanlagen sind immer ein Brennpunkt, da sich dort viele Jugendlichen treffen, von denen einige stark dem Alkohol zugesprochen haben“, erzählt Marx. Dabei arbeiten die für Jugendkriminalität zuständigen Polizeibeamte eng mit den Streetworkern der Stadt zusammen.

3. Zugriffstrupps: Sollten trotz dem verstärkten Auftreten der Polizei Zugbesucher aneinandergeraten, ist die Polizei mit zwei Einheiten für Sonderlagen zur Stelle, die auf Abruf stehen und bei Bedarf mit Bussen zum Einsatzort fahren: „Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen sind die Polizisten oft mit Gruppen aus 15 bis 20 Leuten konfrontiert. Die Zugriffstrupps haben auch eine solche Lage schnell bereinigt“, erklärt Marx. Die Zugriffstrupps werden auch dann noch im Einsatz sein, wenn der Zug längst vorbei ist: Sie stehen auch dann noch zur Verfügung, wenn stark alkoholisierte Gäste in den Kneipen der Stadt für Probleme sorgen sollten.

4. Schutzzonen für Frauen: Einen besonderen Fokus legen die Einsatzkräfte an Rosenmontag auf den Schutz von Frauen vor sexuellen Belästigungen: „Da greifen wir konsequent durch und sprechen sofort Platzverweise aus“, beschreibt Marx , worauf sich die Täter gefasst machen müssen. Als Rückzugsorte für Schutz suchende Frauen stehen die Einsatzzentrale am Rheintor sowie das Polizeipräsidium am Stadtgraben, das in fußläufiger Entfernung zur Zugstrecke gelegen ist, zur Verfügung.

5. Prävention: Neben den Einsatzkräften sieht sich auch der Veranstalter in der Pflicht, für die Sicherheit der Besucher zu sorgen. Der Festausschuss des Andernacher Karnevals setzt laut seinem Präsidenten Lutz Schnitzendoebel dabei vor allem auf präventive Maßnahmen: „Wir appellieren im Vorfeld an die Vernunft der Zugteilnehmer, ohne dass wir groß mit Verboten hantieren.“ Wenn die Ansprachen nicht fruchten, scheut man im Festausschuss aber auch nicht davor zurück zu handeln: „Ruhestörer schmeißen wir aus dem Zug raus.“

6. Zugbegleiter: Der Veranstalter sorgt außerdem dafür, dass von den Prunkwagen, die durch das teilweise dicht gedrängt stehende Publikum rollen, keine Gefahren ausgehen. Dafür durchläuft jeder Wagen im Vorfeld eine sicherheitstechnische Prüfung. Pro Prunkwagen sind außerdem vier Zugbegleiter im Einsatz: „Die passen auf, dass kein Kind unter die Räder kommt“, sagt Schnitzendoebel.

Sowohl die Polizei als auch die Verantwortlichen vom Festausschuss gehen davon aus, dass man das Erforderliche getan habe, um den Andernachern einen unbeschwerten Rosenmontag zu ermöglichen: „Die Zusammenarbeit aller Verantwortlichen klappt sehr gut“, betont Marx.

Von unserer Redakteurin Martina Koch

Auch in den Stadtteilen und in der Pellenz geht es rund

Nicht nur in Andernach gehen die Narren zum Höhepunkt der Session auf die Straße. Folgende Umzüge setzen sich an den kommenden Tagen in der Region in Bewegung:

  • Am heutigen Samstag, 10. Februar, 14.11 Uhr, startet der Karnevalszug in Saffig, danach gibt es eine „After-Zuch-Party“.
  • Am Sonntag, 11. Februar, 14.11 Uhr, feiern die Plaidter Narren den Höhepunkt der Session mit einem Umzug und der „Noh em Zuch Fete“.
  • Im Andernacher Stadtteil Namedy treffen sich die Narren am Sonntag, 11. Februar, 14.11 Uhr, zu Umzug und anschließender Party.
  • In Eich startet der Karnevalsumzug am Sonntag, 11. Februar, um 15.11 Uhr.
Mayen-Andernach
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
Mayen: 725 Jahre Stadt
epaper-startseite
Regionalwetter
Sonntag

15°C - 28°C
Montag

17°C - 30°C
Dienstag

17°C - 28°C
Mittwoch

16°C - 26°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Anzeige