40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Mayen/Andernach
  • » Bürgermeisterwahl auf dem Maifeld: Klaus Meurer - Grüner möchte die Maifelder stärker beteiligen
  • Aus unserem Archiv

    MaifeldBürgermeisterwahl auf dem Maifeld: Klaus Meurer - Grüner möchte die Maifelder stärker beteiligen

    Aus privaten Gründen ist Klaus Meurer Ende 2012 nach Münstermaifeld gezogen. „Weil es mir auf dem Maifeld so gut gefallen hat, habe ich mir schließlich ein Haus in Küttig gekauft“, sagt der 55-Jährige. Nun will er auch politisch einiges in seiner Heimat bewegen. Zur Wahl des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Maifeld am 19. März tritt der selbstständige Unternehmensberater für Bündnis 90/Die Grünen an.

    Klaus Meurer tritt bei der Wahl des Verbandsgemeindebürgermeisters auf dem Maifeld am 19. März als Kandidat der Grünen an.  Foto: Anne Fuhrmann
    Klaus Meurer tritt bei der Wahl des Verbandsgemeindebürgermeisters auf dem Maifeld am 19. März als Kandidat der Grünen an.
    Foto: Anne Fuhrmann

    Seine Wurzeln hat Meurer an der Untermosel, geboren wurde er in Kobern. Dort begann sein politisches und soziales Engagement. 2005 schloss er sich den Grünen an. „Deren Themen und die offene Diskussionskultur passen gut zu mir. Politisch interessiert war ich aber schon vorher“, erklärt er. Inzwischen vertritt Meurer die Grünen nicht nur im Verbandsgemeinderat Maifeld, sondern auch im Kreistag. Zuvor ist er bereits Sprecher des Ortsverbands Maifeld-Mosel und des Kreisverbands der Grünen gewesen.

    Der Entschluss, gegen Amtsinhaber Maximilian Mumm (SPD) für die Position des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde zu kandidieren, ist von den Parteikollegen und ihm selbst gleichermaßen gefasst worden, sagt Meurer. „Ich sehe mich in der Lage, dieses Amt auszuüben. Ich habe kommunalpolitische Erfahrung und in meinem Berufsleben bereits Führungsaufgaben übernommen.“ Außerdem habe er gute Kontakte auf allen Ebenen. Von 2012 bis 2016 war der Betriebswirt wissenschaftlicher Mitarbeiter beim damaligen Landtagsmitglied Rahim Schmidt. Zuvor war er bei mehreren Firmen in der Region beschäftigt. Nun berät er kleinere und mittelgroße Unternehmen, vor allem auf dem Gebiet der Existenzgründung.

    Ein Schwerpunkt seines politischen Programms ist der Wunsch nach mehr Bürgerbeteiligung. „Es ist sowohl in der Wirtschaft als auch der Politik wichtig, in der Diskussion Argumente auszutauschen“, meint er. Bei Themen, die die Menschen interessieren wie aktuell die Sorge um Nitrat im Trinkwasser, müsse man frühzeitig in den Dialog mit den Bürgern kommen. „Das ist wichtig, weil sich viele nicht mehr für Politik interessieren. In den Orten kann man aber viel bewegen. Deshalb muss man auf Leute zugehen“, betont Meurer.

    Außerdem ist ihm daran gelegen, die Standortfaktoren auf dem Maifeld zu erhalten und zu stärken. „Dazu gehört das Schwimmbad in Münstermaifeld“, sagt er. Um vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine gute Infrastruktur vorzuhalten, sei es nötig, Baugebiete auszuweisen und Mobilität herzustellen, die über den öffentlichen Personennahverkehr hinausgeht. Der Erhalt der Grundschulen liegt ihm ebenfalls am Herzen. „Wir müssen auch eine ausgewogene Mischung von Tourismus, Freizeit und Wirtschaft finden“, meint er. Dazu zähle, dass Betriebe Ausbildungsplätze anbieten.

    Meurer ist Vorsitzender des Fördervereins des Freibades in Münstermaifeld und der Flüchtlingshilfe Maifeld. Zudem ist er bei der Feuerwehr, der Karnevalsgesellschaft und anderen Gruppen Mitglied. Für den ledigen 55-Jährigen ist wichtig, dass solche ehrenamtlichen Strukturen bestehen bleiben. Daher sei es wichtig, Vereine aktiv zu unterstützen.

    Noch „Luft nach oben“ sieht Meurer beim Klimaschutzkonzept des Kreises, das auch auf dem Maifeld praktisch umgesetzt werden müsse. Gut vorstellen könnte er sich, dass auf öffentlichen Einrichtungen Solaranlagen installiert werden. Potenzial sieht der Grüne außerdem beim Thema Wärmevernetzung. „Auf diese Weise könnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: den Energiebedarf reduzieren und Geld sparen.“

    Als weiteres Arbeitsfeld nennt Meurer den Natur- und Umweltschutz. Durch Gespräche mit Landwirten und Jägern könnten Verbesserungen erzielt werden, zum Beispiel durch das Bepflanzen von Äckerrandbereichen, um Brutplätze zu schaffen, schlägt er vor.

    Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

    RZ-Wahlfragebogen: Klaus Meurer antwortet

    Bei welchem Ereignis der Weltgeschichte wären Sie gerne dabei gewesen? Ich wäre gern beim Mauerfall dabei gewesen. Ich beschäftigte mich seit Jahren mit der deutschen Einheit.

    Mit welcher bekannten Persönlichkeit würden Sie gerne ein Bier oder einen Wein trinken? Ich könnte mir gut einen Abend mit Claudia Roth vorstellen. Wir hätten eine Menge Gesprächsstoff.

    Welcher Ihrer Angewohnheiten geht Familie oder Freunden am meisten auf die Nerven? Dass ich sehr aktiv bin und so vieles durchziehen will.

    Ich bin „süchtig“ nach... Fußball. Ich bin ein Fan von Borussia Mönchengladbach.

    Mich bringt zur Weißglut ... wenn es bei einer Diskussion nicht genügend Zeit gibt, alle Argumente auszutauschen. afu

    Wahlanlyse auf dem Maifeld: Mumm war ein starker GegnerDeutlicher Sieg: Maximilian Mumm (SPD) bleibt Bürgermeister der Verbandsgemeinde MaifeldMumm, Meurer oder Mahnke: Wen wählen die Maifelder zum Bürgermeister der VG?Bürgermeisterwahl auf dem Maifeld: Mumm ist alter und neuer VG-ChefBürgermeisterwahl auf dem Maifeld: RZ befragt die Kandidatenweitere Links
    Mayen-Andernach
    Meistgelesene Artikel
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    Anzeige
    Mayen: 725 Jahre Stadt
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Mittwoch

    9°C - 16°C
    Donnerstag

    9°C - 19°C
    Freitag

    10°C - 19°C
    Samstag

    11°C - 19°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige