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    Bürgerhaus Miesenheim: Begrünte Lärmschutzwand ist Favorit im Rat

    Aufgrund der abgeschiedenen Lage war es bisher kein Problem, wenn im Miesenheimer Bürgerhaus ausgelassen gefeiert wurde. Doch mit den Neubaugebieten, die in unmittelbarer Nähe auf beiden Seiten der Plaidter Straße entstehen, ändert sich dies nun. Denn nicht alle Bürger freuen sich spätabends über laute Musik. Lärmschutzwände sollen Abhilfe schaffen.

    Am Bürgerhaus werden wohl Mauern gebaut: Sowohl direkt vor dem Eingang als auch rechts neben dem Gebäude sollen Schallschutzwände die Bewohner des Neubaugebietes ruhiger schlafen lassen.  Foto: Silvin Müller
    Am Bürgerhaus werden wohl Mauern gebaut: Sowohl direkt vor dem Eingang als auch rechts neben dem Gebäude sollen Schallschutzwände die Bewohner des Neubaugebietes ruhiger schlafen lassen.
    Foto: Silvin Müller

    Von unserem Mitarbeiter Silvin Müller

    Bei der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates stellte Jürgen Milles, Leiter des Technischen Bauamt,s zwei Konzepte für einen Schallschutz vor dem Eingangsbereich der Halle vor. Eine Entscheidung zu dem Projekt trafen die Bürgervertreter vorerst nicht, da noch Fragen zur Gestaltung und den Kosten offen blieben. Diese sollen bis Mitte November geklärt werden.

    Nur wenig Anklang fand die ursprünglich vorgesehene Variante, bei der eine etwa drei Meter hohe und 70 Meter lange Wand parallel zum Eingangsbereich des Bürgerhauses auf der anderen Straßenseite verlaufen würde (die RZ berichtete). Da schon das Niveau der Straße vom geplanten Neubaugebiet am Friedhof aus etwa 2,50 Meter hoch liegt, würden die Anwohner auf einen etwa 5,50 Meter hohen Wall mit Wand in Richtung Bürgerhaus schauen, der auch Sonnenlicht wegnimmt. Zudem ist der Untergrund auf der zum Friedhof gelegenen Straßenseite für eine schwere Schutzwand wahrscheinlich zu weich, was einen teuren Bodenaustausch oder eine Pfahlgründung erfordern würde.

    Eher konnten sich die Bürgervertreter mit der zweiten Variante anfreunden. Dabei würde die Schutzwand rund drei Meter hoch und etwa 43 Meter lang sein. Sie soll direkt vor dem Bürgerhauszugang zwischen den vorderen Parkplätzen und dem Gehweg stehen und könnte entweder aus einem Stahlbetonplatten und Holzwänden im Wechsel oder aus einem bepflanzbaren Gestell gebaut werden. In diesem Fall hätte die Wand den Anmutung einer Hecke. Keine Option ist direkt eine Hecke zu setzen, da diese den Lärmschutz nicht ausreichend gewähren würde.

    Um den gewünschten Schutzeffekt zu erzielen, müsste die Zufahrt zum Bürgerhaus bis zur Höhe der Blumenstraße versetzt werden. Mögliche Kosten konnte Fachbereichsleiter Jürgen Milles für die verschiedenen Pläne noch nicht angeben. Er rechnet allerdings damit, dass die erste Variante durch die Notwendigkeit einer Bodenstabilisierung etwa doppelt so teuer würde.

    "Variante eins würde mir nicht gefallen", urteilte Ortsvorsteher Gerhard Masberg. "Es bleibt ja nur die andere Lösung", meinte auch SPD-Fraktionssprecher Axel Bartels, während FWG-Mitglied Dirk Rabenhofer monierte, dass das Bürgerhaus als eines der Schmuckstücke des Dorfes auch weiter sichtbar sein sollte. Eine Schutzwand vor dem Eingang würde den Blick auf das Gebäude verdecken. Stadtplanungsamtsleiter Eckhard Koch entgegnete daraufhin, dass es transparente Elemente aus Glas oder Plexiglas gäbe.

    CDU-Sprecher Eric Kronenbürger unterstützt ebenso Variante zwei und bat zu klären, was eine Schutzwand mit solchen transparenten Elementen kostet. Jürgen Milles gab zu bedenken, dass Glaswände sehr pflegeintensiv sind und mutwillige Beschädigungen drohen könnten.

    Im Zuge der Ausweisung der Baugebiete hatten Gutachter festgestellt, dass bauliche Änderungen an zwei Seiten des Bürgerhauses zwingend notwendig sind, um den Schall bei Feiern und von davonfahrenden Autos abzufangen. Neben der erwähnten vorderen Mauer soll eine weitere etwa drei Meter hohe Wand in Verlängerung der Hausflucht nach vorn bis fast an den Bürgersteig und nach hinten parallel zum Neubaugebiet bis zu den beiden Garagen verlaufen (die RZ berichtete).

    An der Halle selbst wurden zum Schallschutz bereits die Oberlichter nachgerüstet und Fenster im Foyer und an der Garderobe ausgetauscht. Zudem sollen vor die Fenster im Toilettenbereich noch Schallabsorber gesetzt werden.

    Mayen-Andernach
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