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Plaidt/Kretz

Bauen für die Kleinsten in der Pellenz: Kitas sind fast fertig

In den Sommerferien geben die Arbeiter in den Kindertagesstätten der Pellenz kräftig Gas. Frank Heuft von der Verbandsgemeinde erklärt, dass sowohl die neue Kita in Kretz, als auch der Erweiterungsbau in Plaidt fertig sein werden, wenn die Kitasaison beginnt.

Die Kretzer Zwergenscheune (links) bietet Platz für 30 Kinder, sie ist fast fertig.
Die Kretzer Zwergenscheune (links) bietet Platz für 30 Kinder, sie ist fast fertig.
Foto: Katrin Franzen

Von unserer Redakteurin Katrin Franzen

In Plaidt entsteht seit Dezember für 780 000 Euro ein Erweiterungsbau der Kita Arche Noah. 345 000 Euro trägt davon die Gemeinde, der Rest wird über Zuschüsse von Kreis, Land und Bund finanziert. Die neuen Räume bieten Platz für zwei Gruppen. Plaidts Erste Beigeordnete Hedi Lotzen erklärt, dass dort 30 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren betreut werden können. Die ersten fünf Besucher kommen im September. Lotzen erzählt: "Es werden im Laufe der Zeit immer mehr, je nachdem, wann die Kinder die Altersgrenze erreichen." In Plaidt wurde 2012 diskutiert, ob ein komplett neues Kitagebäude an anderer Stelle errichtet oder an die bestehende Kita angebaut werden soll, berichtet Lotzen. "Der komplett neue Kindergarten ist den Kosten zum Opfer gefallen", sagt sie.

Arbeiter schleppen auf der Baustelle, wo es vor vier Wochen heftig gebrannt hat, Fenster und Türen ins neue Gebäude und bauen diese ein. Das hätte eigentlich schon vor zwei Monaten passieren sollen. Architekt Klaus Gesell erklärt: "Das Unternehmen aus einem fernen Bundesland kam einfach nicht." So musste diesem gekündigt und Nachfolgehandwerker gefunden werden. "Dadurch war der Bau lange offen", meint Gesell. Dieser Umstand spielte den unbekannten Tätern in die Hände: Sie drangen an einem Sonntag Anfang Juli ins Haus ein und entzündeten vermutlich die Sanitärinstallation des Behinderten-WCs. Das Feuer griff auf die tragende Dachkonstruktion und die Umgebung über, hieß es im Polizeibericht. Frank Heuft von der VG Pellenz erzählt: "Der Brand hat uns zurückgeworfen. Die Arbeiter haben zwei Wochen lang den Ruß von den Wänden geholt." Das Feuer verursachte einen Schaden von bis zu 100 000 Euro, erklärt er. Zurzeit werden die Installationen und die Elektrik erneuert, damit alles wieder wie vor dem Brand ist.

Während in Plaidt noch am Innenausbau gewerkelt wird, ist in der Kretzer Zwergenscheune nahezu alles eingerichtet. Nur noch ein paar Möbel fehlen, erklärt Ortschef Friedhelm Uenzen. Mitte Januar hatte der 780 000 Euro schwere Umbau des Hauses begonnen. Knapp 256 000 Euro trägt die Gemeinde selbst, der Rest wird über Zuschüsse von Kreis, Land und Bund finanziert. Zurzeit wird auf dem Außengelände gearbeitet. Uenzen sagt: "Wir werden bis zum 30. August fertig sein." Dann wird der Bau eingeweiht.

Der Ortschef berichtet, dass er einiges gelernt hat beim Kitabau. "Da können Sie nicht einfach so losplanen." Es habe viele planerisch-pädagogische Gespräche gegeben, wie das Wohnhaus kindgerecht umgestaltet werden kann. So wurden etwa die ehemaligen Balkone in die beiden großen Gruppenräume integriert und bilden jetzt Rückzugsnischen für die Kinder. Zwei altersgemischte Gruppen entstehen, für 30 Kinder ab zwei Jahre bis zum Schuleintrittsalter, erklärt Uenzen. Er weist darauf hin, dass der Kitabau für die Gemeinde viele Vorteile hat. Uenzen sagt: "Wir können hier viele Synergieeffekte nutzen." Zum einen ist die Kita direkt am Gemeindezentrum. Die Mehrzweckhalle und das Außengelände können mitgenutzt werden. Zum anderen wird der Fahrdienst nach Kruft zum Ende des Kitajahres am 15. August eingestellt.

Zusammen mit Kruft wurde überlegt, wo weiterer Platz für die Kleinsten entstehen kann, wenn der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz auch für Einjährige gilt. Bislang besuchen Kretzer Kinder die Krufter Kita St. Marien, und Kretz beteiligt sich am Unterhalt mit einem Drittel der Kosten. Letztendlich beschlossen die Räte, dass Kretz und Kruft jeweils eigene Kitas betreiben. Den Eltern werde freie Wahl gelassen, wo sie ihr Kind betreuen lassen, sagt Uenzen.

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