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Kirchwald

Anpacken im Ort ist für Werner Kapel aus Kirchwald selbstverständlich

Schon im Rentenalter und trotzdem noch in vielfacher Hinsicht aktiv: Für Werner Kapel, den ältesten aktiven Sänger des MGV Eintracht Kirchwald, ist das kein Widerspruch. Mit seinen 83 Jahren zieht es den rüstigen Senior Woche für Woche zu den Chorproben – und auch beim Sportverein mischt er mit.

Anpacken im Ort ist Werner Kapel aus Kirchwald selbstverständlich
Werner Kapel engagiert sich im Männergesang- und im Sportverein. Wenn er nicht gerade bei den Proben und Treffen ist, nimmt er gern mal ein Buch in die Hand.
Foto: Elvira Bell

„Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, dass ich mal nicht zu einer unserer Gesangsproben gegangen bin“, sagt der vierfache Vater und neunfache Opa. „Singen ist gesund, befreit und ist auch gut für die Seele.“ Obwohl der Gesangverein für ihn persönlich die Nummer eins ist, sind ihm die monatlichen Treffen der Senioren des örtlichen Sportvereins im Sportlerhäuschen fast ebenso wichtig. „Man muss das Vereinsleben unterstützen und fördern“, erklärt Kapel mit Blick auf die Zukunft der zum Teil vom Aussterben bedrohten Dorfvereine.

Lange Jahre gehörte er darüber hinaus der Mittwochsgruppe der Herzsportgruppe des TuS Mayen an, bei der er mit großer Begeisterung auch Volleyball spielte. Für das Wohlbefinden sind ein „gutes Miteinander, die Gespräche mit den Leuten im Dorf, aber auch das gegenseitige Helfen und Unterstützen unabdingbar“.

Selbstverständlich war es für ihn, vor und nach der Kappensitzung des örtlichen Vereinsrings mit Gleichgesinnten vom Sportverein für die Bestuhlung in der Halle zu sorgen. „Man tut, was man kann. Wenn jeder dem anderen hilft, kann vieles erreicht werden“, sagt er überzeugt.

Seiner inzwischen verstorbenen Frau zuliebe, der das Klima in Kirchwald sehr gut bekommen ist, war Kapel vor mehr als 20 Jahren aus der Nähe von Hannover in die Vordereifelgemeinde gezogen, wo er sich rundum wohlfühlt. Mindestens einmal im Jahr, zumeist an den Weihnachtsfeiertagen, trifft sich Kapel mit seiner kompletten Familie in Hamburg oder Hannover zu einem großen Sippentreffen. „Auch das ist mir ganz, ganz wichtig“, betont er.

Neben dem Vereins- und Familienleben spielt die Natur in der Eifel sowie an Rhein, Mosel und Ahr für ihn eine bedeutsame Rolle. Man müsse mit offenen Augen und Ohren durch die Natur gehen, meint er. Seiner Beobachtung zufolge ist die Vielfalt der Pflanzen in den vergangenen Jahren in der Eifelregion weitestgehend erhalten geblieben.

Nachgelassen hat aber seiner Meinung nach die Quantität, also die Anzahl der Pflanzen. Auch seinen Enkelkindern, die immer abwechselnd zu ihm nach Kirchwald in die Ferien kommen, bringt er gern, sozusagen als Naturführer, die Lebensräume Wald und Wacholderheide näher. „Ich spüre immer, wie begeistert meine Enkel von unserer heimischen Natur sind.“ Zu seinen weiteren Hobbys zählen der Besuch von Konzerten der Rheinischen Philharmonie in Koblenz sowie das Lesen. Elvira Bell

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