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    Ettringen

    Abriss für die neue Dorfmitte in Ettringen beginnt

    Die ersten Vorbereitungen für den Neubau der Ettringer Dorfmitte sind getan. Wie Ortsbürgermeister Werner Spitzley auf der Sitzung des Gemeinderats mitteilte, hat der Abriss der Häuser an Haupt-, Bäcker- und Pfarrstraße nun begonnen, um Platz für das Projekt zu machen.

    Die Entkernung der Häuser, die für die neue Dorfmitte in Ettringen abgerissen werden sollen, hat begonnen. Bis Ende 2015 soll das Millionenprojekt an der Hauptstraße abgeschlossen sein. Der Planer sieht eine Kombination von Gemeindehaus, Frischemarkt und Senioren-WG vor.
    Die Entkernung der Häuser, die für die neue Dorfmitte in Ettringen abgerissen werden sollen, hat begonnen. Bis Ende 2015 soll das Millionenprojekt an der Hauptstraße abgeschlossen sein. Der Planer sieht eine Kombination von Gemeindehaus, Frischemarkt und Senioren-WG vor.
    Foto: Andreas Walz

    Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

    An dem Abend wurden außerdem weitere Details zu dem Vorhaben bekannt. Projektentwickler Michael Becker stellte den Zuhörern die umfangreichen Planungen vor, die ein neues Gemeindehaus in Kombination mit einem privaten Investment vorsehen. Beide Teile stehen dicht an dicht, sind grundsätzlich aber getrennt und nur in einem kleinen Bereich baulich miteinander verbunden, wie der Planer ausführte. Zusätzlich wird es vor dem Gebäude eine Fläche geben, auf der Märkte und andere Veranstaltungen abgehalten werden können.

    Wie Becker erläuterte, werden drei Ebenen gebaut. Im Untergeschoss wird eine Tiefgarage mit zwölf Stellplätzen für die Nutzer des U-förmigen Gebäudes untergebracht. Außerdem gibt es im Keller Lagerflächen.

    Mehrere Funktionen erfüllt auch das Erdgeschoss. Zum einen ist im Bereich des Gemeindehauses der Eingang mit Vordiele und Wartebereich geplant. Dort soll auch der Ortsbürgermeister ein Büro mit Besprechungstisch bekommen. Und auch das Sekretariat ist auf dieser Etage vorgesehen. Platz finden zudem der Seniorentreff, der auch über einen Außenbereich verfügen soll, sowie die Sanitäranlagen.

    In dem Gebäudeteil, das der Investor finanziert, soll im Erdgeschoss ein Frischemarkt samt Lager und Kühlraum eingerichtet werden. Darüber hinaus ist dort ein Café mit Bäckerei eingeplant, das später auch über eine Außengastronomie verfügen kann. Beide Anbieter werden künftig über eine spezielle Rampe angeliefert. Wie Ortschef Spitzley auf Nachfrage erklärte, ist bereits je ein Betreiber sowohl für den Markt als auch für das Café gefunden. Weiteres dazu soll erst im neuen Jahr bekannt gegeben werden.

    Im Obergeschoss des Gemeindehauses wird künftig der Gemeindesaal beheimatet sein. Über ein kleines Türmchen soll im Sommer die warme Luft nach draußen strömen. So könne sich die Gemeinde die Kosten für eine Klimaanlage sparen, erläuterte Becker. Über einen Aufzug wird der Gemeindesaal barrierefrei zu erreichen sein. In den Plänen sind dort außerdem eine Garderobe, ein WC und eine kleine Küche vorgesehen.

    Ursprünglich angedacht war es, im Obergeschoss des privaten Gebäudeteils eine Arztpraxis unterzubringen. Diese Idee werde aber nicht weiterverfolgt, erklärte Planer Michael Becker. Stattdessen soll in der oberen Etage nun eine Senioren-WG eingerichtet werden. Wie diese aussehen wird, machte Thomas Adamzik deutlich, Geschäftsführer eines Pflegedienstes aus Nordrhein-Westfalen, der die Senioren-WG betreiben wird. Die Pläne sehen vor, maximal zwölf Zimmer unterschiedlicher Größe für Ältere einzurichten. "Die Idee ist es, einen bunten Querschnitt an Senioren dort unterzubringen", sagte er. Deshalb sollen sowohl vitale Menschen als auch Ältere mit Demenz, Behinderungen und intensivem Pflegebedarf wie Bettlägerige und Zwangsbeamtete dort ein Zuhause finden. Aufgenommen werden sollen neben Einwohnern aus Ettringen auch Senioren aus einem Umkreis von maximal 15 bis 20 Kilometern. Neben den Zimmern wird es einen großen Gemeinschaftsbereich, eine Küche und eine Terrasse geben.

    In einer vorangegangenen Sitzung hatte der Rat entschieden, dass sich die Gemeinde für das Projekt "Wohnpunkt RLP" bewirbt, das Dörfern beim Realisieren von betreuten Wohngruppen und selbst organisierten Wohngemeinschaften unterstützt. Gefördert wird es vom Land. Ob die Bewerbung erfolgreich ist, steht noch nicht fest.

    Straßenleuchten werden künftig nachts abgeschaltet

    Um bei den Stromkosten zu sparen, hat der Gemeinderat von Ettringen einstimmig beschlossen, die gesamte Straßenbeleuchtung im Ort zwischen 0 und 5 Uhr abzuschalten. In einer einjährigen Testphase soll geprüft werden, ob es dabei zu Problemen kommt und wie viel Geld die Gemeinde dadurch mehr in der Tasche hat. Damit Fußgänger auf dem Heimweg von Veranstaltungen nicht gefährdet werden, hat der Rat eine Ausnahme festgelegt: In der Nacht von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag sollen die Leuchten jeweils durchgängig brennen. Somit sind die Lampen künftig jährlich 1043 Stunden weniger in Betrieb. Nach der Einschätzung eines Stromversorgers könnte der Stromverbrauch um 24 Prozent gesenkt werden. Einige Tausend Euro werden so gespart, führte Ortsbürgermeister Werner Spitzley aus. Allerdings müssen für die Abschaltung einige Laternen umgebaut werden, was zunächst weitere Kosten verursacht. Unterm Strich zahle sich die Maßnahme dennoch für die Gemeinde aus, sagte Spitzley. afu

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