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Andernach

Älteste Andernacher Karnevalsgesellschaft feiert 125-Jähriges: Blaue Funken überzeugen mit Jubiläumsshow

Ganz im Zeichen ihres 125-jährigen Jubiläums stand die große Prunksitzung der ältesten Andernacher Karnevals-Gesellschaft Fidelitas 1893 Blaue Funken. Glanzvoll war schon die Ouvertüre. Nach der Darbietung des Funkenlieds durch die Evergreens wurde mit großer Detailtreue das Gründungsfoto von 1893 nachgestellt. Ein prächtiges Bild bot sich, als die Jugendfunkengarde, insgesamt 50 Mädchen und Jungen, auf die Bühne marschierte.

IIm voll besetzten Saal der Mittelrheinhalle herrschte beste Stimmung.
IIm voll besetzten Saal der Mittelrheinhalle herrschte beste Stimmung.
Foto: Winfried Scholz

Nacheinander brachten die Fünkchen mit einem Gardetanz, die Minis mit dem Schautanz „Oktoberfest“, das Kindertanzpaar Lena Passek und Tim Schmidt und das Solomariechen Patricia Lukomski die Besucher in der voll besetzten Mittelrhein-Halle in Verzückung. „Ihr seid nicht nur die Zukunft der Blauen Funken, sondern des gesamten Andernacher Karnevals“, rief Kommandant und Sitzungspräsident Hans-Peter Klein stolz aus.

Danach marschierte aus drei Richtungen das gesamte Funkencorps in den Saal ein, während der Spielmannszug den Marsch „Larida“ intonierte. Höhepunkt und Abschluss des Eröffnungszeremoniells waren der Wibbeltanz („Spieß loss jonn“) und die Darbietung des Tanzpaars Victoria Huckriede und Maximilian König.

Viel Grazie bewies bereits das Kindertanzpaar Lena Passek und Tim Schmidt, im Hintergrund die Minis und die Fünkchen.
Viel Grazie bewies bereits das Kindertanzpaar Lena Passek und Tim Schmidt, im Hintergrund die Minis und die Fünkchen.
Foto: Winfried Scholz

Die Sitzung bot eine äußerst unterhaltsame Mischung aus Vorträgen, Gesang, Schautänzen und herrlichem Klamauk. Scharf ging Nachtwächter Bernd Schwickert als Protokoller mit der Politik ins Gericht. Dass die Parteien jeweils keinen Gegenkandidaten bei der OB- und Bürgermeisterwahl aufstellten, geißelte er als Kungelei. Wegen ihres „In die Fresse“-Ausspruchs und ihrer Brüllerei bekam „Frau Ana(h)les“ ihr Fett weg. Michael König berichtete von seinen Sorgen als Ehemann. Er hat den Husten seiner Frau mit einem Abführmittel bekämpft: „Dat hilft net wirklich gegen Husten, aber jetzt traut sie sich nicht mehr.“

Ein starkes Zwiegespräch boten die Funkenboyz. Martin Zschiesche als (gespielt) arroganter Schnösel und Thomas Klein, der als vermeintlicher Dummbeutel („neun von zehn sind 70 Prozent, also quasi jeder zweite“) sich schließlich als der Gewitztere erwies. Mit ihrem Boyzgroup-Tanz brachten die beiden dann noch den Saal zum toben.

Ein wahres Multitalent ist Daniel Nonn. Er hat maßgeblich das Bühnenbild mit der Stadtmauer mitgestaltet. Er ist als Adjutant im engeren Vorstand und begeistert seit 18 Jahren in der Bütt, seit 2012 als Bauchredner mit seiner Puppe Otmar. Zwei Kostproben: „Was essen Veganer zu Weihnachten? Den Baum. Was heißt ,Schluss mit Pegida'? Braunschweig.“ In diesem Jahr wurde Daniel Nonn mit der höchsten Auszeichnung der Blauen Funken, dem Bubbeatius-Orden, geehrt.

Ein weiterer Knüller in der Bütt war Heinz-Jürgen Wiss als Doof Noss. Er berichtete, wie er auf dem Oktoberfest eine Frau angebaggert hat. In einer urkomischen Verkaufsveranstaltung der „Blue Funks Unlimited“ bot Bernd Schwickert seiner gebeutelten Kundin (Peter Zschiesche) einen Ganzkörperfarben-Verbesserer und einen Vibrationstrainer an. Ein Riesenspektakel und Beifallsstürme im Publikum erzeugten „De Offze“ mit ihrer köstlichen Verwandlungs-Klamauk-Show. Unter speziellen Lichteffekten bevölkerten unter anderem die Queen, Heino, Udo Lindenberg und „Angie“ die Bühne. Der Spielmannszug entführte das Publikum an die Copacabana. Einen prachtvollen Auftritt bot das Prinzenpaar Thomas I. und Prinzessin Bettina I. (Manstein) mit großem Gefolge. Zu den Klängen des Prinzenlieds tanzte der Prinz mit Besucherinnen im Saal.

Als Eistänzerinnen präsentierte sich die Jugendfunkengarde in ihrem Showtanz „Eis“.
Als Eistänzerinnen präsentierte sich die Jugendfunkengarde in ihrem Showtanz „Eis“.
Foto: Winfried Scholz

Für die Augenweiden im Programm sorgten die Tanzgruppen. Die Jugendfunkengarde präsentierte in Eistänzerinnen-Kostümen den Schautanz „Eis“. Die Gardetanzgruppe begeisterte mit Schwung und Dynamik in ihrem Gardetanz und später im Schautanz als Stewardessen. Als gar nicht grimmige Wikinger brachten die grazilen Körper der Wibbelgruppe vor allem die Damen im Saal in Wallung. Das Gesangsduo Bärbel König und Tobias Koch leitete dann mit ihren Liedvorträgen das große Finale ein.

Von unserem Mitarbeiter Winfried Scholz

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