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Mendig

20 Jahre Ars Vulcanica: Ein Spektakel aus Licht und Feuer in Mendig

Heiße Füße statt heiße Diskussionen: "20 Jahre Ars Vulcanica" wurde in Mendig mit einem großen Programm gefeiert. Dabei ging Verbandsgemeindebürgermeister Jörg Lempertz mit nackten Füßen über einen Laufsteg glühender Kohlen.

20 Jahre Ars Vulcanica: Das langjährige Bestehen der Mendiger Kultur- und Musiktage wurde aufwendig gefeiert. Teil des Programms war auch "Das Zwergenland", wo sich die Geschichte der fünf magischen Ringe abspielte.
20 Jahre Ars Vulcanica: Das langjährige Bestehen der Mendiger Kultur- und Musiktage wurde aufwendig gefeiert. Teil des Programms war auch "Das Zwergenland", wo sich die Geschichte der fünf magischen Ringe abspielte.
Foto: Elvira Bell

Von unserer Mitarbeiterin Elvira Bell

Zuvor war der VG-Chef von dem professionellen Feuerlauftrainer Rolf Iven einige Sekunden mental auf den Gang über den roten Kohlenteppich eingestimmt worden. Der Applaus der Zuschauer war Lempertz gewiss. Sie hatten sich in der Dunkelheit und bei stark einsetzendem Regen in einzelnen Gruppen vom Tonsee in Obermendig aus auf den Weg gemacht, um bei einer geführten, rund eineinhalbstündigen Fackelwanderung "Feuer, Licht und wilde Saurier" zu erleben.

VG-Chef Jörg Lempertz ging über heiße Kohlen.
VG-Chef Jörg Lempertz ging über heiße Kohlen.
Foto: Elvira Bell

Den Teilnehmern wurde viel Spannendes geboten. Der Rundgang war von Frank Neideck, dem Leiter der Stabstelle Tourismus der VG Mendig, und seinem Team gut organisiert worden. Sogar an Regenschirmen und bereitgestellten Ersatzpechfackeln mangelte es nicht. An den verschiedenen farbig illuminierten Schauplätzen präsentierten rund 25 engagierte Aktive aus der VG Mendig und einige professionelle Künstler entlang des Rundwegs eine Mischung aus Musik, Schauspiel, Feuer, Licht und Pyroeffekten.

Abschluss der Veranstaltung war ein großes Feuerwerk.
Abschluss der Veranstaltung war ein großes Feuerwerk.
Foto: Andreas Walz

Im Stockdunkeln boten drei mystische Frauen (Theresa Ellerich, Vanessa Müller und Simone Braunstein) eine Abwandlung von Shakespeares "Macbeth" dar – und zwar den Prolog der Hexen mit der Weissagung, dass im Jahre 2016 Maclemperth der Chef der Verbandsgemeinde Mendig sein wird. Darüber hinaus trieben Kobolde, die an den Teilnehmern im Wald in der Dunkelheit vorbeihuschten, ihr Unwesen.

Viel zu erleben gab es im Zwergenland am Felsdenkmal "Junker Schilling", das in verschiedene Farben getaucht war. Im Zwergenreich wurde die Geschichte der fünf magischen Ringe gespielt, die als Symbol für die Zusammengehörigkeit der fünf Zwergendörfer Mendig, Bell, Rieden, Volkesfeld und Thür stehen. Die Ringe wurden vom bösen Zauberer Giftas aus dem Nachbarkönigreich gestohlen, im Schicksalsgebirge Junker Schilling versteckt und mit einem bösen Fluch belegt. So begab es sich, dass sich die sieben mutigsten Zwerge der VG Mendig auf die Suche nach den Ringen machten.

Um die beschwerliche und gefährliche Reise erfolgreich durchzuführen, benötigten sie einen Zaubertrank. Diesen mussten sie aus verschiedenen Zutaten mixen: Sie benötigten das rote Wasser vom Volkesfelder Sauerbur, die glitschige Kröte aus dem Waldsee zu Rieden, die Milch der Beller Jäß, das Basaltfeuer aus den Mendiger Höhlen und den seltenen und gemeinen Sumpfhopfen aus Thür. So sammelten sie die Zutaten. Als sie in den Thürer Sümpfen dem gefährlichen Landrindvieh begegneten und sich auch dieser Gefahr erfolgreich stellten, ließen sie sich in den Sümpfen nieder und sangen ihre Lieder. Nun wurden alle Zutaten zusammengeführt. Als sie es für gut befanden, füllten sie es in ein Trinkgefäß und nannten es ab da "Vulkan". Gestärkt mit dem Saft, begaben sie sich ins Schicksalsgebirge. Der jüngste Zwerg fand die Ringe und befreite sie von dem Fluch. Als Vorleserin fungierte Sandra Dietrich-Fuchs. In die Rolle der Zwerge schlüpften Lukas Ellerich, Leon Schweitzer, Annette Funk (alle Thür) und Christian Kossmann, René Kremer und Annika Kraut (alle Mendig). Bemerkenswert war auch der Scharlatan, die Feuerartistik und der Feuer speiende Aidan, "die Flamme" sowie das Saurus-Trio. Die wilden Saurier mussten wegen des starken Regens zeitweise pausieren und konnten nicht alle Besucher erschrecken. Musik der Speedos und ein großes Jubiläumsfeuerwerk krönten die Feier zu 20 Jahren Ars Vulcanica.

Weitere Fotos der Veranstaltung gibt es im Internet unter www.rhein-zeitung.de/mayen

Mayen-Andernach
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