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    Andernach

    19-Jähriger rastet auf Zeltplatz aus: Kadi zeigt "gelbe Karte"

    Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung – für diese Straftaten hat ein 19-jähriger Andernacher vor dem Schöffengericht in Mayen eine Bewährungsstrafe von acht Monaten kassiert. Sein Aufatmen bei der Verkündung des Urteils währte aber nur kurz: Das Jugendschöffengericht verhängte zusätzlich 80 Sozialstunden, die der junge Mann innerhalb der kommenden vier Monate ableisten muss.

    Andernach - Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung – für diese Straftaten hat ein 19-jähriger Andernacher vor dem Schöffengericht in Mayen eine Bewährungsstrafe von acht Monaten kassiert. Sein Aufatmen bei der Verkündung des Urteils währte aber nur kurz: Das Jugendschöffengericht verhängte zusätzlich 80 Sozialstunden, die der junge Mann innerhalb der kommenden vier Monate ableisten muss.


    Zu der Körperverletzung kam es nach Auffassung des Gerichtes im Juni vorigen Jahres auf einem Zeltplatz in Kruft. Nach reichlich Alkoholgenuss begab sich der Angeklagte mit einigen Freunden, von denen einer mit einem Baseball-Schläger bewaffnet war, zum Zelt eines vermeintlichen Widersachers einer seiner Freunde. Grundlos und ohne Vorwarnung schlug der Angeklagte den Mann mit der Faust ins Gesicht. Weil der Angeklagte die Tat sofort gestand, verzichtete das Gericht darauf, sechs weitere Zeugen zu hören. Gestanden hat der 19-Jährige auch die zweite Tat, die ihm zur Last gelegt wurde. Im November hatte sich der Mann, der mit seiner Partnerin und einem Freund in Koblenz unterwegs war, geweigert, sich bei Polizeibeamten auszuweisen. Stattdessen beleidigte er die Gesetzeshüter und wehrte sich vehement dagegen, mit auf die Wache genommen zu werden. Eine Blutprobe ergab einen Alkoholwert von 1,6 Promille. Die Freundin des Angeklagten hatte später in einem Schreiben versucht, die Vorkommnisse als Reaktion auf das „überreagierende Verhalten der Polizisten“ zu erklären. Ihre Wortwahl fand vor Gericht keinen Anklang.
    Die Staatsanwaltschaft forderte für den einschlägig vorbestraften Mann eine Strafe von neun Monaten und eine Geldstrafe von 500 Euro als Bewährungsauflage.
    Richter Bernd Schmickler und die Schöffen entschieden anders: Sie berücksichtigten, dass der Angeklagte bald Vater wird und dass sein geringes Einkommen für die Familiengründung benötigt wird. Deswegen verhängten sie Sozialstunden, die er neben seiner Berufstätigkeit ableisten muss. Ricarda Helm

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