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Koblenz

Wirtshaus in Koblenz am Plan: Dachstuhl brannte in den frühen Morgenstunden [Update+Video]

Mitten in der Koblenzer Altstadt am Plan schlagen am frühen Mittwochmorgen hohe Flammen aus dem Dachstuhl des historischen Gasthauses "Alt Coblenz". Die Feuerwehr versucht mit zahlreichen Einsatzkräften, das Feuer einzudämmen, und ein Übergreifen des Brandes auf die Nachbargebäude zu verhindern.

Der gesamte Platz in der Stadtmitte ist gesperrt, natürlich auch der Durchgang zur Liebfrauenkirche gleich in der Nähe.

Der Brand muss wohl schon länger geschwelt haben, vermutlich zog er von einer unteren Etage bis ins Dachgewölbe. Gemeldet wurde das Feuer um 5.57 Uhr. Zur Zeit ist die Feuerwehr noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Verletzt wurde niemand. Wie die Feuerwehr berichtet, mussten aufgrund der Brandausdehnung mehrere Bereiche des Gebäudekomplexes zwischen dem Entenpfuhl und dem Plan geräumt werden.

Leserin Astrid Berres hat uns dieses Foto geschickt.
Leserin Astrid Berres hat uns dieses Foto geschickt.
Foto: Astrid Berres

Im Einsatz sind 21 Kräfte der Berufsfeuerwehr Koblenz, 20 Kräfte der freiwilligen Feuerwehr Koblenz (Ehrenbreitstein, Arzheim, Karthause und Lay), zwei
Rettungswagen, ein Leitender Notarzt sowie ein Organisatorischer
Leiter Rettungsdienst. Die Wache der Berufsfeuerwehr Koblenz wurde
für weitere mögliche Einsätze durch die freiwillige Feuerwehr Koblenz
(Wache Nord) besetzt.

[Update, 12 Uhr:] Einsatzleiter Oliver Peikert hat im Gespräch mit der RZ weitere Infos zum Brand bekanntgegeben: Alle neun Bewohner konnten sich selbstständig aus ihren Wohnungen befreien. Drei Anwohner kamen mit einer leichten Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Darunter auch eine Schwangere. Wie die ersten Brandermittlungen ergeben haben, brach das Feuer in der Küche des Alt Coblenz aus. Die liegt im rückwärtigen Teil des Gebäudes, in der Gasse, die zum Entenpfuhl gehört und in der früher die Blaue Biwel und heute das Barock untergebracht sind. Das erschwerte den Löscheinsatz, denn in die Gasse mussten die Einsatzkräfte Schläuche legen, weil sie für ein Einsatzfahrzeug zu schmal ist.

Quelle: YouTube (erweiteter Datenschutzmodus)

Joe Wilbert, der das Restaurant und Weinhaus führt geht von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Daraus könnte ein Schwelbrand entstanden sein, der sich bis in den Dachstuhl zog und sich dort in hohen Flammen entlud. Mit zwei Leiterwagen hat die Feuerwehr die Flammen bekämpft. Der Platz "Am Plan" war bis 8.45 Uhr komplett gesperrt. Aktuell ist nur noch der Bereich unmittelbar am gebäude abgesperrt. Die Feuerwehr sucht im Dachgeschoss noch nach Glutnestern. Anwohner der angrenzenden Häuser dürfen noch nicht wieder in ihre Wohnungen. Den ganzen Tag über wird die Feuerwehr noch mit einer Brandwache vor Ort sein.

Unterdessen hat die Kripo die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach ersten Einschätzungen der Experten entstand ein Schaden von deutlich über 100.000 Euro. Bei den Löscharbeiten wurden mehrere 1000 Liter Wasser in das Geböude gepumpt, so Einsatzleiter Peikert. Das ist für ein Gebäude nie gut. Doch erste Untersuchungen der Statik durch Experten haben ergeben, dass alles in Ordnung ist. In manchen Teilen beginnen die Feuerwehrleute sogar bereits mit dem Trockenlegen.

rt/eck/dos/nbo

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