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    Weißenthurm: Hoffnung für Bahnlärm-Geplagte

    Der Bahnlärm in Weißenthurm könnte um teilweise mehr als 12 Dezibel verringert werden, wenn eine Kombination von verschiedenen Maßnahmen zur Minderung des Geräuschpegels ergriffen würde.

    Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

    Zu diesem Schluss kommt eine Machbarkeitsstudie, die das Ingenieurbüro Wölfel aus dem fränkischen Höchberg im Auftrag des Beirats "Leiseres Mittelrheintal" angefertigt hat. Basis der Machbarkeitsstudie waren unter anderem Angaben von Bürgern, die unter dem Lärm der Bahn am Mittelrhein leiden.

    Einen Pegel von mehr als 80 Dezibel müssen zurzeit 13 Weißenthurmer nachts erdulden. 135 weitere Bürger leiden unter 75 bis 80 Dezibel, 398 Männer und Frauen kämpfen mit 70 bis 75 Dezibel. Sollten die verschiedenen Maßnahmen zur Lärmreduzierung, die die Studie vorschlägt, umgesetzt werden, wären es "nur" noch 39 Bewohner, die nachts ein Pegel von 70 und 75 Dezibel quält. Und einen Geräuschpegel von mehr als 75 Dezibel gäbe es in Weißenthurm überhaupt nicht mehr, heißt es.

    Um ein solches Ziel bis zum Jahr 2020 zu erreichen, müsste als Vorgabe aber der gesamte Fuhrpark der Bahn mit neuen Bremssystemen ausgerüstet sein. Zudem schlägt die Studie eine Kombination verschiedener weiterer Maßnahmen vor, meistens direkt an der Lärmquelle. Zu solchen Maßnahmen zählen ein optimales Schleifen und Schmieren der Schienen sowie das Anbringen sogenannter Schienenstegdämpfer. Darüber hinaus wird angeregt, die bestehenden Lärmschutzwände zu verlängern oder, wenn die klassische Lärmschutzwand aus ästhetischen Gründen nicht erwünscht ist, zumindest durch niedrigere Schutzwände mit einer Höhe von 55 Zentimetern zu ergänzen. Auch das Verkleiden bestehender Geländer, wie sie beispielsweise in der Bahnhofsstraße die Trasse von der Straße trennen, brächte eine gewisse Lärmreduzierung.

    Bei den mehr als 50 anwesenden Zuhörern in der Weißenthurmer Stadthalle stießen die vorgeschlagenen Maßnahmen, die sich auch auf die Bahnsituation in Leutesdorf bezogen, auf lebhaftes Interesse. Allerdings ist man misstrauisch, was die Umsetzung betrifft. "Dies ist nur ein Plan" - dieser Satz war in der Stadthalle häufiger zu hören. Georg Hollmann, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, forderte von der Politik in Berlin, dass sie entsprechende Maßnahmen ergreife. Dazu zählte der CDU-Kommunalpolitiker unter anderem, dass Güterzüge, die mit alten, nicht lärmreduzierten Waggons unterwegs sind, entweder langsamer fahren müssten oder nachts sogar mit einem Fahrverbot belegt werden sollten.

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