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    Wahl in Koblenz: Torsten Schupp (FDP) will Oberbürgermeister werden

    Ein weiterer Kandidat geht ins Rennen um das Koblenzer Rathaus: Der FDP-Kreisverband Koblenz hat Torsten Schupp zum Oberbürgermeister-Kandidaten nominiert.

    Torsten Schupp will im Herbst zur Oberbürgermeisterwahl antreten.
    Torsten Schupp will im Herbst zur Oberbürgermeisterwahl antreten.
    Foto: FDP Koblenz

    95 Prozent der Stimmen holte der 46-jährige selbstständige Friseur, Entertainer und FDP-Fraktionschef bei einem außerordentlichen Parteitag der Liberalen am Dienstagabend. Damit bekommen Bert Flöck (CDU) und David Langner (SPD) Konkurrenz, bei denen bereits feststeht, dass sie bei der OB-Wahl in diesem Jahr antreten werden. Außerdem will die Satirepartei "Die Partei" einen Kandidaten ins Rennen schicken, den sie bei einer Castingshow gekürt haben: einen 26-jährigen Auszubildenden namens Patrick.

    „Der letzte Oberbürgermeister von Koblenz, der eine handwerkliche Ausbildung hatte, war Willi Hörter als gelernter Maurer – und es ist an der Zeit, dass wieder jemand OB wird, der aus der freien Wirtschaft kommt“, sagt Schupp im Gespräch mit der RZ, der seit 25 Jahren einen eigenen Friseursalon führt.

    Dabei sei es unstrittig, dass sich Baudezernent Bert Flöck und Staatssekretär David Langner eine größere Kompetenz in Verwaltungsfragen haben, „aber es ist an der Zeit, dass jemand von außen kommt, der nicht die Scheuklappen der Verwaltung trägt“, ist Schupp überzeugt.

    Zu oft würde hier argumentiert, aus welchen Gründen eine Idee nicht umgesetzt wird – eine Erfahrung, die er in acht Jahren im Stadtrat selbst oft gemacht hat. „Ich will, dass hier anders gedacht wird: Was müssen wir tun, damit etwas umgesetzt werden kann?“, sagt Schupp.

    Ansprechbar möchte er sein, ein Mensch, der sich direkt kümmert, praktisch arbeitet. Erstes wichtiges Ziel ist es, die Gewerbesteuer zu senken, um mehr Unternehmen nach Koblenz zu locken. Als positives Beispiel führt er Monheim am Rhein an: Hier hat ein junger OB die Abgabe drastisch gesenkt – und die Höhe der Einnahmen hat sich in sieben Jahren verzwanzigfacht. Im zweiten Schritt könnte dann die Grundsteuer B gesenkt werden, damit sich mehr Menschen in der Stadt ansiedeln.

    Dass Schupp für die FDP antritt, findet dieser ehrlicher als das Konstrukt von Flöck und Langner. Diese sind unabhängige Kandidaten und werden von „ihren“ Parteien – der CDU und der SPD – lediglich unterstützt. „Das verstehen die Bürger nicht, hier will ich etwas dagegensetzen.“ Chancen rechnet sich der Liberale sehr wohl aus, „die OB-Wahl ist eine Personenwahl, die Partei ist dabei zweitrangig“.

    Auch, dass er als Schlagersänger Torty de Banana bekannt ist, ist für ihn kein Nachteil, „die Leute finden das toll“. Als Oberbürgermeister würde er aber nur noch einmal im Jahr in die goldenen Plateaustiefel steigen: zur Behindertensitzung im Karneval. „Wer damit ein Problem hat, soll mich nicht wählen“.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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