40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Koblenz
  • » Vor Herz Jesu: Vertreter verschiedener Religionen beten gemeinsam für den Frieden
  • Aus unserem Archiv
    Koblenz

    Vor Herz Jesu: Vertreter verschiedener Religionen beten gemeinsam für den Frieden

    Den Frieden in den Mittelpunkt rücken und gemeinsam dafür beten: Unter dem Motto "Schalom - Frieden - Salam" hat die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Koblenz (ACK) und die Arbeitsgemeinschaft Muslimischer Gemeinden Koblenz (AMGK) zu einem interreligiösen Friedensgebet eingeladen.

    Auf dem Weg in den Feierabend nahmen sich Gläubige verschiedener Religionen Zeit, um gemeinsam vor der Herz-Jesu-Kirche zu beten.
    Auf dem Weg in den Feierabend nahmen sich Gläubige verschiedener Religionen Zeit, um gemeinsam vor der Herz-Jesu-Kirche zu beten.
    Foto: Agatha Mazur

    Von unserer Reporterin Agatha Mazur

    Vertreter verschiedener Religionen beteiligten sich, sodass am Ende jüdische, alt-katholische, evangelische, römisch-katholische Menschen sowie Angehörige der arabischsprachigen, bosnischen, pakistanischen und türkischen Gemeinden zusammen beteten. Die Leute nahmen sich auf dem Weg in den Feierabend oder zwischen den Einkäufen eine halbe Stunde Zeit für das Gebet und zündeten auch Kerzen an.

    Als einen der ersten Texte las Joseph Pasternak, Kantor der Jüdischen Kultusgemeinde, ein jüdisches Gebet vor. Bereits seit Jahren stehen die Religionsgemeinschaften in regelmäßigem Kontakt: "Das Vertrauen ist da", sagt Wolfgang Hüllstrung. Der 51-Jährige ist Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Lützel und einer der beiden Beauftragten für den interreligiösen Dialog. Dennoch bezeichnet er das Friedensgebet als "besonderen Schritt".

    Der Zeitpunkt für das Gebet ist nicht zufällig: "Anlass ist die zunehmende Islamophobie in unserer Gesellschaft, die durch die Pariser Anschläge neue Nahrung erhalten hat", erklärt Pfarrer Hüllstrung. Er möchte den Muslimen die Hand reichen, "um unsere Solidarität zum Ausdruck zu bringen" und um ein Zeichen zu setzen, dass jegliche Form von Fundamentalismus abgelehnt wird.

    Das möchte auch Hajrudin Katica, Vorsitzender der bosnisch-muslimischen Gemeinde. Er will dem Generalverdacht, dass der Islam gewalttägig ist, entgegenwirken. Manche Menschen hätten sich ohne viele Hintergrundinformationen ein Bild gemacht: "Das Meinungsbild möchten wir ändern." Katica betont: "Alle abrahamitischen Religionen sind auf Frieden aus."

    Diese Botschaft nehmen die Menschen mit. Viele sind am zwischenreligiösen Dialog interessiert; genau wie ein Besucher aus Dieblich: Er hat sich "schon immer" für die verschiedenen Religionen und deren Gemeinsamkeiten interessiert und nimmt gern teil. Vor dem Gebet nutzten einige Muslime die Gelegenheit, mit der Herz-Jesu-Kirche ein christliches Gotteshaus zu besichtigen. Denn schließlich gebe es "Berührungsängste auf beiden Seiten", sagt Hameed Khan von der Tahir-Moschee.

    Koblenz
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    epaper-startseite
    Wetter
    Samstag

    10°C - 18°C
    Sonntag

    9°C - 14°C
    Montag

    9°C - 14°C
    Dienstag

    9°C - 14°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerie: Fotos unserer Leser
    Kaiser Wilhelm und Seilbahngondel bei Sonnenuntergang. Die Aufnahme machte Thorsten Kolb aus Zirl im Spätsommer bei Sonnenuntergang an der B42 in Ehrenbreitstein.

    Mit der Kamera an Rhein und Mosel unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

    Serie: Koblenzer Stadtgeschichte
    Koblenzer Stadt-Geschichten

    Redakteur Reinhard Kallenbach greift historische Begebenheiten der Stadt auf

    Anzeige