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Urmitz

Urmitz-Rhein: Mann stirbt bei Brand in Mehrfamilienhaus

Ein tragisches Ende fand ein Brand, der am frühen Sonntagmorgen im Junkerstück in Urmitz-Rhein ausgebrochen war: Trotz des schnellen Anrückens der Feuerwehr konnte einer der Bewohner des Mehrfamilienhauses nicht mehr gerettet werden.

Gegen 6.50 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden, wie der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Weißenthurm, Arnd Lenarz, der RZ mitteilte. Weil Personen als gefährdet galten, rückten mehrere Einheiten aus. Insgesamt 48 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Das Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses stand in Flammen. Dabei sei es zu einer sehr starken Rauchentwicklung gekommen, so Lenarz. War die Feuerwehr zunächst von drei vermissten Personen ausgegangen, so konnte sie vor Ort feststellen, dass sich die Anzahl auf eine Person reduziert hatte. „Von den sechs Anwohnern des Hauses konnten sich fünf selbstständig ins Freie retten“, meldete die Polizei später. Ein 54-jähriger Mann, der im Erdgeschoss wohnte, musste aber noch immer in seiner Wohnung sein.

Die Feuerwehr konzentrierte sich daher zunächst auf die Personenrettung. „Wir haben über mehrere Seiten einen Innenangriff gefahren“, erklärte Lenarz – von Vorder- und Rückseite sowie durch die Eingangstüre. Mit der Hilfe von Wärmebildkameras konnte der Mann schnell lokalisiert und nach draußen gebracht werden. Dort stellte sich heraus, dass er über keine Vitalfunktionen verfügte. Zudem seien Zeichen einer starken Rauchgasinhalation zu sehen gewesen, so Lenarz. Sofort wurde der Mann reanimiert und ins Krankenhaus gebracht. Letztlich kam für ihn aber jede Hilfe zu spät.

Auch zwei Feuerwehrleute mussten mit dem Verdacht auch Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Beide hätten sich außerhalb des Gebäudes befunden und seien daher in puncto Atemschutz natürlich nicht so ausgerüstet gewesen, wie die Trupps, die im Inneren im Einsatz waren, sagte Lenarz. Durch das Löschen käme es hin und wieder dazu, dass der Rauch schlagartig von innen nach draußen gedrückt wird. Und genau das passierte. Glücklicherweise stellte sich aber im Krankenhaus heraus, dass die Wehrleute glimpflich davongekommen sind.

Den Brand selbst hatten die Feuerwehrleute schnell im Griff. Die größte Brandentwicklung habe es im Schlafzimmer der Wohnung gegeben, sagt Lenarz. Ein Übergreifen der Flammen auf die anderen Wohnungen des Hauses konnte verhindert werden. Gegen 8.30 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehrleute beendet, und die Kriminalpolizei konnte die Ermittlungen bezüglich der Brandursache aufnehmen.

Im Einsatz waren die Feuerwehreinheiten aus Urmitz und Weißenthurm sowie der Drehleiterwagen aus Mülheim-Kärlich. Hinzu kamen noch zwei Streifenwagen der Polizei, der Rettungsdienst und drei Rettungswagen. Volker Schmidt

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