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Koblenz

Umkehrung der Einbahnstraße: Noch läuft in der Casinostraße nicht alles rund

Doris Schneider

Vor zweieinhalb Wochen wurde die Einbahnrichtung in der Casinostraße zwischen Luisen- und Schlossstraße umgedreht. Nun darf man von der Schlossstraße aus in die Straße hineinfahren, nicht mehr wie bisher umgekehrt. Die Neuregelung, die vor allem der Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer dienen soll, ist aber noch nicht bei jedem angekommen, wie eine kleine Stichprobe der RZ ergibt.

Gegen die Einbahn – und dieser Autofahrer ist beileibe kein Einzelfall: Noch ist die Umdrehung der erlaubten Fahrtrichtung nicht bei allen angekommen, auch wenn die Beschilderung eindeutig ist. Radfahrer dürfen übrigens weiterhin in beide Richtungen fahren.
Gegen die Einbahn – und dieser Autofahrer ist beileibe kein Einzelfall: Noch ist die Umdrehung der erlaubten Fahrtrichtung nicht bei allen angekommen, auch wenn die Beschilderung eindeutig ist. Radfahrer dürfen übrigens weiterhin in beide Richtungen fahren.
Foto: Doris Schneider

Innerhalb von gut 30 Minuten fahren sieben Pkw verkehrt herum in die Straße ein, ganz offensichtlich sind sich zumindest die meisten keiner Schuld bewusst.

Kontrollen seitens der Polizei bestätigen dieses Bild: Es gab seit der Umsetzung der neuen Verkehrsführung schon mehrere Kontrollen, und immer mussten Falschfahrer verwarnt werden. Zuletzt wurden beispielsweise am 5. September von 12 bis 14 Uhr insgesamt neun Verwarnungen wegen des falschen Befahrens der Einbahnstraße ausgesprochen, so die Polizei auf Anfrage der RZ. „Haupttenor der betroffenen Fahrer war, dass die eigentlich ausreichende Beschilderung aus Gewohnheit nicht beachtet wurde“, so Gernot Föllenz von der zuständigen Polizeiinspektion Koblenz 1.

Und auch bei der Stadt gilt die gleiche Wahrnehmung, hier sieht man aber schon eine Verbesserung: „Viele Verkehrsteilnehmer waren überrascht von der neuen Regelung und fuhren einfach nach Gewohnheit, allerdings nun entgegen der Einbahnstraße“, bestätigt Stadt-Pressesprecher Thomas Knaak auf Nachfrage der RZ. Die Markierungen wurden daraufhin noch einmal nachgebessert. In der Regel dauert es einige Monate, bis eine solche neue Struktur bei allen Fahrern angekommen ist. Positive Auswirkungen sind schon jetzt im Kreuzungsbereich der Schloss- und Casinostraße zu bemerken, so Knaak: „Bei unseren Kontrollen in der Örtlichkeit konnten wir feststellen, dass der verkehrsberuhigte Bereich Schlossstraße eine echte Verkehrsberuhigung erfährt, da der Durchgangsverkehr in Richtung Friedrich-Ebert-Ring dort nicht mehr durch muss. Dies trägt zur Verkehrssicherheit und zur Steigerung der Aufenthaltsqualität bei.“

Ganz glücklich mit der Neuregelung sind allerdings nicht alle Mitglieder des City-Arbeitskreises Schlossstraße. Denn die Zufahrt zum Richtung Schloss gelegenen unteren Teil der Straße ist nun nur noch ganz außen herum durch die Neustadt möglich, so Vorstandsmitglied Sarah Reuther. „Aber es gibt natürlich immer gute Gründe für jede Form der Regelung“, sagt sie.

Radfahrer in der Straße, die das Teilstück auch weiterhin in beide Richtungen nutzen, nur nicht mehr auf dem Bürgersteig fahren dürfen, begrüßen die neue Regelung dagegen ausdrücklich: Sie fühlen sich stärker wahrgenommen und sicherer sagen die befragten übereinstimmend – wenn denn nicht gerade ein Auto in die falsche Richtung fährt.

Von unserer Redakteurin Doris Schneider
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