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Umfrage zur Mittelrheinbrücke: Politiker betonen Vorteile

Eine Brücke über den Mittelrhein in Höhe von St. Goar – ein solches Vorhaben stößt bei der Politik im nördlichen Teil des Oberen Mittelrheintals durchweg auf Zustimmung. Dies ergab zumindest eine kleine Umfrage unserer Zeitung.

Der politische Wille ist nun da: Zwischen St. Goar-Fellen (Hintergrund) und St. Goarshausen-Wellmich wird eine Brücke gebaut.  Foto: Thomas Torkler
Der politische Wille ist nun da: Zwischen St. Goar-Fellen (Hintergrund) und St. Goarshausen-Wellmich wird eine Brücke gebaut.
Foto: Thomas Torkler

"Die Mittelrheinregion braucht die Bücke. Der Rhein zwischen Koblenz und Mainz bildet eine faktische Grenze, die nur umständlich zu überwinden ist. Wenn wir wollen, dass sich die Gemeinden und Städte im Rheintal zukunftsfähig weiterentwickeln und eine gemeinsame Identität entwickeln, brauchen die dort lebenden Menschen dafür auch die richtigen Rahmenbedingungen mit einer zeitgemäßen Verkehrsinfrastruktur", meint Landrat Alexander Saftig.

Eine ähnliche Meinung vertritt der Breyer Ortsbürgermeister, Hans-Dieter Gassen. "Für Brey selbst wäre eine Rheinbrücke nicht so bedeutend, aber für die rechte Rheinseite wäre es wegen ihres strukturellen Defizits sehr wichtig", sagt der SPD-Politiker. Ängste, dass eine Brücke dazu führt, dass die Unesco dem oberen Mittelrheintal das Prädikat "Welterbe" entzieht, hält er für unbegründet. Eine Brücke bringt allerdings nicht nur Vorteile, findet der Spayer Ortsbürgermeister Peter Heil. "Auch wenn eine Brücke aus Verkehrsgründen durchaus sinnvoll ist, muss man doch zugeben, dass an einer der schönsten Stellen am Rhein Atmosphäre verloren geht", findet der Spayer Ortschef. Auch in Rhens, das nur rund zehn Kilometer entfernt von der Koblenzer Südbrücke liegt, sieht man Vorteile durch eine Mittelrheinbrücke. "Wenn man Termine auf der anderen Rheinseite wahrnimmt, dann ist eine solche Brücke schon eine Erleichterung. Letztendlich wird vor allem die Wirtschaft davon profitieren", unterstreicht der Rhenser Stadtbürgermeister Raimund Bogler.

Thema in den Koalitionsverhandlungen

Weiter rheinaufwärts wird die Botschaft, dass das Projekt Mittelrheinbrücke, wie unsere Zeitung erfahren hat, in den Koalitionsverhandlungen konkrete Formen annimmt, noch stärker bejubelt. "Das ist ein gutes Signal! Diese Nachricht kommt zur rechten Zeit, um laufende Projekte wie die Buga 2031 und die Vorhaben auf dem Loreleyplateau unterstützen zu können", sagt Frank Puchtler, Landrat des Rhein-Lahn-Kreises. Und auf der linken Rheinseite sieht man sich bereits in den Startlöchern für das Brückenprojekt. "Wir sollten jetzt zügig das Planfeststellungsverfahren in Gang setzen", sagt der Bopparder Bürgermeister Walter Bersch. Im Haushalt 2016 hat der Rhein-Hunsrück-Kreis schon 100 000 Euro für Planungskosten eingestellt.

Wie der Verkehr künftig zur A 61 fließen soll, gehört für den St. Goarer Stadtbürgermeister Horst Vogt zu den wichtigsten Begleiterscheinungen des Brückenbaus. Laut einer 2009er-Studie wird sich der durch die Brücke generierte Verkehr in Grenzen halten. Gerade einmal 7000 Fahrzeuge sollen sie demnach täglich passieren. Und laut dieser Studie würde die Brücke auch keinen nennenswerten Zuwachs des Verkehrs in Richtung A 61 bedeuten. pka/ms/ww

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