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    Traumberufe: Messe in Bendorf gibt Einblicke

    Valentina ist zwölf. Konzentriert schneidet die Sechstklässlerin die Haarspitzen der Frisierpuppe. Es ist Ausbildungsmesse an der der Karl-Fries-Realschule in Bendorf an diesem Donnerstag. Überall hängen bunte Plakate und Aufsteller bekannter Unternehmen und Institutionen.

    Von unserer Reporterin Sarah Kern

    Die Post ist dabei, die Polizei, Aldi und Lidl - sie alle haben sich mit kleinen Stehtischen in der Turnhalle eingerichtet. Und auch Friseur Dietz präsentiert sich.Schüler spazieren in Grüppchen über den grünen Turnhallenboden, sie haben Infomaterial in der Hand und ausnahmsweise mal keine Schultasche dabei. Wofür interessieren sie sich? Was erhoffen sie sich von einer Ausbildungsstelle? Wir haben uns umgehört.

    "Die Messe ist eine tolle Sache, mal was anderes als Unterricht, aber ich weiß einfach noch nicht, was ich später machen möchte", berichtet Elif. Elif ist 16. Sie ist mit ihren besten Freundinnen unterwegs. Die Mädchen sind sich einig: "Erst mal Abi machen." Elif: "Aber sich einen Überblick zu verschaffen, was so an Ausbildungsberufen geht, ist ziemlich cool." Das findet auch Albert Büschel, Lehrer am benachbarten Wilhelm-Remy-Gymnasium in Bendorf. "Wir sind mit der Klassenstufe neun hier. Das, was Susanne Schmidt und Kollegen hier auf die Beine stellen, ist was ganz Besonderen - großes Kompliment", sagt er an die Adresse der stellvertretenden Schulleiterin Schmidt.

    Im Vorfeld der Messe haben die Schüler in Projektgruppen gearbeitet. Wie man ein Auto baut? Achtklässler erklären es hier:

    Zum dritten Mal in Folge findet die Messe an der Realschule nun statt. Dieses Mal sind 40 Unternehmen aus der Region dabei, so viele waren es noch nie. Und auch der Andrang ist groß. "Wir haben die Besucher in diesem Jahr besser koordiniert, es sollen nicht alle auf einmal kommen", sagt die stellvertretende Schulleiterin und Messekoordinatorin Schmidt. Schade findet sie, dass so wenige Eltern da sind, um mit ihren Kindern deren Zukunft zu planen.

    Bei der "Schule für Berufe mit Zukunft" dreht sich auch alles um Berufe und Zukunft, sie ist auch mit einem Stand bei der Messe dabei. Aber da ist gerade nicht so viel los. "Berufe mit Zukunft sind zum Beispiel der Beruf des Physiotherapeuten, des Ergotherapeuten oder der des Pharmazeutisch-technischen Assistenten", erklärt Sergej Borkenhagen, ebenfalls stellvertretender Schulleiter. "Wir leben in einer immer älter werdenden Gesellschaft, deshalb sind diese Berufe besonders wichtig in Zukunft."

    Doch die Schüler interessieren sich gerade nicht besonders für die Berufe mit Zukunft. Dafür ist umso mehr bei Friseur Dietz los. Selina Stelter ist 18 Jahre alt und Auszubildende im zweiten Lehrjahr. Sie steht hinter einem Frisierkopf, an dem die Schüler schneiden, waschen und Dauerwellen legen können.

    Sie erzählt, während sie die Haare der Puppe bürstet: "Das hier ist ein Beruf, bei dem man sehr kreativ sein muss." Die blonde Selina mit den pink geschminkten Lippen wird von den Mädchen angehimmelt. "Mein Traumberuf ist das, ich möchte später auch was mit Haaren oder mit Schminken machen", sagt Valentina (12). Und ihre Freundin Ezra (12) findet, dass Haareschneiden "was Soziales" ist. "Da hat man jeden Tag mit Menschen zu tun und hört ihre Geschichten."

    Unsozial findet Azubine Selina hingegen ihre Bezahlung. "Ich verdiene 260 Euro netto, auch wenn der Beruf Spaß macht, davon kann niemand leben." Am Stand bei Aldi ist nichts los. Svenja Welsch ist Regionalverkaufsleiterin der Region Montabaur. Sie erklärt, wie der ideale Auszubildende bei Aldi zu sein hat: "eigeninitiativ sein, offen für Aufgaben und neue Menschen und er sollte immer bereit sein, Gas zu geben."

    Burak ist 15. Er geht in die achte Klasse. "Ich habe noch keinen Plan, aber später Manager zu sein, wäre richtig gut." Burak hat gerade sein ideales Klassenzimmer entworfen: Mit einer Chill-out-Area.

    Hier geht es zu Buraks Klassenzimmer mit Chill-out-Area.

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